URLAUB IN KATALONIEN - ZISTERZIENSERROUTE

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Zisterzienserroute - Urlaub in katalanischen Klöstern

Zisterzienserroute - Kloster Santa Maria de Poblet

Zisterzienserroute - Kloster Santa Maria de Poblet. Fotos: Berit Böhme

Die „Zisterzienserroute“ (La ruta del cister) verläuft zwischen den katalanischen Städten Tarragona und Tarrega. Die Route verbindet drei romanische Klöster: Santes Creus, Poblet und Vallbona. Zwei davon sind noch von Ordens-Leben erfüllt. Am Wegesrand liegen sehenswerte Städtchen und Naturparks. Die Zisterzienserroute kann auch mit dem Mountainbike oder auf Schusters Rappen erkundet werden.

Santa Maria de Poblet

Zwischen Weinstöcken erheben sich die Türme der Abtei Santa Maria de Poblet. Poblet ist das größte noch von Mönchen bewohnte Zisterzienserkloster Europas und hat seit 1991 Weltkulturerbestatus.

Nonne im Kloster Vallbona de les Monges

Nonne im Kloster Vallbona de les Monges

Die Wurzeln des Klosters gehen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Knapp 100 Jahre, von 1853 bis 1940, war das Kloster verlassen. Dann kehrten die Zisterzienser zurück und restaurierten das durch Bürgerkrieg und Leerstand heruntergekommene Gebäudeensemble. Heute leben dort rund 30 Brüder.

In Poblets Klosterkirche fanden gekrönte Häupter aus Aragón und Katalonien die letzte Ruhestätte. Die detailreichen Alabaster-Sarkophage der acht Könige und sechs Königinnen aus dem 12. bis 15. Jahrhundert sind Zeugnisse einstiger Macht. Eine Oase der Ruhe bildet der Kreuzgang mit seinem Springbrunnen. Einige vom Kreuzgang abgehende Räume des Klosters können durch Glasscheiben betrachtet, aber nicht betreten werden, darunter sind das Refektorium und der Kapitelsaal. Sie werden heute noch von den Mönchen genutzt. Der Weinkeller aus dem 14. Jahrhundert und der ehemalige Schlafsaal können hingegen betreten werden. Einen Besuch lohnt das kleine Klostermuseum, in dem unter anderem mittelalterliche Mönchsgrabsteine ausgestellt sind. Männliche Besucher dürfen im Gästehaus übernachten und an den Andachten und Mahlzeiten der Mönche teilhaben. Erlaubt sind Aufenthalte bis zu einer Woche.

Eigener Weinanbau

Gasse im Dorf Vallbona

Gasse im Dorf Vallbona

Zu Poblet gehören neun Hektar Weinstöcke, dort gedeiht vor allem Spätburgunder. Die meisten Flaschen werden in der hauseigenen Vinothek auf dem Klostergelände verkauft, zudem führen Restaurants der Region den Rebensaft aus Poblet. Weinkellerei und Vinothek sind in einem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert untergebracht.

Vallbona de les Monges - Kloster mit Gästehaus

Eingebettet in das urtümliche, von schmalen Gassen durchzogene Dorf Vallbona de les Monges ist das Kloster Santa Maria de Vallbona. Es wurde Mitte des 12. Jahrhunderts gegründet und ist seitdem fast ununterbrochen von Zisterzienserinnenn bewohnt. Die Klostergebäude entstanden in drei Jahrhunderten.

Besucher können in einem gemütlichen Gästehaus wohnen, unabhängig von ihrem Geschlecht oder ihrer Konfession. Wer mag, kann an den Andachten der Nonnen teilhaben oder mit den Schwestern plaudern. Das Kloster verfügt über 20 einfache, aber gemütliche Einzel- und Doppelzimmer mit Bad. Zudem bietet es die vor allem für Schulklassen geeignete Gruppenunterkunft „Refugi de San Bernat“. Das Kloster gilt zudem als Zentrum für die Neuinterpretation Alter Musik.

Zerstörung im Bürgerkrieg

Zisterzienserroute - Kloster Santa Maria de Poblet

Zisterzienserroute - Kloster Santa Maria de Poblet

Bis zum Spanischen Bürgerkrieg war das Kloster intakt. Während der Kämpfe diente Vallbona als Kaserne und Hospital. Das wertvolle Inventar nutzten die Soldaten kurzerhand als Feuerholz. So präsentiert sich die Klosterkirche heute ziemlich kahl. Derzeit (Stand Herbst 2009) wird ein Teil des Klosters restauriert. Nach der Fertigstellung soll ein Museum öffnen, in dem unter anderem die einst von den Nonnen betriebene Apotheke ausgestellt wird.

Santes Creus

Santes Creus ist das dritte Kloster an der Zisterzienserroute. Es war fast 700 Jahre lang von Mönchen bewohnt, 1835 wurde die Abtei aufgegeben. Das Kloster hat gleich zwei Kreuzgänge: einen romanischen, schlichten und einen gotischen. Letzterer lockt mit reich verzierten Kapitellen. zahlreichen Orangenbäumen und einem intakten Waschhaus. In der Kirche fanden wie in Poblet ein paar Könige von Aragón ihre letzte Ruhestätte. Neben der Kirche sind viele Räumlichkeiten erhalten, etwa der Schlaf- und der Schreibsaal.

 

Informationen zu Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und Wanderrouten liefert die Seite www.larutadelcister.info

Peralada - Wein, Bücher und Glas.

Girona - Highlight zwischen zwischen der Costa Brava und den Pyrenäen.

 

Text: Berit Böhme


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