URLAUB AUF ZYPERN - BLUMENFEST ANTHESTIRIA
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Zyperns blühende Landschaften - das Blumenfest Anthestiria
Das Blumenfest Anthestiria taucht die Städte Zyperns jedes Jahr in ein Meer aus Farben und Düften, wenn die prachtvollen Paraden loslegen. Das Fest hat seine Wurzeln in der griechischen Mythologie, nach der schon lange zu Ehren des Gottes Dionysos mit Blumen-Umzügen die Wiedergeburt von Mensch und Natur gefeiert wurden.
Zypern bezaubert mit seiner landschaftlichen Vielfalt und mit einer abwechslungsreichen Natur eigentlich das ganze Jahr über, hat aber im Frühling seine besondere Sinnlichkeit. Mit mehr als 1.700 Blumenarten, von denen über 120 hier ursprünglich beheimatet sind, bietet die Insel ihren Gästen von Februar bis Mai ein duftendes und visuelles Blütenerlebnis, das natürlich bei Temperaturen, die ab März auf milde 20 Grad zugehen, entspannt genossen werden kann. Gerade den grau-braunen Schneeresten deutscher Städte entflohen, fühlt man sich beim Anblick der ersten Orchideen im Januar in eine andere Welt versetzt. Und direkt ins Paradies, wenn ab Mitte Februar die Landschaften Zyperns von saftig-grünen Wiesen und blühenden Mandelbäumen geschmückt ist.
Solche Gefühle der Erneuerung scheinen jedoch nich nur Touristen aus dem kühlen Norden zu überkommen. Wurde mit dem traditionellen Seelen-, Pflanzen- und Blumenfest "Anthestiria" doch schon seit der Antike die Wiedergeburt der Natur und des Menschen gefeiert. Die Griechen veranstalteten alle vier Jahre in Athen große Festspiele zu Ehren des Gottes Dionysios, zu denen eben auch "Anthestiria" gehört.
Heutzutage begehen die Zyprioten das Blumenfest festlich im Mai mit bunten Paraden, die jedes Jahr in Lemesos, Larnaca und Lefkosia stattfinden. Am größten wird das Fest allerdings in der "Blumenstadt" Pafos gefeiert, wo die Paradewagen besonders liebevoll und reich geschmückt sind. Das farbenfrohe Spektakel lockt alljährlich zahlreiche Zyprioten und Besucher zum Staunen und Feiern auf die Straßen.
Dabei scheinen Natur und Landschaft selbst schon in festlicher Stimmung mit ihrer floralen Dekoration beschäftigt, wenn von Februar bis April rosarote Alpenveilchen im felsigen Vorgebirge und im dichten Buschwerk sowie um die Bäder der Aphrodite arrangiert werden oder von März bis April an bestimmten Stellen rund um Pafos die Monkey-Orchidee hervorblitzt.
Blumen haben immer eine große Rolle in der Mythologie gespielt. Die Legende von Aphrodite und Adonis wird zum Beispiel mit Anemonen in Verbindung gebracht, die sich heute schon im März als leuchtender Teppich weich um die antiken Ruinen legen. Eher wildromantisch im wörtlichen Sinne mutet dagegen die Überlieferung an, dass die roten Anemonen aus dem Blut des Adonis enstanden sein sollen, der auf einer Jagd getötet wurde. Zahmromantisch der Teil, den Ursprung der weißen Anemonen aufdeckt: Sie formten sich aus den Tränen der Aphrodite, die jene über den Tod ihres Geliebtes vergoss.



