URLAUB IN THAILAND - ZENTRALTHAILAND
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Urlaub in Zentralthailand
Zentralthailand ist die Region mit dem größten Wirtschaftspotential des Landes und Reiskammer der Nation. Die Region ist die wohlhabendste und am dichtesten bevölkerte Thailands. Das ländliche Leben richtet sich trotz der Nähe zur Hauptstadt Bangkok immer noch nach Anbau- und Erntezeiten. Die regelmäßigen Überschwemmungen des Chao Phraya haben zur Fruchtbarkeit der Böden und dadurch zu bescheidenem Wohlstand seiner Bewohner geführt. Darum ist der Sog der Großstadt, anders als in den Nord- und Nordostregionen Thailands, weniger zu spüren.
Das mag ein Grund dafür sein, dass sich besonders in dieser Region die thailändischen Hochkulturen angesiedelt haben: Die fruchtbare Ebene nördlich von Bangkok ist das historische Zentrum der Thai. Hier liegen die Ruinenstädte der alten Königreiche Sukhothai und Ayutthaya. Die Region ist aufgrund ihres Klimas ganzjährig gut zu bereisen.
Unteres Menam-Becken
Vom 14. bis 18. Jahrhundert war Ayutthaya in der breiten Schwemmlandebene des Menam Chao Phraya eines der bedeutendsten Handelszentren Asiens. Hunderte von Besuchern aus aller Welt bewundern heute täglich seine Tempel und Paläste. Als die Stadt 1767 zerstört wurde, wurde der Regierungssitz flussabwärts nach Bangkok verlegt. Westlich von Bangkok liegt Kanchanaburi, wie Ayutthaya ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge. Im Zweiten Weltkrieg bauten die Japaner hier eine Eisenbahn, die über die denkwürdige ‘Brücke am Kwae’ zum Drei-Pagoden-Pass nahe der Grenze zu Myanmar führt. Östlich der Ebene lockt Khao Yai - der älteste und am leichtesten erreichbare Nationalpark des Landes.
Lop Buri
Lop Buri ist eine der ältesten Städte Thailands mit historischer Bedeutung: Während der Ayutthaya-Ära war die Stadt ein wichtiger Vorposten des Königreichs. Ihre bedeutende Stellung erhielt sich bis in die Zeit , als Bangkok an Einfluss gewann. Die größte politische Bedeutung hatte Lop Buri im 17. Jahrhundert, als König Narai die Stadt für kurze Zeit zur Hauptstadt machte. Die Provinz wurde wegen ihrer vielen antiken Baudenkmäler bekannt.
Sehenswürdigkeiten in der Stadt Lop Buri
Die Statue des König Narai wurde 1966 erbaut. Phra Prang Sam Yot besteht aus drei, in einer Reihe angeordneten Prang. Prang Khaek war zuvor ein Hindu-Schrein und gilt jetzt als ältester Khmer-Schrein. Der Narai Ratchanivet Palace wurde im 17. Jahrhundert als Sommerrefugium von Ayutthaya-König Narai erbaut. Wat Phra Sri Rattana Mahathat ist der älteste und bekannteste Tempel in Lop Buri, der Phra Kan Schrein ist eine bekannte Buddha-Statue.
Ayutthaya
Prachtvolle Ruinen von Tempeln, Palästen und Festungsanlagen in der ganzen Provinz legen Zeugnis ab vom ehemaligen Glanz der Ayutthaya Periode: König U-Thong hatte Ayutthaya 1350 zur Hauptstadt seines Königreichs Siam gemacht. Im Jahr 1438 eroberte Ayutthaya unter König Boromaraja IV die Stadt Sukhothai. Das Königreich Ayutthaya bestand 417 Jahre lang und fiel nach einer Invasion Burmas im Jahr 1767. Die Stadt liegt inmitten einer ländlichen Umgebung von Reisfeldern, Shrimps- und Obstfarmen. Da die Stadt an allen Seiten von Wasser umgeben ist, bildet sie fast eine Insel.
Sehenswürdigkeiten in der Stadt Ayutthaya
Die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Stadt zeugen von Ihrer bewegten Vergangenheit und ihren großen Herrschern.
Innerhalb der Stadtmauern befinden sich der Königspalast, dessen Grundmauern noch erhalten sind, die von König Narai gebaute Suriyat-Amarin Halle, die Sanphet-Prasat-Halle, unter König Borom Trai Lokanat errichtet, die 1632 erbaute Chakrarat-Phaichayon-Halle und die 1643 von König Prasat Thong errichtete Viharn-Somdet-Halle. Die viergiebelige Banyong Rattanat-Halle wurde in der Mitte des Palastes erbaut. Aus Holz und Keramik besteht die Tri-Muk-Halle. Die Waffenhalle, wurde erst für Waffenübungen, später für Audienzen genutzt. Der Tempel Phra Si Sanphet gilt als der größte und schönste in Ayutthaya, und wurde nur für königliche, religiöse Zeremonien genutzt. Der Wat Mahathat diente als Schrein für heilige Buddha-Reliquien. Der Wat Ratchaburana wurde von König Borommaracha an jener Stelle erbaut, wo seine beiden im Kampf um die Macht getöteten Brüder eingeäschert wurden.
Außerhalb der Stadtmauern liegt der Wat Phanan Choeng mit seiner großen Buddha-Figur. Der Wat Yai Chai Mongkol wurde 1357 von König U-Thong erbaut, Wat Phu Khao Thong 1387 von König U-Thongs Sohn Ramesuan. Wat Na Phra Main, das am anderen Ufer des Lop Buri-Flusses liegt, wurde 1838 unter König Rama III restauriert.
Sehenswürdigkeiten in der Provinz Ayutthaya
Besonders sehenswert ist Bang Pa-In, eine kleine Insel mit Palast im Chao Phraya, auf der das Geburtshaus eines der letzten Ayutthaya Könige, der Wat Chumpon Nikayaram, liegt.
Kanchanaburi
Die Provinzhauptstadt Kanchanaburi mit 54.000 Einwohnern liegt am Zusammenfluss von Kwae Noi und Kwae Yai, auch River Kwai genannt. Sie bildet den Ausgangspunkt für ein landschaftlich reizvolles Gebiet mit zerklüfteten Bergen, Stauseen und Nationalparks mit wilden Wasserfällen und Tropfsteinhöhlen. Reizvoll ist auch die Möglichkeit, die Provinz auf Hausbooten zu erkunden. Bekannt ist Kanchanaburi durch die 1942/ 43 erbaute Birma-Siam-Eisenbahnlinie. Der Hollywood-Film von Pierre Brouille „Die Brücke am Kwai“ machte die Provinz weltberühmt. Heute ist die Bahnlinie, die nördlich der Stadt den Kwae-Fluss überquert, noch auf einer Strecke von 77 Kilometern erhalten. Die Fahrt von Kanchanaburi nach Nam Tok gehört zu den landschaftlich interessantesten Routen Thailands. Ende November bis Anfang Dezember findet in der Provinz die ‘Woche der River Kwai Brücke’ mit einer Sound- and Light-Show statt.
Sehenswürdigkeiten in der Stadt und Provinz Kanchanaburi
Die berühmte Brücke am Kwai ist umgeben von herber Naturschönheit. In der Nähe befinden sich die Soldatenfriedhöfe. Beim Bau der Eisenbahnlinie starben 100.000 asiatische Arbeiter und 12.000 alliierte Kriegsgefangene. Von Wat Tham Khao Pun aus hat man eine gute Aussicht auf den Fluss und die Bahnlinie, auch von Wat Tham Mongkhon Thong kann man einen schönen Ausblick genießen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Gefangenenmuseum ‘JEATH War Museum’, das Freilicht-Eisenbahnmuseum mit Loks und Waggons aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, die ‘Löwenstadt’ Muang Singh und der Tempelbezirk Wat Chaichumporn. Für Naturliebhaber bietet sich ein Besuch der Nationalparks Sai Yok, mit ruhigen Flusslandschaften und Unterkünften auf Hausbooten an. Der Nationalpark Erawan zählt mit seinem malerischen Wasserfall zu den beliebtesten Parks in Thailand.
Uthai Thani
Ausgrabungen bei Uthai Thani weisen darauf hin, dass dieses Gebiet bereits in prähistorischer Zeit besiedelt war. Die Provinz liegt abseits der Touristenpfade und wer auf Abenteuer aus ist, dem bieten sich hier zahlreiche Möglichkeiten. Im Oktober findet das Tak-Bat Devo-Fest statt. Am Tag des Festes werden die Opferschalen der Mönche gefüllt. Zu diesem Ereignis steigen Mönche vom Berg Khao Sakae Krang herab, um die Opfergaben der Bevölkerung in Empfang zu nehmen. Anschließend findet ein großes Volksfest statt.
Sehenswürdigkeiten in der Stadt Uthai Thani:
Im Kloster Wat Sangkat Rattana Khiri befindet sich eine Bronzestatue Buddhas aus der Sukhothai Periode. Sehenswert sind auch die Khao Sakae Krang Buddha-Fußabdrücke, die Wandmalereien im Wat Ubosatharam, das auch Wat Bot genannt wird, sowie Wat Mani Sathit Kapittharam mit einer Pagode im Khmer-Stil und Buddha-Reliquien.
Sehenswürdigkeiten in der Provinz Uthai Thani:
Hervorzuheben sind hier die historische Stadt Bung Khok Chang aus der Ayutthaya Periode, die Ruinen der alten Stadt Uthai Thani und das Wildlife-Reservat Huai Kha Khaeng. Letzteres wurde von der UNESCO in die Liste der Stätten des Weltkulturerbes aufgenommen. In unberührten Urwäldern und Prärielandschaften mit großem Wasserreichtum finden sich in diesem Reservat unzählige Tierarten wie Elefanten, Tiger, Rhinozerosse, Leoparden und Affen. 21 der hier lebenden Tierarten sind vom Aussterben bedroht und 65 gelten als gefährdet. In diesem Wildpark befindet sich auch der spektakulärste Wasserfall ganz Südostasiens, der 1988 zufällig per Helikopter entdeckt wurde: Er besteht aus insgesamt 98 verschiedenen Kaskaden. Beste Zeit um den Park zu besichtigen sind die Monate Dezember, Januar, Mai und Juni.
Oberes Menam-Becken
Je weiter man in den Norden des Menam-Beckens gelangt, um so dünner ist die Region bevölkert. Es gibt keine größeren Städte. Sehenswürdigkeiten sind hier vor allem alte Ruinenstädte, die von einer Vergangenheit zeugen, die von Machtkämpfen zwischen rivalisierenden Stadtstaaten geprägt war. Die Ruinen des alten Königreichs Sukhothai und den seinerzeit davon abhängigen Städten Kamphaeng Phet und Si Satchanalai rufen bei Besuchern immer wieder Staunen hervor. Zu den weiteren interessanten Orten in diesem Gebiet zählt die Stadt Phitsanoluk, die die Region mit Bangkok und dem Norden des Landes verbindet. Die Menschen leben hier hauptsächlich vom Reisanbau. Im Westen und Norden des Oberen Menam-Beckens gibt es viele Nationalparks und Tierschutzgebiete.
Sukhothai
Die aus dem Norden eingewanderten Thais haben das Gebiet um Sukhothai im Jahr1238 den Khmer abgerungen. Die im Khmer-Stil errichteten sakralen Bauten wurden später vielfach buddhistisch umgestaltet. Im 14. Jahrhundert wurde Sukhothai dem mächtigeren Ayutthaya angegliedert. Aufgrund ihrer bedeutenden Vergangenheit weist die Provinz eine Vielzahl an Ausgrabungsstätten profaner und sakraler Baukunst auf. Als ehemalige erste Hauptstadt des Königreichs Siam hat Sukhothai eine Menge historischer Sehenswürdigkeiten zu bieten. Der Historische Park - ein Komplex mit 16 buddhistischen Tempeln, vier Hindu-Schreinen, Festungswällen und vielem mehr - wurde 1987 eröffnet und von der UNESCO zum Welt-Kulturerbe erklärt.
Jedes Jahr im November wird hier das Loy Kratong and Candle Festival ausgerichtet. Bei Dunkelheit lässt man Schalen aus Bananenblättern mit brennenden Kerzen auf dem Wasser schwimmen. Höhepunkte des Festivals in Sukhothai sind die Umzüge mit brennenden Kerzen, ein Schönheitswettbewerb, das Feuerwerk und die Sound- and Lightshows. 1977 hatte man Loy Kratong in Anlehnung an das traditionelle, mehr als 700 Jahre alte Fest in den alten Ruinen des Parks aufleben lassen.
Sehenswürdigkeiten in der Stadt Sukhothai und im Sukhothai-Geschichtspark
In der City empfiehlt sich ein Besuch des Sukhothai Cultural Centers mit seinen Hotels, Restaurants und Kunstgewerbegeschäften. Der historische Park bietet zahlreiche Attraktionen: Das Ramkhamhaeng Nationalmuseum mit Skulpturen und Keramiken. Die Königsresidenz, erbaut auf einer Fläche von 160.000 Quadratmetern, mit dem angegliederten Wat Mahathat war einst der spirituelle Mittelpunkt des Sukhothai-Reiches. Die Ruinen des Wat Si Sawai mit drei Prangs. Der Haupt-Prang im Hindu-Stil war ursprünglich ein hinduistisches Heiligtum, später wurde das Kloster jedoch buddhistisch. Der Wat Traphang-Ngoen mit Stuck-Buddhas, die Khmer-Tempel Wat Sa Si, Wat Chana Songkhram und der auf einer Insel im See gelegene Wat Traphang-Thong bieten sich zur Besichtigung an. Ebenfalls sehenswert ist der Wat Phra Phai Luang, von dem man vermutet, dass er einst das Zentrum der Khmer-Hauptstadt war. Das Celadon Kiln Site Study and Conversation Center stellt die Reste von antiken Brennöfen aus Ziegeln aus.
Sehenswürdigkeiten in der Provinz Sukhothai
Der am Ufer des Yom Flusses gelegene Si-Satchanalai-Chalieng-Geschichtspark lädt zu einer Reise in die Geschichte ein. Die Stadt Si-Satchanalai war früher Schwesterstadt Sukhothais und Sitz des Vizekönigs. Hier befinden sich Wat Chang Lom, das erste im Sri-Lanka-Stil erbaute und ein mit 39 Gipselefanten geschmücktes Monument, Wat Chedi Chet Theo mit verschiedenen chedis aus der Sukhothai-Zeit, Wat Nang Phaya, der ‘Tempel der Königin’ und der Wat Phra Si Rattana Mahathat, der eine Kombination verschiedener architektonischer Stile aufweist. Der Si Satchanalai Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von 213 Quadratkilometern, lockt mit einer Vielzahl an Wasserfällen und ist besonders gut zur Vogelbeobachtung geeignet.
Phitsanulok
Als wichtiger Verkehrsknotenpunkt zwischen Bangkok, dem Menam-Becken und dem Norden des Landes, ist Phitsanulok mit seinen 88.000 Einwohnern das Reiseziel zahl-reicher Besucher. Jedes Jahr im Oktober wird hier das Phitsanulok-Bootsrennen veranstaltet.
Sehenswürdigkeiten in der Stadt Phitsanulok
Das Wat Phra Si Rattana Mahathat, auch bekannt als Wat Yai, mit einer hochverehrten goldenen Buddha-Statue, zieht Pilger aus ganz Thailand an. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Sergeant Major Thawee’s Folk Museum mit ländlicher Volkskunst und die Buddha-Gießerei.
Sehenswürdigkeiten in der Provinz Phitsanulok
Das Wat Chulamani wurde 1464 errichtet, in ihm ließ sich König Borommatrailokanat 1465 nach seinem Verzicht auf die Herrschaft zum Mönch weihen. Der Thung-Salaeng-Luang-Nationalpark bietet auf 1.262 Quadratkilometern optimale Bedingungen zum Wandern und Vögel beobachten; gelegentlich sind Hirsche und Elefanten zu sehen.
Kamphaeng Phet
Die Provinzhauptstadt ist mehr als 700 Jahre alt und liegt am linken Ufer des Flusses Ping. 1347 gegründet, war Kamphaeng Phet über Jahrhunderte hinweg eine Garnisonsstadt der Könige von Sukhothai und Ayutthaya.
Sehenswürdigkeiten in der Stadt Kamphaeng Phet
Ruinen der Alten Stadt: Kamphaeng-Phet-Nationalmuseum mit Bronzestatuen hinduistischer Gottheiten, der Wat Phra Kaeo, die größte historische Stätte der Stadt, der Wat Phra That, mit einem eindrucksvollen chedi aus der späten Sukhothai-Periode. Ruinen von Aranyik: viele Tempel, die früher von einer strengen, buddhistischen Mönchsgemeinde genutzt wurden, darunter der eindrucksvolle Wat Chang Rop.
Sehenswürdigkeiten in der Provinz Kamphaeng Phet
Sehenswerte Naturschönheiten der Provinz sind der Khao Son Forest Park, der zu Wanderungen einlädt und der Mae-Wong Nationalpark mit seinen schönen Wasserfällen und heißen Quellen. Im Khlong-Lan-Nationalpark leben auf einer Fläche von 300 Quadratkilometern unter anderem Tiger und asiatische Schwarzbären. Zu den Hauptattraktionen der Region zählt der Khlong-Lan-Wasserfall, der aus einer beachtlichen Höhe von 95 Metern in ein Becken stürzt.




