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PORTUGAL - WEINREISE IN DEN ALENTEJO

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Alentejo - Weinland für Stille-Genießer

Auf dem Alqueva-Stausee die Ruhe des Alentejo genießen

Auf dem Alqueva-Stausee die Ruhe des Alentejo genießen. Fotos: Daniela Hesse

Daniela Hesse

 

Nur wenige Kilometer südöstlich von Lissabon breitet sich unterhalb des Tejo-Flusses, der das Land in zwei geografisch unterschiedliche Hälften teilt, der Alentejo aus. Eine endlos scheinende Landschaft aus sanft geschwungenen Hügeln, deren Goldgelb sich deutlich vom hellblau leuchtenden Himmel abhebt. In regelmäßigen Abständen zieren Korkeichen die Hügel, unter denen hier und dort braune Stiere und schwarze Schweine Schutz vor der sengenden Sonne suchen.

 

Ende September leuchten die Stämme der Korkeichen rostrot. Traditionell werden die Bäume in den heißen Sommermonaten Juni und Juli geschält, manche auch im August. Dann werden sie mit einer Null für das Jahr 2010 markiert und für neun Jahre in Ruhe gelassen. Bäume, die schon vor einem Jahr geschält wurden, haben rußschwarze Stämme. Der Alentejo war während der Diktatur Salazars die Kornkammer Portugals. Weizenfelder prägten die Landschaft, der Landarbeiter unter der sengenden Sonne mühevoll Korn abtrotzen und in die riesigen Silos brachten, die heute noch in den Städten des Alentejo zu sehen sind. Nach der Nelkenrevolution im Jahr 1974 wanderten viele Bewohner ab, die Felder lagen brach.

 

Weinexpertin Joana weiß welcher Wein zum Essen schmeckt

Weinexpertin Joana weiß welcher Wein zum Essen schmeckt

In den neunziger Jahren begann der Alentejo, die größte und am dünnsten besiedelten Verwaltungseinheit Portugals, erneut sein Gesicht zu verändern. Junge Winzer bauten Weingüter auf, legten riesige Weinfelder an und schlossen sich in Verbänden zusammen. Das war die Geburtsstunde der Alentejo-Weine, die in Portugal trotz kleinerer Anbauflächen als im Douro-Tal mittlerweile zu den meist verkauften Weinen gehören. Aus einheimischen Rebsorten gewinnen die Winzer volle und kräftige Rotweine sowie leichte, feinsäurige Weißweine.

 

So erblickt man bei einer Fahrt durchs Alentejo heute auch immer mehr Weinfelder, auf denen neben heimischen Rebsorten – in Portugal gibt es 252 – wie Trincadeira, Aragonês, Touriga Nacional, Antão Vaz und Roupeiro wachsen. Bei Estremoz im nördlichen Alentejo befindet sich die Quinta da Esperança, wo unter der Aufsicht der jungen Önologin Joana auf 15.000 Hektar Fläche die Weine der Marke Encostas de Estremoz gedeihen.

 

Nächtliche Weinlese auf der Quinta da Esperança

Nächtliche Weinlese auf der Quinta da Esperança

Das Weingut thront unweit des Burghügels von Estremoz auf einer kleinen Anhöhe, an der sich die Weinfelder hochziehen. Als wir eintreffen, ist es bereits dunkel. Im Schatten nehmen wir das endlos scheinende Meer aus Rebstöcken war. Oben an der Quinta empfangen uns Joana und eine Hausdame zu einer Weinprobe bei Kerzenschein. Wir probieren einen leichten Weißwein und zwei sehr unterschiedliche Rote und lauschen der 27-Jährigen, die trotz ihres jungen Alters schon eine echte Weinexpertin ist. Zum Wein lassen wir uns leckeren Schinken, Käse und Chouriço-Wurst schmecken. Danach folgt ein Abendessen mit Koriander-Suppe, Lammschulter und einem köstlichen Karamell-Pudding, zu dem Joana uns die passenden Weine reicht.

 

Frisch gestärkt fahren wir hinunter zu den Weinfeldern, wo gegen 22 Uhr mit der maschinellen Ernte begonnen wird. In heißen Gegenden wie dem Alentejo wird oft die Nachternte praktiziert, damit die Trauben nicht oxidieren. In Estremoz ist man in diesem Jahr äußerst spät dran. Ein kalter Winter und ein später, aber heißer Sommer haben den Reifeprozess gebremst. Trotzdem werden die Erntemaschinen, die durch Rüttelbewegungen die Trauben von den Rebstöcken lösen, in dieser Augustnacht bis vier Uhr morgens im Einsatz sein. Wenn ein Lastwagen voll ist, geht es weiter nach oben in die Weinkelterei, wo der Gärungsprozess eingeleitet wird. Die moderne Anlage befindet sich in einem alten, typisch alentejanischen Gebäude, von dem aus die angestrahlte Burg von Estremoz in dieser sternenklaren Nacht deutlich zu sehen ist.

 


Abends auf dem Alqueva

Abends auf dem...

Alqueva-Stausee
...Alqueva-Stausee
Kork aus dem Alentejo
Kork aus dem Alentejo
Monaraz
Monaraz

 


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