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Österreich: Invasion von italienischen Pilzsammlern
In Österreich wächst die Empörung gegen italienische Pilzsammler. Ganze Großfamilien nehmen sich Urlaub, um die Wälder Kärntens, Osttirlos und anderer Bundesländer zu durchstreifen. Da nicht jeder Pilzkenner ist, werden alle Pilze mitgenommen und am Ende eines Tages vom Experten der Familie sortiert. Der Rest wird achtlos weggeworfen.
Da Pilze im Wald eine wichtige biologische Funktion haben, eine große Sauerei.
Unsere Mitarbeiterin Berit Böhme war anlässlich einer Wanderung in Osttirol und hat das Unwesen selber beobachten können. Ein "Pilzfreund" allein hatte 150 Kilogramm Steinpilze in seinem Auto, wie die Ortspolizei berichtete. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ein gewerblicher Pilzsammler. Die gesammelten Pilze werden in Italien mit großem Gewinn weiterverkauft.
Die Praxis ähnelt dem Unwesen, welches ausländische Angeltouristen bis vor zwei Jahren in Norwegen getrieben haben. Menschen, die man kaum als Sportfischer bezeichnen kann, fuhren an die norwegische Küste und fingen pro Person hunderte von Kilo Fisch, um sie in Deutschland an Gastronomen zu verkaufen. Die Norweger haben daraufhin eine Mengenbegrenzung festgelegt. Jetzt darf jeder Urlauber nur noch 15 Kilogramm pro Person ausführen.
In Österreich wird teilweise an eine erlaubte Höchstmenge von zwei KilogrammPilze pro Tag und Person gedacht, was leider schwer zu kontrollieren ist. In Osttirol beispielsweise sind Kontrollen in den großen Waldgebieten nur schwer schwer durchzuführen. Zudem haben die organisierten Sammler Walkie Talkies um sich gegenseitig vor Kontrolleuren zu warnen.
Andere Verantwortliche in Österreich denken an Gebühren. In Kärnten haben sich fünf Waldbesitzer zusammengeschlossen und verlangen 45 Euro im Jahr für eine Pilzvignette. Im Salzburger Land muss der Sammler 15 Euro für eine 14 Tage-Lizenz bezahlen.
Auf jeden Fall ist es ratsam bei seinem nächsten Österreichurlaub im Fremdenverkehrsamt vor Ort nach der lokalen Regelung zu fragen.
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