WANDERURLAUB IN DER EIFEL
Suchen und buchen - Aktuelle Angebote Eifel
Eifel - Wandern im Land der Vulkanseen und Krimis
Die Eifel, das Mittelgebirge im Städteviereck von Aachen, Köln, Koblenz und Trier, hat sich die herbe Schönheit ihrer Landschaft bis heute bewahrt. Und genau dies lockt jährlich zahllose Gäste zum Wandern in die Region. Das Landschaftsbild der Eifel wird durch ihre typischen gerundeten Bergkuppen geprägt, dichte Wälder sowie Wiesen und Felder wechseln sich ab mit weiten Heide- und Vennflächen. Flüsse und Bäche winden sich mal sanft, mal spektakulär durch die Täler. Zudem gibt es zahlreiche Seen und Talsperren. In der Vulkaneifel stößt man auf die bekannten Eifel-Maare.
Im Jahr 2006 fand der 106. Deutsche Wandertag in der Eifel statt. Motto: "Natur & Kultur im Herzen Europas". Ein weiterer guter Grund, einen Blick auf die beliebte Wanderregion zu werfen.
Der Eifelsteig und die Eifeler Seenplatte
Einer der attraktivsten regionalen Wanderwege ist der Eifelsteig, eine 86 Kilometer lange Rundschleife, die mitten durch den neuen Nationalpark Eifel führt. Die Wanderfreunde starten im Kneippkurort Gemünd, kommen über das Ahrstädtchen Blankenheim (wunderschöne Altstadt, Ahrquelle) nach Hellenthal am Fuße der Oleftalsperrenmauer und gelangen über Einruhr, der kleinen Seeidylle am Obersee, wieder zurück nach Gemünd. Die Strecke präsentiert sich mal als Bergsteig, mal als Ufer-, Panorama- oder gemütlicher Wanderweg. Neben dem Buchenurwald des Nationalparks säumen zahlreiche Burgen und Klöster den Weg. Echte Highlights sind die zahlreichen Eifelpanoramen mit Fernblicken über über weite Teile der Eifel, die gerade für "Eifel-Neulinge" interessant sind.
Eine Wandertour wert ist auch die Eifeler Seenplatte, deren Herzstück die drei Seen Urftsee, Obersee und Rursee bilden. Über Kraftwerksanlagen und Staumauern hinaus trifft man auf ein interessantes Refugium für seltene Tier- und Pflanzenarten. Der Biber als Sympathieträger des Naturschutzes ist hier heimisch, aber auch Uhu und Wildkatze, Wespenbussard und Roter Milan, Bärwurz- und Narzissenwiesen oder Hirschzunge und Buchenfarn.
Wandern in der Vulkaneifel
Zu den beliebtesten regionalen Wandergebieten zählt die Vulkaneifel. Als "Vulkaneifel" werden verschiedene Teile der Eifel bezeichnet: vorwiegend das Gebiet um Daun, das durch Maare geprägt ist, aber auch der östliche Teil der Eifel zwischen Mayen und Andernach.
Überall trifft man beim Wandern auf Formen des jungen Vulkanismus: Vulkankrater, mächtige Bimsstein- und Basalt-Ablagerungen und die bekannten Maare. Insgesamt beherbergt die Vulkanlandschaft 80 Maare bzw. Maarseen ("Augen der Vulkaneifel"), also kraterförmige Vertiefungungen, die durch vulkanische Gasexplosionen entstanden sind.
Acht Eifel-Maare sind heute noch mit Wasser gefüllt. Wanderfreunde schätzen u. a. die Route rund um das Maar Laacher See (Wasserfläche 331 ha) in der östlichen Eifel. Die angrenzende Abteikirche Maria Laach gilt als eine der schönsten romanischen Kirchen überhaupt. Wer fundierte und anschauliche Informationen über das vulkanische Erbe der Eifel sucht, sollte das Vulkanmuseum Daun und das Maarmuseum von Manderscheid besuchen.
Der bekannteste Wanderweg der Vulkaneifel ist wahrscheinlich der Lieserpfad. Er gilt als schönste Streckenwanderung der gesamten Eifel und wird von Manuel Andrack ("Harald Schmidt-Show") in seinem Buch "Du musst wandern" gar als "schönste Streckenwanderung der Welt" gefeiert. Die Strecke führt von Daum über Manderscheid bis nach Lieser an der Mosel. Auf den letzten 26 Kilometern des 46 Kilometer langen Flusses kann man stundenlang weitab von jeglicher Siedlung durch ein einsames Flusstal wandern und eine wilde Landschaft mit Felsstürzen, steilen Talwänden und rauschenden Flusspassagen erleben.
Wandern im Hohen Venn
Der Naturpark Hohes Venn-Eifel ist ein recht eigentümliches Wandergebiet. Beim Hohen Venn handelt es sich um eine eindrucksvolle Hochmoorlandschaft, die unter Naturschutz steht. Torfmoorheiden mit Pfeifengras und buschigen Streuchern, aber auch knorrige Moorbirken, vereinzelte Fichten und Ebereschen prägen das niederschlagsreiche Venn-Plateau. Das Hochmoor umfasst viele seltene und ökologisch wertvolle Lebensräume, die dem Wanderfreund gewisse Schranken auferlegen. Für viele Arten wie etwa die Birkhühner, die sich nur schwer vermehren und bei ihrem Balzverhalten ungestört bleiben müssen, sind Schutzzonen angelegt. Grundsätzlich sollte man schon aus Sicherheitsgründen (Einsinkgefahr!) nur auf den ausgewiesenen Wanderrouten wandern (Holzstege oder asphaltierte Wege). Gebiete, die höheren Schutzzonen zugeordnet sind, darf man nur mit einem Naturführer (Schutzzonen Stufe C) oder gar nicht betreten (Stufe D).
Unterwegs auf den Spuren der Eifel-Krimis
Eine Wanderattraktion der ganz anderen Art stellt der "Eifelkrimi Wanderweg“ dar. Die Themenroute in der Region Hillesheim erschließt Krimi-Fans auf 38,5 Kilometern elf Schauplätze der bekannten Eifelkrimi-Autoren Jacques Berndorf, Ralf Kramp und weiteren Autoren. Besucht werden Orte, in denen Akteure lebten, wo Verfolgungsjagden stattfanden, wo Verbrechen geschahen oder wo die Ermittler während und nach der Arbeit einkehrten. Der Wanderweg besteht aus zwei Rundwanderungen, die als Tagestouren erwandert werden können.

