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Und nochmal Reis

Bomba und Senia sind die besten Reissorten für Paella

Bomba und Senia sind die besten Reissorten für Paella

Auch am nächsten Tag besuchten wir die Reisstadt Sueca. Bei einem Vortrag in der örtlichen Kooperative lernten wir viel Wissenswertes rund um das Thema Reis. Herr Direktor Santos Ruíz erzählte von den Mauern, die den Reis in die Region brachten und den Christen die ihn wieder verboten, weil er angeblich das Gelbfieber anzog.

Auch auf die (Zug-) Vögel wurde eingegangen. Sie nutzen in den acht Monaten in denen kein Reis angebaut wird die Reisfelder zur Nahrungssuche. In der Weinbauregion Valencia wird meist Rundkorn- Reis angebaut. Langkornreis kommt fast ausschließlich in den Export.

Am Ufer des Albuferaparks

Am Ufer des Albuferaparks

Bomba und Senia sind die Namen der besten und gebräuchlichsten Reissorten für Paella. Sie nehmen sehr gut den Geschmack und das Aroma der Brühe an in der sie gegart werden. Im allgemeinen kommen auf zwei Teile Wasser ein Teil Reis, trotzdem wird ein guter Paellakoch immer den Garprozeß beobachten, um im Zweifelsfall noch etwas Flüssigkeit dazu zu geben. Die üblichen Rundkornsorten müssen 17 Minuten kochen und fünf Minuten ziehen. Dann hat der Reis die richtige Konsistenz, ist nicht mehr hart und auch nicht zu weich.

Albuferasee - Naherholungsgebiet und Reisanbauregion

Das Reisanbaugebiet der Provinz Valencia liegt südlich der Hauptstadt rund um den Albuferasee. Der See ist von einem breiten Schilfgürtel umgeben und eines der seltenen Feuchtgebiete an der Mittelmeerküste.

 

Reisfeld am Albuferasee

Reisfeld am Albuferasee

Das Gebiet rund um den See wurde zum Vogelschutzgebiet erklärt, der See selber ist nur circa 60 Zentimeter tief. Neben Vögeln leben am Albuferasee Fischotter und seltene Fledermausarten. Der See ist ein beliebtes Ausflugsziel, vor allem die angebotenen Bootstouren werden gerne gebucht.

Auch wir machten einen Törn auf dem See. Die Luft war klar, der Himmel blau, Fische die an der Oberfläche nach Nahrung suchten flüchteten vor dem herannahenden Boot und alle naselang flogen Fischreiher, Enten und andere Wasservögel auf, um sich einige Meter weiter wieder auf dem See niederzulassen. Für einen Großstädter schon beeindruckend. Hinterher ließen wir es uns nicht nehmen hier, mitten im Reisanbaugebiet, eine Paella zu probieren. Wir aßen im Restaurant "Mateu", das für seine vielen Paellavariationen berühmt ist. Neben der klassischen Paella mit Huhn und Kaninchen wird hier gerne Paella mit Seebarsch, Meeresfrüchten oder auch mit Hummer bestellt.

Torres de Serranos - eines der ehemaligen Stadttore

Torres de Serranos - eines der ehemaligen Stadttore

Valencia - Altstadt und Stadt der Künste und Wissenschaften

Nach dem Mittagessen fuhren wir zurück in die Stadt, um Valencia mit dem Rad zu entdecken. Im Vergleich zu den meisten anderen spanischen Städten gibt es hier eine ganze Reihe von Radwegen.

Zuerst stand die Innenstadt auf dem Programm. Vorbei am ehemaligen Stadttor Torres de Serranos, an der Kathedrale und anderen Kulturhighlights ging es weiter in Richtung der neuen Sehenswürdigkeiten des Stadt. Der Weg führte durch den Park im bereits erwähnten Flussbett des Turia. Am späten Nachmittag waren viele spielende Kinder zu sehen, meist von südamerikanischen Kindermädchen beaufsichtigt. Im flotten Tempo ging es weiter zur "Stadt der Künste und der Wissenschaften" . Der weltberühmte valenzianische Architekt Santiago Calatrava konnte sich mit der Gestaltung des  futuristischen Komplexes selbst verwirklichen. So bewunderten und fotografierten auch wir, wie die meisten Valencia-Besucher, sein Opern- und Konzerthaus (Palau de les Arts Reina Sofia), das Wissenschaftsmuseum (Museo de las Ciencias Príncipe Felipe) und das 3D-Kino L'Hemisfèric.

 

Restaurant "La Lola" - Frischkäse und Gemüse im Teigmantel

Restaurant "La Lola" - Frischkäse und Gemüse im Teigmantel

So langsam ging es zurück in Richtung Altstadt. Der Turiapark hatte sich spürbar bevölkert. Die kleinen Kinder waren verschwunden, dafür bevölkerten Spaziergänger, Radfahrer und jede Menge Jogger die Wege. Merkwürdigerweise war die Stimmung sehr friedlich, jeder wich dem anderen aus, keiner beharrte auf eine echte oder eingebildete "Vorfahrt": Wir waren beeindruckt.

Mit guter Stimmung suchten wir im Stadtplan nach dem Restaurant "La Lola" . Es erwarteten uns diesmal keine Tapas, sondern ein echtes Gourmetrestaurant mit einem sehr freundlichen und aufmerksamen Service.

 

Schuhgeschäft in der Calle Roger de Lauria

Schuhgeschäft in der Calle Roger de Lauria

So verging auch dieser Abend wie im Flug.

Am nächsten Morgen waren wir bereits um 9.00 Uhr in der Markthalle von Valencia, kauften einige Gewürze und gingen dann in der Innenstadt shoppen.

Die Preise waren günstig und so landete das eine oder andere Schnäppchen im Gepäck.

Es blieb nicht viel Zeit, da am frühen Nachmittag bereits der Flieger nach Düsseldorf ging: Schade. Einige Tage mehr, nicht nur zum Shoppen, sondern um auch mal das Hinterland kennenzulernen wären nett gewesen. Aber trotzdem, Paella- und Reisexperten sind wir schon geworden.

 

 

  • Restaurant Mar de Bamboo , In-Restaurant am Hafen im Veles e Vents Building
  • Restaurante Mateu, C/ Vicente Baldoví, 17, CP 46012 El Palmar - Valencia, Telefon: 96 162 02 70 Email: rtemateu@yahoo.es
  • Café-Bar Pilar /Haus gegründet 1917, Spezialität: Clochinas, Calamares, Patatas Bravas, Pepitos: Calle Moro Zeit, 13, Tel: 963 910 497
  • Pata Negra in Berlin - Das Restaurant des deutschen Teilnehmers des Paella-Wettbewerbs.
  • Informationen über Valencia bei Urlaub im Web.de
Die neue Oper von Valencia

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Am Playa Malvarossa
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Wissenschaftsmuseum
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