WANDERREGION - BAYERISCHER WALD
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Wandern im "Land der Bayern": Bayerischer und Oberpfälzer Wald
Die Landschaften des Bayerischen und des Oberpfälzer Waldes sind wie geschaffen zum Wandern. Erfrischende Waldwege und lichte Höhen mit Weitblicken bis in die Alpen wechseln sich ab.
Auf rund dreihundert Kilometern kann sich der Wanderfreund zum Beispiel auf dem Fernwanderweg E6, der von der Ostsee bis zur Adria führt, verschiedene Etappen auswählen. Der Einstieg im Oberpfälzer Wald ist in Waldsassen. Der Weg führt entlang der deutsch-tschechischen Grenze bis zum Dreisesselberg im Bayerischen Wald, wo er dann nach Österreich wechselt und Richtung Wachau weitergeht. Man kann gut und gerne ein paar Abstecher über die Grenze machen. Die Route führt über alle bekannten Bayerwaldgipfel des Bayerischen Waldes vom Hohen Bogen über den Kaitersberg oder vom Osser zum Großen Arber auf 1453 Meter, und weiter durch den Nationalpark über den Falkenstein, Rachel und Lusen, bis man beim Dreisessel das Dreiländereck Deutschland-Österreich-Tschechien erreicht. Dörfer und Kulturlandschaft wechseln sich mit urigen Bergwäldern, originellen Berghütten und herrlichen Aussichtsgipfel ab.
Teilstück des Jokobsweges
Auch auf einem Teilstück der Jakobspilgerroute kann man im Oberpfälzer Wald wandern. Die Oberpfalzroute führt von Eslarn an der tschechischen Grenze, über Schwandorf nach Nürnberg. Unterwegs spürt man die Kraft und Ausstrahlung des Jakobsweges, der bekanntlich in Santiago de Compostela endet.
Nationalpark Bayerischer Wald - unterweg in deutschem Urwald
Ein ganz besonderes Wildnis- und Urwalderlebnis bietet der Nationalpark Bayerischer Wald. Schon 1970 wurde dieser 13.000 Hektar große Abschnitt - nordöstlich von Grafenau, direkt an der Grenze zur tschechischen Republik gelegen - unter besonderen Schutz gestellt. Am 1. August 1997 wurde der Nationalpark Bayerischer Wald auf 24.000 Hektar erweitert. Damit entstand in Ostbayern Europas größtes Wald-Natur-Schutzgebiet.
Dank strenger Verordnungen wird alles ganz und gar der Natur überlassen. Ziel ist es, die Ursprünglichkeit und biologische Vielfalt dieses Urwaldes wiederherzustellen. Wer die Gesetze respektiert und sich ruhig verhält, kann beim Wandern Tierarten beobachten, die schon als ausgestorben galten, wie Luchse oder Fischotter.
Insgesamt über 300 km gut markierte Wanderwege erschließen die charakteristischen Landschaftsausschnitte des Nationalparks wie Berggipfel, Bergwald und -bäche, aber auch Moore.
Walking on Glas? Wandern auf dem "Gläsernen Steig".
Ein schöner Wanderrttipp ist der "Gläserne Steig", der 99 Kilometer quer durch den Bayerischen Wald führt. Romantische Bayerwaldorte, Glashütten, Museen, Berggipfel, Seen, Heckenlandschaften und Wälder säumen die abwechselungsreiche Route. Beim Wandern lernt man viel über die Glasbautradition der Region. Die Anlaufpunkte sind alte Quarzabbaustätten mit alten Waldglashütten sowie traditionelle Glasmacherorte, die bis heute die Klaviatur des internationalen Glasmarktes beherrschen.


