URLAUB IN DER SCHWEIZ
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Aktiv-Urlaub im Berner Oberland - über Stock und Stein, Berg und Tal
Die Berge heissen Finsteraarhorn, Schreckhorn, Blümlisalp und ragen weit in den Himmel. Die Täler graben sich tief in den Boden: Lötschental, Tiefenbrunnental, Kiental heissen sie. Die Flüsse sind wild und bahnen sich ihren Weg zum kristallklaren Thuner- und Brienzersee. Die Kleine Scheidegg ist nicht ein Hindernis zwischen Wengen und Grindelwald, sondern eine Herausforderung. Der mühevolle Aufstieg zum Eiger ist eine Erfahrung und die Pochtenschlucht macht nicht Angst und Bange, sondern fasziniert als Naturereignis. Das Berner Oberland bietet ein ausgezeichnetes Terrain für Sportbegeisterte und Entdeckungsfreudige.
Mit beiden Füssen auf dem Boden
Puristen kommen per pedes und erwandern ganze Landstriche auf Schusters Rappen. Auf über 4’000 Kilometern Wanderwegen streifen sie kreuz und quer durch die Gegend, spazieren am Oeschinensee ob Kandersteg, machen eine Tour auf dem Beatenberg oder erkunden die fünf Täler rund um Gstaad. Topmotivierte Bergflöhe nehmen am Bären-Trek teil. Er führt sie in sechs Tagen von Meiringen an die Lenk, in denen sie täglich sechs Stunden unterwegs sind, 122 Kilometer zurücklegen und sage und schreibe 8’000 Höhenmeter überwinden. Auf bescheidenere Gesellen wartet eine dreitägige Light-Variante. Nach einer solchen Leistung sollte im Winter ein Schneeschuh-Trek in Isenfluh keine grossen Mühen mehr bereiten. Wer den Norden im Berner Oberland sucht, findet unendliche Pistenkilometer für das Langlaufen – natürlich für Klassiker und für Skater.
Kantiges und Weiches
Das Fahrrad hat sich gewandelt. Bevorzugte es früher noch gut gepflegte Wege, nimmt es das moderne Mountainbike mit jeder Unterlage auf. Steile Aufstiege, steinige Abfahrten, holprige Waldwege und Schwindel erregende Höhenwege werden ohne Murren unter die Räder genommen. Für genügend Auslauf ist allemal gesorgt mit Tausenden von Kilometern markierter Routen und Downhillpisten in unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade. Ähnlich unbeugsam gibt sich das Trottinett auf seinen Pisten wie auf dem Sparenmoos ob Zweisimmen.
Im Winter ist die Unterlage ein bisschen weicher, neue Möglichkeiten tun sich auf. Am einfachsten versetzt man die Fahrradreifen mit Nägeln - und fertig ist das Spike-Bike. Auch der Gokart hat ein Wintermodell: SnowCart heisst das Gerät. Damit flitzt jedermann wie ein Rennfahrer talwärts. Ein ähnliches Gefährt ist der sommerliche Déval-Kart, wo man sich aber auf Vierradantrieb verlassen kann. Eine Grindelwaldner Erfindung ist der Velo-Gemel, eine Mischung aus Fahrrad und Schlitten. Der Schlitten in seiner Reinform gilt als Klassiker unter den Schneemobilen und ist das typische Fortbewegungsmittel für Gäste, die sich gern sitzend fortbewegen. Auf den Hängen des Berner Oberlandes bahnen sich die bestens ausgebauten Schlittelwege durch den Schnee, darunter die mit 15 Kilometern längste Schlittelbahn Europas in Grindelwald. Kombiniert mit einem Fondueplausch und einer Fahrt bei Vollmond ein echtes Erlebnis.
Auf die Plätze, fertig, los
Für Bewegungsbegeisterte, die es wirklich wissen wollen, finden im Berner Oberland zahlreiche Wettkämpfe, Rennen und Meisterschaften statt. Hier können sie ihre Geländetauglichkeit unter Beweis stellen. Im Jahre 1928 legten die Ski-Pioniere aus England den Grundstein für das Inferno-Rennen in Mürren. Vom Kleinen Schilthorn aus steuern die Cracks ins Tal nach Lauterbrunnen und legen dabei ganze 2’170 Höhenmeter zurück. Mit 1'800 Teilnehmern ist es das grösste Amateur- und zugleich das längste Abfahrtsskirennen der Welt. Das sommerliche Pendant dazu ist der Inferno-Triathlon, der von den Teilnehmern Höchstleistungen abverlangt.
Die Zahlen - 3,1 Kilometer Schwimmen, 86 Kilometer Racebike, 31 Kilometer Mountainbike, 25 Kilometer Berglauf von Thun (560 Meter über Meer) aufs Schilthorn (3000 Meter über Meer) - sprechen für sich. Auch einer der spektakulärsten Marathons Europas, der Jungfrau-Marathon von Interlaken auf die Kleine Scheidegg, bietet Grenzerfahrungen. Und wo sich die Läufer im Sommer auf endlosen Serpentinen in die Höhe kämpfen, wagen sich die Skiprofis im Winter über den Hundschopf und durchs Brüggli auf der traditionellen Lauberhorn-Abfahrt. Die Tennis-Freaks treffen sich am "Allianz Suisse Open" in Gstaad und bringen das Flair des Tenniszirkus ins Saanenland. Eigentümlich und einzigartig bodenständig sind die "Horäschlittä-Renä" und die Velo-Gemel-WM in Grindelwald, wo sich die wagemutigsten Piloten ein Stelldichein geben.
Schleifspuren
Zur Abwechslung kann man sich auch durch die Weiten des Berner Oberlandes ziehen lassen. Auf einer Pferdeschlittenfahrt kommt Gemütlichkeit und Romantik zum Zug. Einen Zacken rasanter wird die Fahrt, wenn man Pferdestärken mit Hundestärken tauscht. Wie vom Teufel getrieben jagen die Huskies durch den Schnee und wirbeln tüchtig Schnee auf - im Kandertal oder im sommerlichen Schnee auf dem Glacier 3000 bei Gstaad. Da legen die Lamas in Diemtigen lieber einen tieferen Gang ein und stapfen gemütlich durch Schnee und Eis. Die vierbeinigen Peruaner sind angenehme Wandergesellen und nehmen jedem Begleiter sein Gepäck ab.
Schwimmhäute zwischen den Füßen
Erfahrene Wasserratten haben längst entdeckt, dass sich im kühlen Nass nicht nur schwimmen und planschen lässt, sondern dass das Element für ungeahntes Vergnügen sorgen kann. Auf Thuner- und Brienzersee segeln Boote und Windsurfer neben selbst konstruierten Flossen um die Wette. Schnellboote ziehen Wasser-Skifahrer, Wakeboarder und sogar Bananenreiter über die Wellen. Und bevor die Flüsse in den See münden, locken sie beim Riverrafting mit einem wilden Ritt durch rauschende Schluchten.
Mehr Informationen zum Urlaub im Berner Oberland: www.berneroberland.ch


