URLAUB MIT HUND

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Zugreisen mit dem Hund

Eine kurze Zugfahrt mit dem Hund ist meist unproblematisch. Das Tier sollte allerdings einen ruhigen und umgänglichen Charakter haben. Hunde, die dazu neigen, fremde Menschen freudig anzuspringen oder sie "grundlos" (aus menschlicher Sicht!) anzuknurren, erwecken natürlich den Missmut der Mitreisenden. Man sollte dann möglichst das Abteil verlassen.

 

Kleine Hunde in Transportboxen dürfen in den Zügen der Deutschen Bahn umsonst mitreisen ("Handgepäck"). Für größere Tiere, die an der Leine zu halten sind, muss man den halben Erwachsenenfahrpreis entrichten. Blindenhunde fahren natürlich umsonst mit. Zudem gibt es diverse Vergünstigungen, z. B. für Hundehalter, die eine Bahncard besitzen.

 

Tiere, die als "Kampfhunde" gelten, dürfen nicht mit in den Zug. Bei allen größeren Hunden sollte man einen Maulkorb in der Tasche bereithalten, für den Fall, dass der Zugbegleiter das Anlegen dieser Vorrichtung verlangt. In das Bordrestaurant dürfen Hunde nicht mitgenommen werden.

 

Generell sollte man als Hundehalter Zugfahrten während der Hauptsaison meiden. Das drohende Gedränge auf dem Gang ist den Tieren kaum zuzumuten. Empfehlenswert sind hingegen Nachtfahrten im Schlafabteil. Die Bahn bietet reine Schlafwagenzüge an, z. B. nach Österreich und in die Schweiz. Hundehalter müssen dann allerdings ein komplettes Abteil für sich alleine buchen.

Reservierungen für Hunde sind bei der Bahn nicht möglich. Wer eine weite Zugreise beabsichtigt, sollte längere Umsteigepausen einplanen, damit das Tier zwischendurch etwas Auslauf erhält und seine Notdurft verrichten kann.

 

Weitere Infos gibt es bei der Deutschen Bahn, www.bahn.de. Auch in den Reisecentern und an den Fahrkartenschaltern der Bahn erhalten Sie Auskünfte.

Zugfahrten im europäischen Ausland

Bei Zugreisen ins Ausland müssen natürlich die nationalen Einreisebstimmungen beachtet werden. Zudem ist vor der Reisebuchung abzuklären, ob und wieweit Hunde überhaupt in Zügen zugelassen sind.

 

In unseren Nachbarländern Österreich und der Schweiz ähneln die Bestimmungen den deutschen. Entweder ist für Hunde der halbe Erwachsenenpreis zu zahlen (große Hunde) oder sie reisen gratis mit (Blindenhunde, kleine Vierbeiner in der Transportbox). Wer in Österreich im Anschluss an die Zugreise in andere öffntliche Verkehrsmittel umsteigt (Busse und Bahne), sieht sich allerdings mit einer Maulkorbpflicht für größere Tiere konfrontiert.

 

Auch in Frankreich, das gemeinhin als hundefreundlich gilt, muss für große Hunde der halbe Erwachsenenfahrpreis bezahlt werden. Die Mitfahrt von kleinen Vierbeinern in der Transportbox kostet meist nicht mehr als fünf Euro.

 

In der Staatsbahn der Niederlande dürfen kleine Hunde in der Transportox gratis mitreisen. Für große Tiere gilt ein ermäßigter Fahrpreis. In Straßen- und U-Bahnen muss man hingegen den vollen Erwachsenfahrpreis entrichten. Ganz ähnlich sind die Bestimmungen in Belgien.

Ebenfalls recht angenehme Zugreiseländer für Hundehalter sind Dänemark und Finnland. Hier gibt es in den Zügen Sonderabteile für Reisende mit Hund. Abhängig von der Entfernung muss für Hunde ein Fahrpreis zwischen fünf und acht Euro entrichtet werden. Auch in Bussen und Straßenbahnen sind Hunde erlaubt, die Fahrpreise für Vierbeiner sind gebietsabhängig.

 

In Italien sind Vierbeiner ebenfalls in Zügen, Strassenbahnen und Bussen zugelassen. Allerdings besteht für Hunde teilweise Maulkorbpflicht. Für die Tiere muss in der Regel der halbe 2.- Klasse-Fahrpreis eines Erwachsenen entrichtet werden.

 

In Spanien sollten Urlauber mit Hund besser ganz auf Zugfahrten verzichten, denn die Tiere müssen im Gepäckwagen mitreisen!

 

In Portugal dagegen sind Hunde im Passagierbereich zugelassen. Für die Tiere ist ein Kinderfahrschein zu lösen. In Straßen- und U-Bahnen sind Hunde verboten.

 

In Griechenland sind Intercityzüge für Reisende mit Hund tabu. In anderen Zügen sind Vierbeiner zugelassen, wobei für größere Hunde der halbe Erwachsenenfahrpreis fällig wird. Kleinere Hunde in der Box dürfen auch in Hellas umsonst mit. In Bussen heißt es wieder "Hunde verboten"


 
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