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Widukind - Blick auf den Wittekindsberg an der Porta Westfalica

Die bekannteste Sehenswürdigkeit auf dem Wittekindsberg ist das Kaiser-Wilhelm-Denkmal, das 1986 eingeweiht wurde. Doch auch jener Teil des Berges, der abseits des Nationaldenkmals liegt, avancierte im 19. Jahrhundert zu einem zentralen "Ort vaterländischer Besinnung". Grund war die damals einsetzende Verehrung bürgerlich-nationaler Kreise für den legendären sächsischen Heerführer Widukind (Wittekind). Widukinds erbitterter Kampf gegen die Einverleibung Sachsens durch das Frankenreich Karls des Großen (Sachsenkriege) wurde von vielen glühenden Patrioten mit dem Widerstand gegen die napoleonische Fremdherrschaft gleichgesetzt. Den Namen "Wittekindsberg" erhielt der Berg an der Porta Westfalica im Mittelalter. Grund war eine hier angesiedelte Wallanlage, die ab dem 15. Jahrhundert (fälschicherweise) als Residenz des Sachsenherzogs gedeutet wurde und die bis heute "Wittekindsburg" heißt. Viele Sehenswürdigkeiten auf den Berg wurden im 19. Jahrhundert zu beliebten Ausflugszielen - für radikale Patrioten aber auch zu "Kultstätten". Hervorzuheben sind u. a. das Berghotel Wittekindsburg, die Wittekindsquelle, der Wittekind-Gedenkstein auf Gut Wedigenstein, der Moltketurm (ehemals Aussichtsturm "Wittekindsstein") und die Magarethenkapelle (früher auch "Wittekindskapelle"). In den 30er Jahren existierten in Nazi-Kreisen Pläne, auf den Berg eine neuheidnische "Altgermanische Opferstätte" zu errichten. Dies lies sich aber glücklicherweise nicht realisieren. Mehr über Widukind ...


Wittekindsberg, Porta Westfalica

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