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Reisedauer: 7 - 10 Nächte
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      Hoch hinaus! - E-Bike-Genusstouren im Zillertal

      E-Bike im Zillertal

      E-Bike im Zillertal

      Text und Fotos: Nicole Kemper

       

      „Herzlich Willkommen auf 1790 Meter!“ steht auf einer kleinen Klapptafel im Gästezimmer. Vor dem Fenster recken sich die knorrigen Wipfel einzelner Zirbelkiefern ins Bild. Ringsum Alpenpanorama, dazwischen schlängelt sich in weichen Kurven das Flusstal der Ziller. Über dem Berggasthaus ‚Platzlalm‘ hängen, wie an einem Faden vom dunkelblauen Himmelsdach herab, unbewegliche flockige Wölkchen. Die Luft ist spürbar dünner als gewohnt, erfrischend und klar.

      Wir befinden uns mitten im Wanderparadies, das wird sofort offensichtlich, sobald man fern von Stadtgetümmel und Verkehr in die Zillertaler Bergwelt eintaucht.

      Relaxen in der Kristallhütte

      Relaxen in der Kristallhütte

      Doch wir sind nicht zum Laufen hier, sondern zum Radfahren: Der Berg soll mit dem Bike bezwungen werden – aber ohne Anstrengung und mit der lockenden Aussicht auf kulinarische Leckerbissen und eine ruhige Nacht in einer exklusiven Suite auf über 2000 Meter Höhe! Unser bevorstehendes Abenteuer ist das neueste Highlight im touristischen Angebot: Das Zillertal bietet gemeinsam mit den drei Top-Berghütten Wedelhütte, Kristallhütte und der Platzlalm sowie dem Mountainbikehersteller CENTURION Genusspakete mit E-Mountainbikes an. In den Paketen enthalten sind jeweils das Leihbike, Einkehr mit Feinschmeckermahlzeiten sowie bei den Zweitagestouren die Übernachtung in einer der drei Hütten. Auf unserer Tour wollen wir – nach einer herrlich entspannten Nacht und einem erstklassigen Frühstück – von der Platzlalm mit den E-Bikes zum Mittagessen in der Kristallhütte fahren und dann das höchst gelegene Tiroler Wirtshaus ansteuern, die Wedelhütte auf 2350 Meter Höhe.

      Premiere mit dem E-Mountainbike

      E-Bikerfahrer unterwegs

      E-Bikerfahrer unterwegs

      Die Fahrt mit dem E-Mountainbike ist eine doppelte Premiere für mich – normalerweise radle ich mit meinem Tourenrad möglichst im Flachland – und sehe mitunter schon Straßenbrücken als unzumutbare Anstiege an. Der Bergbezwingung sehe ich dennoch gelassen entgegen, in vollstem Vertrauen auf die Technik, die mich beim Strampeln unterstützen wird.

      Das Prinzip ist schnell erklärt: Den Elektroantrieb per Einschaltknopf aktivieren und die gewünschte Stufe einstellen: Von Eco bis Turbo kann ich auf meinem „Backfire“ (CENTURION Backfire E.29) unter vier Fahrmodi wählen.

      Sommer im Zillertal

      Sommertag im Zillertal

      Im sparsamen Eco-Betrieb erhalte ich bis zu 30 Prozent zusätzliche Unterstützung vom Motor, auf der nächsthöheren Stufe „Tour“ gilt ‚quid pro quo‘:

      Gebe ich 100 Prozent meiner Tretkraft, bekomme ich nochmal so viel dazu geschenkt.

      Im Turbo-Modus wird meine Eigenleistung gar mit zusätzlichen 250 Prozent gepuscht. Der Bike-Guide empfiehlt die Einstellung „Tour“ – sie soll uns perfekt unterstützen, verhindern, dass wir vor lauter Schubkraft das Gleichgewicht verlieren und dabei noch relativ stromsparend sein, so dass der Akku nicht so schnell entladen wird.

      Blick über das schöne Zillertal

      Blick über das schöne Zillertal

      Soweit die Theorie, doch wie sieht es mit der Praxis aus?

      Ganz kurz: Aus Berg wird Zwerg. Nach dem ersten Hoppla-Gefühl – der Pusch beim Anfahren kommt zunächst unerwartet und ungewohnt – fliegen wir davon, mein Bike und ich. Es macht Spaß, etwas stärker in die Pedale zu treten; das Gefühl, von hinten angeschoben zu werden, wird dabei umso größer.

      Ich solle mal raten, wie groß hier die Steigung ist, fordert mich der Tourguide auf. Und antwortet dann selbst: Über 20 Prozent geht es auf dieser Strecke durch das sommerlich verwaiste Skigebiet mitunter nach oben.

      Auf der Platzalm

      Auf der Platzalm

      Für mich eine völlig abstrakte Zahl – was sie bedeutet, erfahre ich aber bald selbst: Der Anstieg auf der Schotterpiste wird so steil, dass ich mich über den Lenker lehnen muss, damit das Vorderrad nicht abhebt. Absteigen? Kein Thema: Ich habe heimlich auf Turbo gestellt, und kann damit auch die extremsten Streckenabschnitte locker bewältigen.

      Und wie sieht es mit den nicht minder steilen Abfahrten aus? Wir machen die Probe aufs Exempel und üben die Bergabfahrt. Der Elektromotor wird ins Off geschickt, jetzt müssen die Räder und Bremsen zeigen, was sie können. „Dosiert bremsen, nicht zu langsam fahren und vor allem keine Vollbremsung mit der Vorderradbremse hinlegen“, rät der Guide.

      Wedelhütte – Genusskultur am Berg

      Wedelhütte – Genusskultur am Berg

      Nach der ersten Unsicherheit macht auch das Bergabfahren Spaß: Die großen 29-Zoll-Räder bleiben auch auf Geröll in der Spur, die Federgabel dämpft die Stöße, so dass Stock und Stein keine Hindernisse sind.

      So komme ich am Nachmittag fast schon zu entspannt an der Wedelhütte an. Hier wartet nur noch eine Herausforderung auf mich – ich muss mich entscheiden, wie ich die Zeit vor dem Abendessen am genussvollsten verbringe: beim Chillen auf der Sonnenterrasse? Im Whirlpool mit Alpenkulisse? In meiner eigenen Infrarotsaunakabine im Badezimmer meiner Suite? Oder fahre ich noch eine Runde, just for fun – der E-Bike-Akku hätte auch noch drei Balken Power …

      Die Hütten

      Kristallhütte - so lässt es sich leben

      Kristallhütte - so lässt es sich leben

      * Platzlalm – Berghütte mit Komfort: Die Platzlalm lädt mit großer Sonnenterrasse auf 1.790 Metern zum Genießen und Relaxen ein. Ein besonderes Erlebnis: die Übernachtung im herrlich duftenden Zirbenzimmer aus Zirbelkiefernholz.

       

       

      * Kristallhütte – cool wie ein Szenetreff, gemütlich wie eine Wirtsstube und edel wie ein Luxushotel. Laut dem Gourmetmagazin Falstaff ist die Kristallhütte eine einzigartige Gourmet- und Lifestyle-„Hütte“ auf 2.147 Metern. „Exquisite Leckereien, eine enorme Getränkeauswahl, Partys und Kunst-Ausstellungen – hier fehlt es einfach an nichts.“

       

      * Wedelhütte – Genusskultur am Berg. Auf 2.350 Metern beherbergt die Wedelhütte das höchstgelegene Weingewölbe der Alpen und das höchstgelegene Tiroler Wirtshaus. Großzügige Saunen und der Bergpanorama-Whirlpool auf der Wellnessterrasse komplettieren die exklusive Ausstattung.

       


       
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