URLAUB IN SPANIEN - DIE AUTONOME GEMEINSCHAFT KASTILIEN-LEÓN

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Urlaub in Spanien - die autonome Gemeinschaft Kastilien-Leon

Weinlabyrinth

Rueda, Weinlabyrinth. Fotos: Berit Böhme

Kastiliens Klima ist rau, obwohl dort die Sonne bis zu 2700 Stunden im Jahr scheint. Im Winter herrschen Minusgrade, während das Quecksilber im Sommer über die 40-Gradmarke klettert. Der Boden ist karg und steinig, Niederschläge sind selten. Dennoch widmeten sich bereits im Mittelalter zahlreiche Klöster dem Weinanbau. Heute ist die Gegend um Ribera del Duero bekannt für ihre Rotweine, in Rueda dreht sich alles um die Produktion von Weißwein.

In Rueda verwenden die Winzer gerne die weiße Traube namens Verdejo. Verdejo-Weine müssen zu mindestens 85 Prozent aus dieser Traube hergestellt sein, um ihren Namen auf dem Etikett zu führen. Gerne kombinieren die Winzer Verdejotrauben mit Sauvignon Blanc oder Palomino. Internationaler Beliebtheit erfreut sich Rotwein aus Ribera del Duero. Die hauptsächlich dafür verwendeten Tempranillo-Reben wachsen auf einer Durchschnittshöhe von 700 Metern

Weinproben

Wein - gut gelagert

Gut gelagert!

Große Firmen kaufen in Kastilien zunehmend kleine Familienweingüter auf. Und investieren gerne in das äußere Erscheinungsbild ihrer Bodegas. In manchen Gegenden tobt sogar Art Architekturwettkampf. Statt rein funktionaler Gebäude entstehen Prachtbauten mit angeschlossenen Besucherzentren oder integrierten Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben. Hell und modern präsentiert sich beispielsweise die Bodega Legaris in Curiel del Duero. Legaris gehört zum katalanischen Weinimperium Codorniu. Besucher sehen dort den Produktionsablauf und die Lagerung durch große Glasfronten und spazieren auch durch die Weinberge. Legaris setzt auf die Verschmelzung von Tradition und moderner Technik, sogar der Lichteinfall an den Rebstöcken wird gemessen und analysiert. Besuche sind nach Voranmeldung möglich, Kontakt unter der Telefonnummer +34 983 878088.

Am Ariadnefaden durchs Labyrinth

In den Winzerorten verbergen sich unter der Erdoberfläche etliche Keller und Gänge. Viele werden heute nicht mehr genutzt und verrotten. Die Bodega Yllera in Rueda hat einen Kilometer Kellerlabyrinth vor dem Verfall bewahrt und führt nun Besucher unter dem Motto „El Hilo de Ariadne“ (Der Ariadnefaden) hindurch. In 15 bis 25 Meter Tiefe streifen die Besucher zwischen alten Weinfässern und Flaschen umher. Zehn Stationen informieren mit farbenfroher Dekoration über die griechische Mythologie und die Vielfalt der Weine. In den Kellern herrschen stets Temperaturen von zwölf Grad, warme Kleidung ist deshalb angebracht.

Weinmuseum in Peñafiel

Im Herzen des Ribera-Gebiets liegt Peñafiel. Hoch über dem Örtchen thront die gleichnamige Burg aus dem 11. Jahrhundert. In einem der Burghöfe steht ein hölzerner Kubus, in dem seit 1996 das Weinmuseum untergebracht ist. Auf drei Etagen und über 2.000 Quadratmetern erzählt das Museum die Geschichte und Technik des Weinanbaus in Ribera del Duero. Die Ausstellungsmacher setzen dabei auch auf Multimediales und Sinnliches. Neben zahlreichen Filmen laden Experimentierstationen zum Erschnuppern von Aromen ein. Für ausländische Gäste stellt das Museum Hörknochen in englischer Sprache zur Verfügung. Lohnenswert ist der Aufstieg zu den Zinnen, dort bietet sich ein weiter Panoramablick. Das Kombiticket für Weinmuseum und Burg kostet sechs Euro. Zudem bietet das Museum Weinverkostungen und Weinkurse für Laien und Profis an. Mehr Infos auf der Seite www.museodelvinodevalladolid.es

 

Autorin: Berit Böhme


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