WANDERURLAUB AM VOGELSBERG
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Vogelsberg - Wandern auf dem Vulkan
Der Vogelsberg ist ein erloschener Vulkan und bildet mit seinen beiden höchsten Erhebungen Taufstein (773 Meter) und Hoherodskopf (764 Meter) das größte zusammenhängende Basaltmassiv auf dem europäischen Kontinent. Wenn man sich Ortschaften wie Herbstein, Ulrichstein oder Stornfels nähert, erkennt man die zu Basalt erstarrten Spuren des Vulkans schon auf den ersten Blick. Auf kleinen Basaltkuppen stehen hier die Kirchen und Bürgerhäuser über den ehemaligen Vulkanschloten.
Wandermöglichkeiten gibt es im Vogelsberg viele, aber besonders empfehlenswert sind die neuen Premiumwege "Extratouren-Vogelsberg", die für ihre Erlebnisqualität mit dem Deutschen Wandersiegel ausgezeichnet wurden, sowie der Vulkanring Vogelsberg.
Einer dieser Wege ist der mit einen "H" gekennzeichnete, etwa acht Kilometer lange Höhenrundweg.
Nur wenig abseits der Straßen, Parkplätze und Gaststätten findet der Wanderer hier eine - dem früh begonnenem Naturschutz sei Dank - natürliche Landschaft mit abwechslungsreichem Wald und stimmungsvollen Hochmooren. Der Höhenrundweg erschließt auf weitgehend fußfreundlichen Wegen auch die sonst unzugänglichen und besonders reizvollen geschützten Bereiche. Zu den Hauptattraktionen gehören die urwüchsigen Blockfelder des Taufsteins, der wilde Geiselstein und die großartigen Ausblicke von den Wiesen am Hoherodskopf. Der Hoherodskopf selbst ist Ausgangs- und Endpunkt und mit Gastronomiebetrieben, Sommerrodelbahn, Skiliften und dem Informationszentrum des Naturparks Hoher Vogelsberg, ein Anlaufpunkt zu jeder Jahreszeit.
Die anderen Extratouren finden Sie unter www.extratouren-vogelsberg.de.
Auf Tuchfühlung mit dem Vulkan - der Vulkanring Vogelsberg
Der neue Spitzenwanderweg des Vogelsberges ist der 130 Kilometer lange Vulkanring Vogelsberg ("VV"), der den Vulkan umrundet. Er wurde nach den Kriterien des Deutschen Wandersiegels konzipiert. Ziel des neuen Wanderweges: Die einzigartigen Landschaftsbilder des Vogelsberges für den modernen, erlebnisorientierten Wandergast zu erschließen.
Der Vulkanring Vogelsberg führt zu den Flanken des riesigen Vulkanschilds. Während nach Osten die oft offene Landschaft in eher sanften Wellen abfällt und fast den Eindruck einer Hochfläche vermittelt, ist der steilere Westen waldreicher und von tiefen Tälern zerfurcht. Das durchschnittliche Höhenniveau des Weges liegt zwischen 400 und 500 Metern, so dass von den zahlreichen Bergkuppen des Vulkankegels weite Blicke bis in die umliegenden Mittelgebirge möglich sind. Zudem bieten viele Wegstrecken Panoramablick.
Natürlich folgt der Weg den Spuren des erloschenen Vulkans. Bizarre Basaltklippen und große Basaltmassive türmen sich vor allem im östlichen Vogelsberg am Wegesrand auf. Einige Wälder sind mit riesigen Basaltblöcken durchsetzt. Am Wegesrand trifft man hier und da auf einen stillgelegten Basaltsteinbrucht, der einen Blick in erkaltete "Herz" des Vulkanes bietet. Auf den häufig landwirtschaftlich genutzten Feldern unterhalb der Wegstrecke wurden zahllose Basatsteine an den Grundstücksgrenzen zu Lesesteinwällen geschichtet. Darauf hat sich eine reichhaltige Heckenflora entwickelt, die Wanderfreunden an heißen Sommertagen als Schattenspender gute Dienste leisten.
Der neue Wanderweg erschließt zudem an zahlreiche reizvolle Städtchen und Dörfer der dünn besiedelten ländlichen Region. Viele Orte wirken mit ihrer Fachwerkarchitektur und den Schindeln wie idyllische Bergdörfer.
Wandern auf den Spuren des Bonifatius-Trauerzuges
Durch die Wälder des Vogelsberges führt übrigens auch die 2004 feierlich eingeweihte Bonifatius-Route. Ausgangs- und Endstationen der Route sind die bedeutenden alten Bischofsstädte Mainz und Fulda mit ihren beeindruckenden Kirchenbauten. Sie folgt den Spuren des Trauerzuges, der im Jahr 754 unter starker Anteilnahme der Bevölkerung den Leichnam des Missionars und Kirchenreformers Bonifatius von Mainz zu seiner letzten Ruhestätte nach Fulda brachte.
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten am Vogelsberg zählt die Ruine der mittelalterlichen Marcellinuskapelle in der Nähe des Dörfchens Burkhards. An dieser Stelle soll der Leichenzug seinerzeit zwecks Wassersuche eine Rast eingelegt haben. Nahe der Herchenhainer Höhe befindet sich zudem mitten im Wald eine Berghöhe namens "Bonifatiuskanzel", wo der Heilige der Überlieferung nach missionarisch tätig war.



