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Tag 5: „Grün“ und nachhaltig
Bereits der erste Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Zayed bin Sultan Al Nahyan, der schon 2004 verstarb, hatte die fortschrittliche Vision einer ökofreundlichen Politik. Sein Nachfolger, der heutige Scheich Khalifa - das ist derjenige, der in seine Portokasse griff und eine riesige Geldspritze nach Dubai überwies, damit das höchste Gebäude der Welt fertig gestellt werden konnte und dafür auch seinen Namen (Burj Khalifa) trägt, investiert die Erlöse aus der Ölförderung noch stärker in nachhaltige und regenerative Projekte. Das kann er auch, denn unter Abu Dhabi liegen 15 % der weltweiten Erdölreserven, die noch für ca. 150 Jahre reichen. Sieger im Wettbewerb um den Sitz der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) wurde seine 20 Milliarden US-Dollar teure Ökostadt Masdar und die Wettbewerber Bonn und Wien hatten das Nachsehen.
Westlich von Abu Dhabis internationalem Flughafen ist Masdar schon teilweise als autofreie, CO2-neutrale Forschungs- und Wissenschaftsstadt fertig gestellt. Im Endausbau soll sie 50.000 Einwohner, 15.000 Unternehmen und eine Universität umfassen. Alle Einrichtungen werden vollständig mit erneuerbaren Energien versorgt. Der Verkehr soll unterirdisch mit Elektroantrieb, kombiniert mit einer Hochbahn fließen, die auch zum Airport führt. Alle Abwässer werden, zum Teil voll-ökologisch, aufbereitet und wieder verwendet: Eine komplett autarke Stadt.
Tag 6: Formel 1-Rennstrecke und Ferrari-World
Den letzten Tag nutzen wir zu einem ausgiebigen Bummel an der herrlichen Corniche entlang, schauen in einer Schiffswerft den geschickten Handwerkern zu, die – ohne Pläne und ohne moderne Maschinen - aus Holz die bewährten Dhaus herstellen. Über die Mittagszeit jedoch suchen wir die Kühle der Abu Dhabi Mall auf, die riesig groß ist und wo wir gute Einkehrmöglichkeiten zur fairen Preisen vorfinden. Als einer der Höhepunkte haben wir uns am Nachmittag den Besuch des Yas Marina Circuit aufgehoben. Dort, auf der Insel Yas, startete im November 2010 die Formel 1 und die Rennwagen preschten direkt durch das Yas-Hotel. „Nirgends sind Sie so nahe an der Strecke wie hier“, so Richard Cregan, Chef des Abu Dhabi Motorsport-Managements zu uns. Gerade ist die Ferrari-World als riesiger überdachter Themenpark rund um Ferrari, aber auch mit der schnellsten Achterbahn der Welt (Geschwindigkeit: bis zu 230 km/h) fertiggestellt worden. Des Weiteren wird die Formel 1- Strecke, die praktische im Wüstensand verläuft, noch von einem Wasser- sowie einem Warner-Brothers-Park eingefasst.
Jetzt heißt es Abschied nehmen und in knapp sechs Stunden bringt uns der Etihad-Flieger wieder nach Frankfurt, wobei der Flug mit dem erstklassigen Service wirklich wie im Fluge vergeht.
Text und Fotos: Werner G. Stoss






