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Valtopina - durch den Einfluß der mächtigen Nachbarstädte Assisi und Foligno geprägt
Valtopina liegt an der Via Flaminia im Tal des Flüßchens Topino, dem es auch seinen Namen verdankt. Seine Geschichte wurde vor allem durch den Einfluß der mächtigen Nachbarstädte Assisi und Foligno geprägt. Die ersten Zeugnisse des Ortes reichen bis in das Jahr 969 zurück, als sich hier einige Siedler aus Puglien niederließen. 1282 vertraute sich der Ort der Herrschaft Assisis an, aber 1383 übertrug Papst Urban VI. seine Verwaltung der Signora der Trinci aus Foligno.
Mit dem Niedergang der Trinci im Jahre 1439 fiel Valtopina an die Kirche. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts geriet der Ort zunächst unter französische Herrschaft, wurde dann Teil der Römischen Republik und schloß sich schließlich dem Königreich Italien an.
Von 1927 bis 1947 war Valtopina Teil der Gemeinde Foglinos. Seit 1947 verfügt der Ort wieder über eine unabhängige Gemeindeverwaltung.
Die Gemeinde Valtopina umfaßt die Ortschaften Giove, Sasso, Gallano, Pasano, Casa Tommaso, Serra, Balciano, Colfulignato, Vallemare, Poggio, S'Cristina und Franchillo. Nur Valtopina liegt in der Talsohle. Ansonsten ist die Landschaft vorwiegend hügelig und teilweise sogar bergig.
Das heutige Zentrum Valtopinas hieß ursprünglich Cerqua nach der Bezeichnung des Ortes, wo eine Christoph Columbus geweihte Kirche stand. Über mehrere Jahrhunderte war das Schicksal dieser Gemeinde eng mit dem Schicksal seiner Kirchen verbunden, die nach der Aufhebung der Diozöse des Foro Flaminio, der die Rechtsprechung im gesamten Topina-Tal zustand, der Diozöse Folignos unterstellt wurden, zu der das Gebiet möglicherweise auch ursprünglich gehörte.
Sehr zahlreich sind hier die alten Kirchen:S. Cristina in dem gleichnamigen Ort, S.Silvestro in Pasano, S. Giovanni in Giove, S. Pietro und S. Angelo in Rotondolo, S. Sisto in Gallano, S. Pietro in Serra, S. Lorenzo in Villa Acqui, S. Cristoforo in Cerqua und S. Stefano in Gallano, die, wie auch andere der o.g. Kirchen, Teil eines Benediktinerklosters (1085 erbaut) waren, das hier im Topina-Tal wegen seiner Reichtümer und seiner vielen Privilegien eine nicht unbedeutende Rolle spielte. Der erste Abt des Klosters (1132), ein gewisser Berardo, war ein Abkömmling der Grafen degli Atti aus Nocera Umbra.
1191 ging das Kloster S. Stefano in den Besitz der mächtigen Abtei Santa Croce di Sassovivo in Foligno über, wie im Lauf der Zeit auch weitere Kirchen und kirchliche Lehen des Topino-Tals.
Unter den zahlreichen mittelalterlichen Burgen in den verschiedenen Ortschaften hatte vor allem die Burg von Serra eine strategische Bedeutung. 1229 wurde sie von den Herren Armenzanos und den Kanonikern Assisis umkämpft. Heute erinnern im gesamten Gemeindebezirk Valtopina an diese Epoche nur noch vereinzelte Überreste: von der Burg von Poggio ist der Turm erhalten, in Gallano, Santa Cristina, Pasano und Serra sind nur noch Ruinen zu sehen. Daneben sind auch noch einige bauliche Zeugnisse der römischen Epoche erhalten, so in Ponte Rio und Pieve Fanonica und die Überreste eines Forums. Die typischen Wälder und Pinienhaine dieser Gegenden, bieten den Wanderern zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten.
In der Gegend, die Fosso delI'Anna genannt wird (am Osthang des Subasio), zwischen S. Giovanni di Collepino (SpelIo) und Valtopina, steht die alte Mühle der Familie Buccilli (schon seit 1861 registriert), die heute noch in Betrieb ist. Das Wehr oberhalb der Mühle wird von einem kleinen Bach, der aus dem Berg kommt, gespeist. Ein Wasserrad, dessen Schaufeln wiederum durch das herabfallende Wasser des Wehrs bewegt werden, betreibt die Mühlsteine.


