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Yucatán - Urlaub in Mexikos traumhaften Süden

In Yucatán machen auch Flamingos Urlaub. Foto: Mexico Tourism Board/MTB

In Yucatán machen auch Flamingos Urlaub. Foto: Mexico Tourism Board/MTB

Der Polyglott-Reiseführer „Mexiko“ beschrieb die mexikanische Halbinsel 1999 wie folgend: „Wenn Mexiko auf der Landkarte die Form eines Angelhakens hat, dann ist die Halbinsel Yucatán der Köder, der schon viele Touristen angelockt hat.“

 

Tatsächlich verbringen heutzutage die meisten ihren Mexiko-Urlaub auf der südlichen Halbinsel Yucatán. Diese streckt sich an der südlichen Ostküste ins Karibische Meer hinein. Yucatán ist in die drei Bundesstaaten Campeche, Yucatán und Quintana Roo aufgeteilt, wobei Qintana Roo an der Riviera Maya – wie der Küstenstreifen zwischen dem nördlichen Cancún und dem südlichen Tulum genannt wird – die meisten Urlaubsorte aufweist.

 

Seine Beliebtheit verdankt Yucatán den paradiesischen Karibikstränden, die von türkisblauem Wasser und tropischen Palmen eingerahmt werden. Abseits der großen Touristenorte an der Riviera Maya findet man noch menschenleere Strände, an denen man sich wie auf einer einsamen Insel fühlen kann. Dahinter liegen tropische Wälder, in denen alte Maya-Städte versteckt sind.

 

Auf Yucatán kommen sowohl Pauschal-, wie auch Individualreisende auf ihre Kosten. Während sich erstere besonders an der Riviera Maya wohlfühlen, lohnt es sich für letztere sich einen Mietwagen zu nehmen und die Sehenswürdigkeiten Yucatáns auf eigene Faust zu erkunden. Schließlich gibt es auf diesem schönen Fleckchen Erde so viel zu entdecken, wie zum Beispiel die alte Maya-Stadt Chichén Itzá. Naturliebhaber reizt besonders die exotische Pflanzen- und Tierwelt, während Taucher vor der Küste einzigartige Unterwasserwelten entdecken können.

 

Da die meisten ausländischen Urlauber Yucatán über den internationalen Flughafen von Cancún erreichen und von dort die tropische Halbinsel besichtigen/erkunden, beginnen wir unsere „Rundreise“ in dem berühmt berüchtigten Urlaubsort an der Riviera Maya.

Cancún - Urlaubshochburg an der Riviera Maya

Mall in Cancún. Foto: Carlos Olmedo

Mall in Cancún. Foto: Carlos Olmedo

Die an der Nordostküste gelegene Touristenhochburg Cancún wurde erst Anfang der 1970er systematisch angelegt, nachdem eine Computeranalyse die Stadt zum besten Ort Mexikos auserkoren hatte. 1972 eröffnete das erste Hotel und weitere sollten folgen. Die besten und schönsten findet man am Boulevard Kukulcán, wo etwa 50 der Hotelriesen stehen. Bis heute ist die Beliebtheit Cancúns ungebremst, schließlich erfüllt die Stadt alle Wünsche, die das – vor allem amerikanische – Touristenherz begehrt. Für Europäer wirkt der stark amerikanisierte Urlaubsort jedoch manchmal zu kommerziell. Ein weiterer Minuspunkt sind die teils sehr hohen Preise, die in den Malls verlangt werden.

 

Kleiner Tipp: Im Stadtzentrum sind die Waren etwas billiger zu erstehen und es lohnt sich die Stadt auf eigene Faust zu erkundigen, da das Busnetz sehr gut ist. Es gibt kaum Wartezeiten und auch, wer kein Spanisch spricht, kommt mit dem Busnetz gut zurecht. Trotz der kleinen Minuspunkte ist Cancún ein tolles Reiseziel für alle, die ihren Urlaub vor allem am Strand verbringen möchten. Wenn es dann doch einmal zu langweilig wird, gibt es genug Ausflugsziele in der Umgebung Cancúns.

Urlaub auf Isla Mujeres - ein Paradies für Schnorchler und Taucher

Abendstimmung in Playa del Carmen. Foto: MTB

Abendstimmung in Playa del Carmen. Foto: MTB

13 Kilometer vor Cancún liegt die Isla Mujeres, eine ruhige und recht beschauliche Insel. Von Puerto Juárez aus gelangt man mit einer Fähre auf das Eiland. Die „Fraueninsel“ verdankt ihren Namen den weiblichen Figuren, die die spanischen Eroberer hier fanden. Sie ist zwar im Gegensatz zu früher kein einsames Paradies mehr, bietet jedoch mehr Ruhe als der große Nachbar Cancún, weshalb sich ein Ausflug auf die Isla Mujeres immer lohnt.

 

Mit Booten und Mopeds, die man hier überall leihen kann, lässt sich die Insel prima erkundigen. Für Taucher und Schnorchler bietet die Unterwasserwelt vor der Isla Mujeres einige schöne Eindrücke. Ein besonderes Highlight sind die Wracks der Piratenschiffe, die vor El Dormitorio im zehn Meter tiefen Wasser liegen.

Playa del Carmen - Urlaub in besonderem Ambiente

Playa del Carmen ist ein weiterer beliebter Urlaubsort an der Riviera Maya. Er gilt zwar als ähnlich touristisch wie das 45 Autominuten entfernte Cancún, konnte sich jedoch gleichzeitig den Charme eines verträumten Fischerortes erhalten. Dies liegt wohl daran, dass hier nicht ganz so viele amerikanische Bars und Diskos zu finden sind wie in Cancún. Von Playa del Carmen legen jede halbe Stunde Fähren zur vorgelagerten Insel Cozumel ab. Ein Ausflug auf die circa 20 Minuten entfernte Insel sorgt für Abwechslung, denn Cozumel hat Urlaubern einiges zu bieten.

Cozumel - bereits Jaques Costeau machte hier Urlaub

Am Palancarriff tauchte schon Jaques Costeau. Foto: MTB

Am Palancarriff tauchte schon Jaques Costeau. Foto: MTB

Die Insel Cozumel liegt rund 19 Kilometer vor der Küste, in Sichtweite des Badeorts Playa del Carmen. Die „Schwalbeninsel“ Cozumel ist die größte bewohnte Insel Mexikos und war früher eine heilige Maya-Stätte, die der Mondgöttin Ixchel geweiht war. Besonders Frauen pilgerten hierher, um sich in Liebes- und Fruchtbarkeitsfragen Hilfe von der Göttin zu erbitten. Nach der Eroberung blieb Cozumel zunächst unbewohnt, weshalb viele Piraten die Insel als Versteck benutzten. Wer Glück hat, findet bei einer Inselerkundung vielleicht sogar einen alten Piratenschatz.

 

Ganz andere Schätze verbergen sich vor der Cozumels Küste im Meer, denn die Gewässer rund um die Insel gehören mit einer Sichtweite von bis zu 70 Metern zu den klarsten der Welt. Darüber hinaus locken die artenreichen Korallenriffe im Westen der Insel zu Erkundungstouren. Das Palancarriff (spanisch: Arrecife Palancar) im Südwesten der Insel hat schon bei so manchem Taucher Begeisterung ausgelöst. Auch der Meeresforscher Jaques Costeau fand das Riff so toll, dass er hier in den 60er Jahren Filmaufnahmen machte.

Das tolle an den Tauchgebieten Cozumels ist, dass es sowohl Gebiete für Einsteiger, als auch für erfahrene Taucher gibt.

 

Viele Touristen besichtigen in ihrem Urlaub den Nationalpark Chankanaab, der sich an der Westküste der Insel befindet. Hier haben die Besucher freie Auswahl zwischen Schnorcheln im Unterwasserpark, Schwimmen mit Delfinen, dem Besuch des Botanischen Gartens, Spaß und Action im Freizeitpark oder einem Rundgang durch das Mayafreilichtmuseum.

 

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