URLAUB IN RUMÄNIEN - WESTKARPATEN
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Die schönsten Wanderziele der rumänischen Westkarpaten
Die Westkarpaten (Muntii Apuseni) sind einmalig nicht wegen der hohen Gipfel, sondern wegen ihren wertvollen Kalkbildungen. Zahlreiche Poljen mit Speilöchern und Ponoren, Schluchten, Dolinen, Höhlen bilden einen eindrucksvolle Karstlandschaft. Eine abwechslungsreiche Landschaft, wo man immer wieder spektakuläre Überraschungen antrifft, ohne dass man einer zu hohen körperlichen Anstrengung ausgesetzt wird.
Das Gebiet umfasst den Nationalpark des Karstes und das Motzenland. Die Motzen sind sehr freundliche und einfache Bergbauern, die in Höhen von bis zu 1400 Metern wohnen.
Die Westkarpaten sind ein ausgedehntes Gebiet. Es lohnt sich nicht, lange an einem Ort zu bleiben. Am besten fährt man täglich ein wenig mit dem Wagen um alle schönen Plätze zu besichtigen. Als Übernachtungsorte sind die Stadt Oradea, das Boga Tal und der Gebirgspass Vartop zu empfehlen.
Der Höhepunkt - Cetatile Ponorului
Cetatile Ponorului stellt einen aus drei großen, bis zu 200 m tiefen Einsturzdolinen gebildeten Komplex dar. Die beiden unteren Dolinen sind durch einen Riesenhöhle, durch die der Bach fließt, miteinander verbunden. Hier treffen zwei unterirdische und ein oberirdischer Wasserlauf zusammen.
Klammen, Höhlen, und Karsthochländer
Eine Wanderung durch den Sighistel Tal bietet sehr viel. Es ist ein Gebiet mit ca. 400 Höhlen, viele haben wunderschöne alte Tropfsteine. Man folgt einen Bach durch das enge Tal. Am Ende findet man eine Schlucht mit einen Enge von einem Meter und mit einem Wasserfall. Eine andere beeindrucksvolle Schlucht ist die Galbena. Das Wasser taucht hier aus einer Karstquelle auf und verschwindet immer wieder in Höhlen. Die hohen Klammen bilden hier auch unvergessliche Schönheiten.
Eine der schönsten Höhlen ist die Pestera Ursilor (Bärenhöhle). Es ist voll mit Bärenknochen und Tropfsteinen. Die interessanteste Höhle ist die Meziad Höhle. Es hat eine Länge von fünf Kilometern und bietet eine Vielfalt von Karstbildungen (Tropfsteinen die schief fallen, mit verschiedene Längen und Breiten). Man kann hier sehr gut die Entwicklung einer mehrstöckigen Austrittshöhle beobachten. Es gibt einen Bereich voll mit Fledermäusen. Man kann eine natürliche Brücke in einer Höhe von 30 Metern überqueren und die Tiere auch von unten beobachten. Zudem findet man hier Knochenreste des vor 15 000 Jahren ausgestorbenen Höhlenbären.
Die Karsthöhle von Scarisoara ist die größte vereiste Höhle Rumäniens (zweitgrößte in Europa) und beinhaltet Eismassen von 75 000 Kubikmetern. Für das gemäßigte Klima und die geringe Höhe ist dies eine recht große Eismasse. Das Alter der ältesten Eisschichten wurde mittels Pollenanalyse auf 3700 Jahre datiert.
Der Einstieg liegt 1206 Meter über NN und besteht aus einer Doline mit steilen Wänden, die stellenweise fast 50 Meter hoch sind. Die Höhle besteht aus einer großen Halle, von der aus man einen kleinen Raum gelangt, den die Einheimischen "Kirche" nennen. Hier gibt es sehr schöne "Stalaktiten" und "Stalagmiten" aus Eis, die jedes Jahr neue Form haben. Der ganze Boden ist von Eis bedeckt.
Im Norden der Westkarpaten findet man die größten Karsthochländer Rumäniens. Einen guten Eindruck bietet die Acre Weide. Es ist eine Polje mit einer Höhle in einer Felsenwand, wo das Wasser sich verliert. Auf dem Rückweg besichtigt man eine Höhle aus der dasselbe Wasser auftaucht.




