KANARISCHE INSELN - URLAUB AUF EL HIERRO

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Wandern auf El Hierro

El Hierro - abends auf einer Lichtung im Wald

Abends auf einer Lichtung im Wald

Auf der kleinsten der sieben großen Kanarischen Inseln lässt es sich wunderbar wandern. Allerdings sollte man sich einen Mietwagen nehmen, um beweglich sein zu können. Es fahren zwar einige öffentliche Busse, aber diese fahren selten und steuern nur die Ortschaften an.

 

Die Straßen sind gut ausgebaut, da El Hierro aber eine Vulkaninsel ist, zudem noch eine recht junge, fällt die Straße oft tief ab. Eine gewisse Schwindelfreiheit oder starke Nerven sind notwendig, vor allem im Westen der Insel. An manchen Stellen muss man auch bereit sein seinen Mietwagen zurück zu setzen, wenn ein Bus oder LKW entgegen kommt. Aber mit Ruhe und Vorsicht meistert man auch solche Situationen.

 

Landschaft im Süden der Insel

Landschaft im Süden der Insel

Es existieren einige schöne Wanderwege im Küstenbereich. Da die Wege aus Vulkangestein bestehen, sollte der Wanderer feste Schuhe an den Füßen haben und ausreichend Wasser im Rucksack mitnehmen In den Sommermonaten sollte man außerdem an eine Kopfbedeckung denken. Auch wenn der Wind kühlt, die Sonne steht sehr hoch und hat viel Kraft.

Pflanzen sieht man an der Küste wenige, dafür sind es alles beachtenswerte Exemplare, deren Einzigartigkeit durch die karge Vulkanlandschaft noch betont wird.

 

Die Mehrzahl der Wanderer wird aber das Landesinnere und damit die höher gelegenen Regionen der Insel aufsuchen. In den Höhenlagen trifft man auf große Wälder bestehend aus Kiefern, Lorbeerbäumen, Ölbäumen, Erdbeerbäumen, Kanaren-Wacholder und Baumheide. Es sind eine Reihe von Wanderwege ausgeschildert.

Beliebt ist der Pilgerweg Camino de la Virgen bis zur Kapelle Ermita de la Virgen de los Reyes und weiter bis zum Leuchtturm Faro de Orchilla. Auch der Camino del Golfo oder der Rundweg von Tiñor locken Wanderer zu ausgedehnten Touren.

 

Sabina (Phönizischer Wacholder) auf El Hierro

Sabina (Phönizischer Wacholder) auf El Hierro

In den Regionen zwischen etwa 400 und 800 Metern Höhe hingegen, wandert man durch eine Art Busch- und Steppenlandschaft.

Besonders empfehlenswert sind Wanderungen im Westen der Insel. Hier hat man nicht nur einen wunderbaren Blick über den unendlichen Ozean, sonder kommt auf seiner Wanderung auch an dem Wahrzeichen El Hierros, den Sabina-Bäumen vorbei.

 

Die unter absoluten Naturschutz stehenden Bäume, selbst Bruchholz darf nicht mitgenommen werden, werden auch Phönizischer Wacholder genannt. Sabina-Bäume wachsen sehr langsam und nehmen unter dem Einfluss der immerwährenden Fallwinde im Laufe der Jahrhundert immer verdrehtere, skurrilere Formen an. Aber das Beste bei allen Wanderungen auf El Hierro ist die weite Sicht: hier kann das Auge in alle Richtungen schweifen und sich an der oft kargen, aber unverfälschten Natur erfreuen.


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