EINE REISE MIT DEM TRANSCANTABRICO DURCHS GRÜNE SPANIEN
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Mit dem El Transcantabrico das Grüne Spanien erleben
von Hans-Joachim Franzen
Um das grüne Spanien – die spanischen Nordprovinzen an der Biskaya – für sich zu entdecken, gibt es viele gute Möglichkeiten. Legendär sind die Fahrten mit dem El Transcantabrico, einer Schmalspurbahn, die parallel zur Küste durch die spanischen Regionen Galicien, Asturien, Kantabrien und Baskenland fährt.
Auf einer Fahrt im Herbst 2010 testeten wir beides, das Feeling, eine Eisenbahnkreuzfahrt mit dem El Transcantabrico zu unternehmen, und die Urlaubsmöglichkeiten in den vier autonomen spanischen Regionen. Übrigens, in diesen Artikel flossen auch die Erfahrungen von vier früheren Reisen in den Norden Spaniens mit ein.
Jetzt aber chronologisch: Sonntag 10.45 Uhr sollte der Flieger von Airberlin in die Luft gehen, aber eine halbe Stunde vor der geplanten Abflugszeit kam die Durchsage: Der Abflug verzögert sich um eine Stunde, da die Maschine enttankt und dann neu betankt werden muss? Aha?! Keiner verstand etwas:
A Coruña - Hafenstadt mit zwei Seiten
Hat der Tankwart auf dem Düsseldorfer Flughafen aus Versehen Diesel in die Airbustanks gepumpt? -Naja, es ging dann doch etwas schneller als angekündigt und so blieb für mich genügend Zeit, in Palma de Mallorca die Maschine nach Santiago de Mallorca zu erwischen, wo ich auch fast pünktlich ankam.
Die junge Dame vom galicischen Fremdenverkehrsamt mit ihrem Schild „Turgalicia“ war nicht zu übersehen, freundliche Begrüßungsworte wurden gewechselt, aber wir mussten noch zehn Minuten auf einen Kollegen aus Deutschland warten, dessen Name mir doch irgendwie bekannt vorkam. Ich hatte mich nicht getäuscht, vor sechs oder sieben Jahren waren wir zwei Tage zusammen in Luxor gewesen, hatten Tempel besichtigt und zwei sehr nette Abende zusammen mit drei Kollegen aus Oberbayern, Essen und Deutschlands verbringen dürfen.
Ein Riesenbus stand bereit, um uns zwei in etwa 50 Minuten nach A Coruña zu bringen. Das Einchecken im Hotel ging schnell vonstatten, obwohl der Herr an der Rezeption alle Hände voll zu tun hatte. Angenehm zu sehen, wenn jemand seinen Arbeitsplatz im Griff hat und sich durch nichts erschüttern lässt.
Das Zimmer war schnell gefunden, der Koffer abgestellt und ab in die Stadt. Schließlich galt es das restliche Tageslicht für einige Aufnahmen auszunutzen. Außerdem war es trocken und angenehm mild.
Vom Hotel Hesperia Finisterre ging es ein kleines Stück entlang einer belebten Straße bis zum Hafen. Ein Kriegsschiff, wie sich herausstellte ein amerikanisches, war am Kai vertäut, ansonsten bot sich ein friedliches Bild. Es war Sonntag, Eltern gingen mit ihren Kindern spazieren und auch die Großeltern zeigten sich, niemand hatte es sonderlich eilig und auch wir, ein Kollege aus Aachen und ich, passten uns schnell dem gemütlichen Schlendertempo an. Nach einigen Fotos von der Marina und der galicischen Häuserfront mit ihrer typischen Doppelverglasung, bummelten wir durch die Altstadt bis zur anderen Seite der Halbinsel. Auf der Westseite liegen weite Sandstrände, die im Oktober naturgemäß nicht mehr zum Baden genutzt wurden.
Langsam gingen wir wieder zurück zur Hafenseite, vorbei an einer galicischen Musikgruppe und an einigen jungen Amateurgauklern(-jongleuren). In der Stadthalle war Flohmarkt, nur langsam konnten wir uns durch die Menschenmassen bewegen, um wieder ins Freie zu gelangen.
Schließlich führte uns der Weg - vorbei an Ausgrabungen historischer Stadtmauern und Hafenanlagen - zurück zum Hotel. Das Abendessen fand in recht kleinem Kreis statt, viele Teilnehmer der Reise waren noch nicht eingetroffen, so dass sich die Anwesenden schnell miteinander bekannt machen konnten. Der Service und das Essen waren tadellos, die Küche modern-traditionell, die Portionen groß genug, um den Hunger nach dem langen Anreisetag aufs das Angenehmste zu stillen.




