KREUZFAHRTEN - SCHIFFE
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Schiff-Ahoi - die A´ROSA BLU
Zur Begrüßung wird den weiblichen Gästen eine rote Rose überreicht, der Bordfotograf bittet um ein Lächeln, willkommen an Bord der A`ROSA BLU. Ganz individuell darf man sich dann seine Kabine suchen. Es fällt aber nicht schwer, ist das Schiff doch übersichtlich und die Kabinen gut ausgeschildert.
Die Kabinen selbst sind recht großzügig bemessen. Ein französisches Bett für die Nachtruhe, Schreibtisch und Leselampe, Couchtisch und Sessel, Fernsehgerät mit Sattelitenempfang und ein Kühlschrank gehören zur Ausstattung.
Auch hier wieder eine kleine Überraschung: ein Teller Konfekt und eine mit frischem Wasser gefüllte Vase, damit die Begrüßungsrose nicht so schnell verkümmert. Eine große offene Garderobe und ein Schrank mit Schubfächern bieten viel Stauraum.
Das funktionell eingerichtete Bad (WC, Waschbecken, Spiegelschrank) hat eine, für Schiffe, ungewöhnlich große Dusche. Man zwängt sich weder durch eine zu enge Glastür, noch holt man sich beim Duschen blaue Flecke, da ständig Armaturen und die Wände im Weg sind.
Wie bereits erwähnt, ist die A´ROSA BLU ein übersichtliches Schiff.
Um das Atrium, dem Herzstück, gruppieren sich die verschiedensten Einrichtungen. Die Rezeption für allgemeine Anfragen, die Bordreiseleitung, das Ausflugsbüro (auf dieser Reise nie geöffnet) und das Café Leysieffer. Viele Sitzgruppen laden zum Verweilen ein, um bei dezenter Pianomusik zu lesen, zu plaudern oder einen Kaffee zu trinken.
An der kleinen Bar gibt es Kuchen, Konfekt und Schokolade der Confiserie.
Im Atrium befinden sich auch die Buchungscomputer für die Landausflüge. Scouts helfen und beraten bei der Auswahl der Landgänge, und das Ticket wird sofort ausgedruckt. Sollte kein Scout zur Verfügung stehen (nach 20.00 Uhr), kann der Ausflug auch ohne Hilfe vom Gast selbst gebucht werden.
In der Internet-Corner hält man elektronisch Kontakt mit den Daheimgebliebenen oder liest die Nachrichten online.
Ein Deck höher befinden sich Boutiquen und die Parfümerie, die neben Duftwässern und Kosmetika auch Toilettenartikel führt, die eventuell zu Hause vergessen wurden. Weitere Boutiquen gibt es noch auf Deck 7.
Die große Freiheit beginnt in den sieben Restaurants. Feste Sitzungen und eine Tischordnung gibt es nicht. Zwanglos trifft man sich beim Mittag- oder Abendessen, isst allein, zu zweit oder setzt sich irgendwo dazu. Stimmt einmal die Chemie nicht, setzt man sich zum nächsten Menugang einfach an einen anderen Tisch, statt sich die ganze Kreuzfahrt zu ärgern.
In den meisten Restaurants ist das Essen und die Tischgetränke inklusive. Es gibt aber Ausnahmen! In eleganter Atmosphäre und Kerzenschein wird im „Rossini" diniert (Tischreservierung ein Muss).
Entweder isst man a la carte oder bestellt das Vorschlagsmenu für € 18,00. Dazu kommen noch die Ausgaben für die Getränke. Das Essen im Restaurant „Bella Donna" gehört zu den Inklusivleistungen, allerdings werden hier die Tischgetränke gesondert berechnet.
Auch der Japaner in der "Sushi-Bar" lässt sich seine Fischhäppchen bezahlen. Im Kreuzfahrtpreis inbegriffen ist das Essen im „Markt-Restaurant", im „Buena Vista Restaurant" und im „California Grill". Der Grill ist 24 Stunden geöffnet und bietet frische Pizza, kleine Gerichte und Salate an.
Im Buena Vista und Markt-Restaurant bedient man sich an der großen Auswahl von Fleisch- und Fischgerichten, Pasta, Salaten, Käse und Süßigkeiten. Frischgezapftes Bier, Rot- und Weißwein sowie Wasser sind inbegriffen, wobei der Wein immer wieder nachgereicht wird. Asiatisch gekocht wird im "Asia Bistro". Auch hier sind Weine und Wasser inklusiv.
Einen Sonnentag auf See möchte eigentlich jeder am Pool verbringen. Zwei Becken und mehrere Jacuzzi dienen der Abkühlung – vielleicht auch der leicht erhitzten Gemüter.
Ein großes Ärgernis war nämlich die Dauerbelegung der Liegen. Nicht nur eine Liege in der Sonne reichte aus, es musste auch noch eine im Schatten sein. Mit Handtuch und Buch wurde das Territorium markiert und hartnäckig verteidigt, selbst wenn die Liege für Stunden verwaist war. Vielleicht sollte jemand von der Badetücherausgabe regelmäßig die nicht besetzten Liegen abräumen?
Es käme bestimmt zu weniger Beschwerden an der Rezeption.
Die Möglichkeit in aller Ruhe ein Sonnenbad zu nehmen oder ein Buch zu lesen, besteht auf Deck 7. Getränke gibt es in der sich auf dem gleichen Deck befindlichen A´ROSA Bar und der BLU Bar.
Eigentlich ist man auf einer Kreuzfahrt ständig unter Zeitdruck, so vielfältig sind die Unterhaltungsangebote. Das Tagesprogramm bietet Tanzkurse, Vorträge über Kultur und Geschichte, Hirnjogging, Computer- und Sprachkurse. Schweißtreibend kann ein Besuch im Fitness-Center sein, dagegen bietet der Wellness-Bereich wohlige Entspannung. Was bleibt, ist die Qual der Wahl.
Und abends?
Nett unterhalten kann man sich in der BLU Bar.
Wer lieber etwas Unterhaltung hätte, wechselt in die angrenzende A´ROSA Bar, wo Künstlerauftritte für Kurzweil sorgen.
Wer schon immer diesen einen Film verpasst hat, bekommt ihn vielleicht mit etwas Glück im Cinema zu sehen.
Große Abendunterhaltung bietet das Theater.
Hier wechselt sich Musical, Kabarett und Revue ab. Rechtzeitiges Erscheinen ist aber angebracht, denn das Theater bietet bei weitem nicht allen Gästen Platz.
Einen Hauch Las Vegas bietet das Casino mit Black Jack und einarmigen Banditen. So mancher Gast verließ das Casino mit einem Gewinn in der Tasche.
Wer sich nach der Pool-Party noch nicht müde getanzt hat, findet im Heaven´s Club Gelegenheit, das Tanzbein bis zum Morgengrauen zu schwingen. Und auch hier wieder die Qual der Wahl. Am liebsten wäre man an allen Orten gleichzeitig.
A´ROSA BLU etwas Besonderes?
Viele Gäste waren Anhänger der klassischen Kreuzfahrt. Einige meinten zu einem Clubschiff altersmäßig nicht zu passen, andere wollten einfach etwas Anderes ausprobieren.
Die A´ROSA BLU bietet wirklich eine Alternative. Der Tagesablauf wird selbst bestimmt. Essen wenn man hungrig ist, Unterhaltung wenn man unterhalten werden will. So flexibel wie die Tischzeiten, so flexibel ist auch die Kleiderordnung – es gibt nämlich keine.
Natürlich ist etwas Eleganz im Rossini angesagt, geht man doch zu Hause auch nicht in Bermuda-Shorts ins Nobelrestaurant, aber sonst ist man Sakko, Jeans, Sport- oder Polohemd immer gut angezogen.
Abendkleid und Smoking können getrost zu Haue im Schrank bleiben, Captain´s Dinner und Galaabende finden nicht statt.
Text: md Fotos: Seetours






