URLAUB IN SÜDAMERIKA
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Grüne Hölle Amazonas und schneeweiße Strände der Karibik
Das größte Flusssystem der Welt mit dem Amazonas und seinen über tausend Nebenflüssen und seinem undurchdringlichen Urwald hat mich schon als Schüler in seinen Bann gezogen. Jetzt wird dieser Traum wahr und ein weißes Kreuzfahrtschiff, die MS Delphin, wird mich die braunen Fluten des Riesenstromes hinauftragen. Danach geht es an der Küste Südamerikas hinauf zur Teufelsinsel in Französisch Guayana, wo der Roman und der Film „Papillon“ spielt. Den Abschluss bilden die ABC-Inseln in der Karibik, dem Schmelztiegel der Rassen und Religionen. Steelbands mit Calypso-Rhythmen und traumweiße Strände mit türkisblauem Meer werden der Ausklang dieser besonderen Reise sein.
Die Reise zum Amazonas
Abenteuerlich gestaltet sich schon der Abflug aus Deutschland: Von Düsseldorf geht es nach Berlin, um weitere Gäste aufzunehmen.Dann macht der gecharterte Air Berlin-Jet einen Zwischenstopp auf den Kapverdischen Inseln, um aufzutanken (immerhin hat jeder Kreuzfahrer ein Gepäcklimit von 30 kg!) und die Crew zu wechseln.
Nach dem Hüpfer über den großen Teich erreichen wir in der Nacht Belem im Mündungsgebiet des Amazonas. Nach insgesamt 24 Stunden Reisedauer landet der Flieger in der feuchtwarmen Tropenschwüle.
Mit brasilianisch-gemächlichem Arbeitstempo werden die Koffer der Kreuzfahrer auf offene LKWs verladen und klapprige Reisebusse bringen uns zum Liegeplatz der MS-Delphin. Noch in der Nacht lichtet das Schiff die Anker, um den Amazonas hinauf zu fahren.
Tag 2: Dschungel-Hauptstadt Manaus
Ich selbst klinke mich für einen Tag aus und nehme den Flieger nach Manaus, denn so weit dampft die MS-Delphin nicht den Amazonas hinauf. Nach einem kurzen Flug landen wir in der Hauptstadt des Bundesstaats Amazonas in der Nähe des Zusammenflusses des Rio Negro und Rio Solimoes, die den Amazonas bilden. Die Stadt besitzt ein reichhaltiges kulturelles und wirtschaftliches Leben und lockt steuerfreie Industrieansiedlungen an. Die Gründung der Stadt erfolgte durch portugiesische Truppen im 17. Jh., die Handel mit Holz und Gewürzen trieb.
Ende des 19. Jh. wurde Manaus das Zentrum des Kautschuk-Abbaus. Dieser Boom lockte tausende von Arbeitern an und die Stadt zeigte ihren Reichtum mit Häfen, Straßenbahnen, elektrischem Licht und vor allem mit prachtvollen Gebäuden. Bald wurde sie als das „Paris des tropischen Regenwaldes“ bekannt. Das größte Symbol dieser reichen Zeit ist das Teatro Amazonas mit seiner markanten Kuppel. Es wurde 1896 mit der Oper „La Gioconda“ und der italienisch-lyrischen Gesellschaft eröffnet und heute ist es der Mittelpunkt der brasilianischen Oper. Ein weiteres imposantes Bauwerk im Stil der Kolonialzeit ist das Kulturzentrum Palacio Rio Negro, das der exzentrische deutsche Gummibaron Waldemar Scholz erbaut hat und heute als Museum dient. Der Reichtum und der Pomp dieser Gummibarone ging soweit, dass sie z.B. ihre schmutzige Wäsche zum Waschen nach Paris schickten. Besonders interessant finde ich den Mindu Park, in dem die in den Urwäldern gesammelten verschiedensten Heilpflanzen kultiviert und auf deren pharmazeutische Wirksamkeit untersucht werden.
Ermattet und von der Schwüle mitgenommen, sinke ich in das Taxi zum Flughafen. Da die MS-Delphin den Fluss hinauf nach Alter do Chao gefahren ist, komme ich in den Genuss, mit einem jener kleinen Propellermaschinen unterwegs zu sein, da kein Jet dort landen kann. Vom Pfarrer bis zum hin zum Arzt, alle diejenigen besteigen diese kleine Maschine, die ins Nirgendwo unterwegs sind, wo keine Straße und kein Weg hinführen. Nach einem kurzweiligen Flug, während dem uns kräftige Tropenwinde durchschütteln, landen wir auf der holprigen Graspiste von Alter do Chao. Am Schiff angekommen, genieße ich im Sonnenuntergang an Deck als Belohnung für diese Strapazen eine kühle Caipirinha.



