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Urlaub in Venedig - Lagunen, Kanäle und Kunst

Gondeln in Venedig. Fotos: Fototeca ENIT

Gondeln in Venedig. Fotos: Fototeca ENIT

Die 116 Inselgruppen der Lagune Venedigs werden von 177 breiten und schmalen Kanälen durchzogen und sind durch beinahe 400 Brücken verbunden. So bietet sich einem ein ganz besonderes, vom Wasser dominiertes Stadtgefüge, das bisher jeden seiner Besucher, Dichter und Komponisten, wie Hemingway und Wagner und Goethe und Verdi in seinen Bann gerissen hat; niemand kann sich dem fürstlichen Charme der Lagune entziehen.

 

Gegründet wurde Venedig im 5. Jahrhundert von Flüchtlingen, die auf den Inseln der Lagune Zuflucht gesucht hatten. Die junge Republik gewann bis ins Mittelalter stetig an Wohlstand und Ruhm und wurde für Jahrhunderte die mächtigste Seerepublik der damals bekannten Welt.

Die Reliquien aus dieser glorreichen Zeit, beherrschen heute noch imposant das Stadtbild Venedigs: So etwa der Palazzo Ducale, der ab dem 14. Jahrhundert in 200-jähriger Bauzeit entstanden war und für 900 Jahre Regierungssitz von 120 Dogen war.

 

Die glanzvolle, von Ornamenten bestückten Fassade, spiegelt den Reichtum Venedigs in eindrucksvoller Weise wieder und auch das Innere des Palastes verrät den Schein längst vergangener Zeiten: Im Innenhof auf der Scala dei Giganti wurde den neugewählten Dogen die Dogenkappe verliehen.

 

Rialto-Brücke über dem Canale Grande

Rialto-Brücke über dem Canale Grande

Bei einem Rundgang kann der Besucher auch die Gemächer des Dogen, die Rats- und Regierungssäle, sowie das Waffenmuseum besichtigen. Auch die Ponte dei Sospiri (Seufzerbrücke), gehört zum offiziellen Rundgang. Über sie gelangten die Gefangen, unter ihnen der berüchtigte Casanova, in ihre Zellen.

 

Das bedeutendste aus dem Mittelalter erhaltene Bauwerk, ist die Basilika di San Marco. Auf der Suche nach einem geeigneten Stadtheiligen, schickte der Doge seine Gesandten nach Alexandria, um die Gebeine des Heiligen Markus zu rauben. Mosaikbilder über den Portalen der Kirche, erzählen bisweilen die Geschichte dieses Raubzuges. Der Bau der Kirche begann unmittelbar nach der Ankunft der Gebeine. Sie brannte jedoch bei einem Volksaufstand 976 nieder.

 

1043 entstand der heutige Dom, dessen Inneres mit 4000 Quadratmetern Mosaiken verziert ist. Besonders prunkvoll ist auch der Chorbereich, wo golden die Pala d’ oro, ein monumentaler Altaraufsatz steht. Ein Kennzeichen für die Piazza San Marco, dem großen Platz vor dem Dom, der an den Seiten von edlen Cafés durchzogen und stilvoller Flügelmusik begleitet wird, sind die Unmengen von Tauben, die die Touristen umschwärmen. Sie gehen zurück auf die Sage, man habe dem Doge ein Taubenpaar als Symbol des Friedens überreicht.

 

Die Basilika von San Marco am Markusplatz

Die Basilika von San Marco am Markusplatz

Von Postkarten oder Filmen, kennt jeder ebenso die Rialtobrücke, ein weiteres Symbol der Stadt. In diesem Bezirk lag das Handelszentrum der Republik, Kaufleute aus aller Welt hatten sich hier niedergelassen.

 

Bis ins 19. Jahrhundert war die Rialtobrücke, zunächst aus Holz, der einzige Weg über den Canale Grande. Von dieser schön-verzierten Marmorkonstruktion aus, genießt man einen atemberaubenden Blick über den großen Kanal, viele Gassen und die Bauten, die auf dem Wasser zu schwimmen scheinen.

 

Natürlich besichtigt man Venedig am besten zu Fuß- wer also mit dem Auto anreist, hat die Möglichkeit, es in einem der großen Parkhäuser auf der Isola del Tronchetto oder rund um den Piazzale Roma abzustellen.

Venedig ist nicht besonders groß, sodass es kein Problem ist, die Stadt auf eigene Faust zu begehen und zu erleben. Viele kleine gelbe Schilder dienen als Wegweiser und führen zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der „Serenissima“, die Heiterste, so der Beiname der Stadt.

 

Denn nicht nur die bekannten Bauwerke sind unbedingt einen Besuch wert, auf dem Weg zu ihnen bietet sich dem Touristenauge an fast jedem Ort, eine Atmosphäre oder eine Aussicht, in der es sich für Momente innezuhalten lohnt:

Die unglaublich kleinen Gassen, die Restaurants und Cafés, die Gondeln, die ruhig an einem vorbeifahren und die traditionellen Farben, die an mittelalterliches Rittertum erinnern.

 

Will man längere Strecken zurücklegen, stehen einem die Vaporetti (größere Personenboote) zur Verfügung, die einzigen öffentlichen Verkehrsmittel Venedigs.

"Es war die vertraute Fahrt über die Lagune, an S. Marco vorbei, den großen Kanal hinauf... Die öffentlichen Gärten blieben zurück, die Piazzetta eröffnete sich noch einmal in fürstlicher Anmut...". (Thomas Mann)

 

Venedig ist viel besungen und beschrieben worden- und es stimmt, es umgibt einen ein besonderer Zauber in der „Perle der Adria“, von der man meinen könnte, sie sei von Meisterhand gemalt.

 



von Sainab Sandra Omar


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