URLAUB IN DEN NIEDERLANDEN - DIE PROVINZ ZEELAND

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Die niederländische Provinz Zeeland

Saubere Strände sind in Zeeland überall zu finden

Saubere Strände sind in Zeeland überall zu finden. Fotos: NBTC

Die südlichste Region der Niederlande ist Zeeland. In Deutschland wird Zeeland oft Seeland geschrieben, was zur Verwechslung mit der großen dänischen Insel Seeland führen kann.

Zeeland liegt südlich der Provinz Südholland und westlich von Brabant. Mehr noch als in anderen Provinzen der Niederlande hat das Meer das Leben der Menschen stark beeinflusst. Permanent nagten die Gezeiten, trotz Deichen, Dämmen und Buhnen, an den Küsten der zahlreichen Inseln der Provinz, Stürme zerstörten in Stunden die Arbeit von Jahren und Jahrzehnten.

Dadurch dass die Schelde von Süden her und die Maas von Osten kommend in die Nordsee mündeten, wurde die Situation noch komplizierter. Sturmfluten, vor allem Weststürme, drückten die Wassermassen in die Flüsse und auch weitab vom Meer wurden durch das entstehende Hochwasser riesige Gebiete überflutet.

 

Typische Dünenlandschaft in der Provinz Zeeland

Typische Dünenlandschaft in der Provinz Zeeland

Nach einer schrecklichen Sturmflut Ende Januar 1953 mit sehr vielen Toten wurden beschlossen, das ganze Gebiet zwischen Rotterdam und Antwerpen einzudeichen, um endlich der Bevölkerung umfassenden Schutz zu bieten. Dabei wurde der ökologische Fehler vermieden, den man beim Bau des Abschlussdeiches am Ijsselmeer gemacht hat. Die eingedeichten Gebiete wurden nicht hermetisch von der Nordsee getrennt, was zur Folge gehabt hat, dass die Meeresflora und Fauna, beispielsweise in der Osterschelde oder im Grevelingmeer, erhalten werden konnte.

Die Artenvielfalt nahm sogar deutlich zu, da die Küste sich in großen Bereichen von einer Sandküste zu einer Art Felsküste entwickelt konnte. So findet man heute neben Scholle, Seezunge, Rochen, Aal, Hering, Krabben und Miesmuschel auch Hummer, Austern, Tintenfische, Pollack und Seebarsche in großer Zahl. Zur Freunde vieler Urlauber ist zudem der Bestand an Robben stark angestiegen.

Marina  in Port Zeelande

Marina in Port Zeelande. Foto: Hans-Joachim Franzen

Das Meer ist der Hauptanziehungspunkt für alle Zeelandurlauber. Trotz der umfassenden Schutzmaßnahmen sind manche Gewässer Zeelands immer noch sehr gefährlich, vor allem diejenigen, in denen starke Gezeitenströmungen auftreten. Sowohl die Westerschelde und auch die Osterschelde sollte man niemals mit Luftmatratzen oder Badebooten „befahren“ und auch das Schwimmen ist nur an bewachten Stränden zu empfehlen.

Das Veerse Meer und das Gervelingmeer wiederum haben nur eingeschränkte Verbindung zur Nordee, so ist hier Baden, Windsurfen, Segeln und andere Wassersportarten bedeutend gefahrloser möglich.

Wer Urlaub in Zeeland macht, der sollte auch den historischen Städten der Provinz einen Besuch abstatten, zum Beispiel der Provinzhauptstadt Middelburg. Wahrzeichen der Stadt Middelburg mit ihren 47.000 Einwohnern ist der 91 Meter hohe Turm der Abteikirche. Die Provinzregierung ist in dem ehemaligen Kloster Onze Lieve Vrouwe Abdij untergebracht. Der umfangreiche Gebäudekomplex ist zwischen dem 12. und 16 Jahrhundert erbaut worden. Ebenso imposant ist das Stadthaus am Marktplatz. Seine gotische Fassade ist eine der schönsten Nordeuropas.

 

Urlaubszentrum der Provinz Zeeland ist Renesse. Renesse liegt im Nordwesten der Insel Schouwen-Duiveland. In der Saison haben zahlreiche Szene-Kneipen, Restaurants, Bars und Diskotheken geöffnet. Hier verbringen viele Jugendliche ihre Ferienwochen mit Feiern, Flirten und Tanzen. Von der Nordsee mit ihren Stränden ist Renesse nur durch einen Dünengürtel getrennt.

 


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