WANDERURLAUB IN DER SÄCHSISCHE SCHWEIZ
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Sächsische Schweiz - Wandern im Kletterparadies
Die unweit von Dresden gelegene Sächsische Schweiz bezeichnet den sächsischen Teil des Elbsandsteingebirges.
Wer zum Wandern in die Sächsische Schweiz kommt, wird vor allem von den spektakulären Landschaften angezogen. Mächtige Tafelberge, atemberaubende Gründe und Schluchten, bizarre Felsformationen mit steilen Felsnadeln, aber auch sanfte Hochflächen bilden im Elbsandsteingebirge ein Naturspektakel, das tatsächlich Seinesgleichen sucht. Mutter Natur hat während Jahrmillionen ganze Arbeit geleistet, als sie auf einer zusammenhängenden Sandsteinplatte durch Abtragung und Verwitterung diese beeindruckende Landschaft formte.
Seit 1990 schützt der "Nationalpark Sächsische Schweiz" einen großen Teil der Wanderregion. Zu den Naturhighligts der Region gehören nicht zuletzt die einmaligen "Urwaldreservate", die sich in vielen kaum zugänglichen Felsregionen erhalten konnten.
Heute ist die wildromantische Felsenwelt der Sächsischen Schweiz das größte Klettergebiet Deutschlands. Vielerorts kann der Wanderfreund wagemutige Sportkletterer beobachten, die sich an den steilen Wänden und Felsnadeln des Gebirges versuchen.
Für ihre eigene Betätigung finden Wanderer in der Sächsischen Schweiz 1200 Kilometer markierte Wanderwege vor. Manche Steiganlagen sind Bestandteil der ausgeschilderten Wanderrouten - etwa der "Wildschützensteig" in den Schrammsteinen - so dass kann Wandern und Klettern auch miteinander kombinieren kann.
Wanderziele in der Sächsischen Schweiz
Ein äußerst beliebtes Wanderziel ist das Felsmassiv der Bastei.
Die berühmte Basteiaussichtsfelsen bietet einen grandiosen Blick auf die Elbe, den Lilienstein (seines Zeichens der markanteste Tafelberg in der Sächsischen Schweiz), die Festung Königsstein und die umliegenden Felsmassive. Hinauf geht man recht bequem von Oberrathen aus, vorbei am Amselsee und den "Schwedenlöchern". Bei den Schwedenlöchern handelt es sich um eine abenteuerliche Schlucht mit über 700 Stufen. Die Schlucht erhielt ihren Namen in Erinnerung an den Dreißigjährigen Krieg, als sich die Bauern der Gegend hier samt ihrer Habe vor den Schweden in Sicherheit brachten.
Wer die Sächsische Schweiz etwas näher kennenlernen möchte, sollte sich einer der geführten Touren im Nationalpark anschließen. Besonders interessant sind Wanderungen über die Schrammsteine oder zur Wolfsschlucht.
Die Schrammsteine und die angrenzenden Affensteine stellen mit ihren wilden Felsformationen das eigentliche Zentrum des Elbsandsteingebirges dar. Wanderer wie Bergsteiger finden hier ein komplexes Felslabyrinth mit einer Vielzahl von Wanderwegen und Kletterfelsen unterschiedlichster Schierigkeitsgrade.
Die Wolfsschlucht wiederum ist ein romantischer, enger und dunkler Taleinschnitt im Felsengebirge. Die Schlucht inspirierte Carl Maria von Weber für seine Oper "Der Freischütz“. Die "Wolfsschluchtszene" ist gilt als zentraler Moment dieses Werks.
Eine einmalige Wandertour bietet der Malerweg, der in Lohmen bei Pirna startet und durch beeindruckende Landschaften bis nach Schmilka führt (Wanderzeit zwei bis vier Tage). Der Wanderfreund folgt hier den Spuren von Romantikern wie Caspar David Friedrich, Carl Gustav Carus oder Ludwig Richter und besucht Orte, an denen sich die Künstler für ihre z. T. weltbekannnten Landschaftsbilder faszinieren ließen.
Zahlreiche Motive der genannten Künstler bilden die Höhepunkte der ungewöhlichen Tour durch die Sächsische Schweiz. Wer ihre Werke kennt, wird feststellen, dass sich die abgebildeten Landschaften oft kaum verändert haben.


