URLAUBSREISE AN DIE ALGARVE
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Algarve – Reise zu den Traumstränden im Süden Portugals
von Daniela Hesse
Bereits im Anflug auf Faro bin ich wie verzaubert. Das, was in den meisten Reiseführern als „Schwemmland“ bezeichnet wird, entpuppt sich als kleines Ferienidyll: die Ilha de Faro. Faro, die Hauptstadt der Algarve und wegen des internationalen Flughafens der erste Anlaufpunkt für die meisten Algarve-Urlauber, gilt im Gegensatz zu Orten wie Portimão, Falésia, Albufeira und Lagos als touristisch wenig attraktiv. Der Strand liegt nicht wie in den anderen Städten direkt bei der Stadt, sondern auf den vorgelagerten Inseln Ilha de Faro (nahe des Flughafens), Ilha Deserta und Ilha da Culatra. Dazwischen befindet sich der Naturpark Ria Formosa – das sogenannte Schwemmland.
Das habe ich mir beim Lesen irgendwie braun und hässlich vorgestellt. Stattdessen blicke ich nun auf von blau-glänzenden Wasserstraßen durchzogene Graslandschaften, auf denen kleine Fischerboote liegen. Hell erstrahlt die Ilha de Faro im Sonnenlicht. Entlang des weißen Sandstrandes stehen kleine Sommerhäuser in Reih und Glied und zaubern eine gemütliche Atmosphäre. Am liebsten möchte ich gleich hierbleiben. Aber meine Reise führt mich an die Felsalgarve nach Albufeira, Lagos und Sagres bis ans Kap São Vicente – das alte Ende der Welt.
Die Algarve ist die südlichste Region Portugals und vor allem wegen ihrer Strände ein beliebtes Urlaubsziel. Die 200 Kilometer lange Küste unterteilt sich in drei Abschnitte. Die Sandalgarve (portug. Sotavento genannt) zieht sich von der Mündung des Río Guadiana bis nach Vilamoura. Die Strände der Sandalgarve sind flach, der Atlantik hier eher ruhig, so dass sich dieser Abschnitt besonders für Familien mit kleinen Kindern eignet. Ab Vilamoura wird die Küste steiler und felsiger und geht langsam in die Felsalgarve (portug. Barlavento) über, deren bizarre Felsformationen das Bild der Algarve prägen. Im Westen der Algarve findet man an der 50 Kilometer langen Costa Vicentina flache Sandstrände. Der Atlantik zeigt sich hier von seiner kühleren und stürmischen Seite, weshalb hier vor allem Surfer die Strände bevölkern.
Mein Ziel ist das quirlige Albufeira an der Felsalgarve. Nach rund 40 Minuten Fahrt vom Flughafen Faro, erreiche ich das ehemals ruhige Fischerdorf. Ich checke schnell ein und mache mich dann auf zum nächsten Strand. Da es mittlerweile sieben Uhr abends ist, beeile ich mich, um den Sonnenuntergang nicht zu verpassen. Aber von wegen Sonnenuntergang! Strahlend helles Sonnenlicht, das Strand und Felsen goldbraun erstrahlen lässt, empfängt mich. Die Schatten werden um diese Tageszeit zwar schon etwas länger, doch die Sonne verschwindet erst anderthalb Stunden später hinter der Altstadt von Albufeira, deren weiße Häuser sich im Westen an einen steilen Hang schmiegen.
Ich nutze daher die Gelegenheit, den Strand zu erkunden. Vom Hotel habe ich einen schmalen Pfad, der sich zwischen verschiedenen Hotels hindurch schlängelt, genommen und bin so an der Praia dos Alemães gelandet – dem Strand der Deutschen. Das passt ja, zumindest was mich betrifft. Ansonsten ist der Strand, der sich einige Kilometer Richtung Westen hinzieht und dort nacheinander in die Strände Praia do Inatel, Praia dos Pecadores und Praia do Peneco übergeht, vor allem von Portugiesen, Engländern und Holländern bevölkert. Ich wende mich gen Osten, wo sich mir nach hundert Metern die ersten der berühmten Felsformationen zeigen. Ich durchquere ein natürliches Felstor und stoße auf einen riesigen Felsbrocken. In fünf Metern Höhe erblicke ich einige Angler, die die Dämmerung zum Fischen nutzen wollen. Wie sie da rauf geklettert sind, möchte ich mir lieber nicht vorstellen. Ich versuche weiter nach Osten zu gelangen, doch Meer und Felsen versperren mir den Weg. Kleine Krebse flüchten sich in die vom Wasser ausgehöhlten Steine. Da ich unten nicht weiterkomme, folge ich einer Treppe nach oben. Von hier habe ich einen tollen Blick auf die Sonne, die gerade hinter der Altstadt verschwindet.
Die Sonnenuntergänge in Albufeira sind etwas ganz besonderes. Zwar wird man nie sehen, wie der rote Feuerball im Meer versinkt – der Blick darauf wird von der Altstadt versperrt – doch das Licht ist einmalig. Zunächst lässt die untergehende Sonne Strand und Felsen golden erleuchten. Mit dem schwächer werdenden Licht werden die Umrisse sanfter. Der Himmel zeigt sich in Pastellfarben, während das Meer in Metallic-Blau glitzert. Langsam sinkt die Sonne hinter die weißen Häuser. Als ob ein Vorhang zugezogen würde, erleuchtet ein immer kleiner werdender Strahl das gemächliche Treiben am Strand, bis dieser schließlich von der Dunkelheit verschluckt wird.







