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Küstenorte und Strände in der der Provinz Valencia
Die Strände der autonomen Region Valencia stehen weniger im Focus deutscher Touristen als die Strände Kataloniens oder Andalusiens. Dies aber zu Unrecht. An der 466 Kilometer langen Küste finden sich zahlreiche, teilweise sehr schöne Plätze für Sonnenanbeter und Wassersportler.
Die Küste der Region Valencia ist zweigeteilt. Im Norden liegt die Costa del Azahar (Orangenblütenküste) und südlich von ihr die Costa Blanca, die Weiße Küste.
Von Norden komend ist Sagunto (Sagunt auf katalanisch) die erste Stadt an der Costa Azahar. Die Hauptstadt der Provinz El Camp de Movedre kann mit einem großen Yachthafen und langen Stränden aufwarten. Nördlich der Stadt finden sich insgesamt dreizehn Kilometer lange Sandstrände, z.B der Playa de Canet, Playa de Corinto, Playa de Almadra oder Playa de Malyarossa. Letzterer ist besonders bei Beachvolleyballern und Strand-Rugby-Fans beliebt sehr beliebt, aber auch Radfahrer kommen hier auf ihre Kosten, da es zahlreiche Radwege gibt.
Puig und die Strände Playa de Puzol und Playa Puebla de Farnal
Einige Kilometer weiter in Richtung Süden liegt das Dorf Puig. Der Ortsteil Platja de Puig ist ganz auf Tourismus eingestellt. Hauptanziehungspunkt sind seine breiten Sandstränden, die durch weit ins Meer rangende Wellenbrecher unterteilt sind. Auch am Rand von Puig in der Nähe der Urbanisation Monte Picayo befinden sich zahlreiche feine Sandstrände.
Ganz in der Nähe findet sich das Königliche Kloster Santa María del Puig, das im 12.Jahrhundert auf Befehl von Jaime I. angelegt wurde, eine empfehlenswerte Sehenswürdigkeit.
Der Strand Playa de Puzol liegt nördlich von Puig und Playa Puebla de Farnals südlich. Wer in der Umgebung von Puebla de Farna seinen Urlaub verbringt, der sollte unter anderem den Marktplatz, aber auch den Plaza de l'Ajuntament besichtigen.
Strände in der Stadt Valencia
In der Stadt Valencia gibt es zwei Strände nördlich des modernen Hafens. Es sind breite und lange Strände für das jugendlichere Publikum, was sicherlich auch an der Nähe zur Universität liegt: Playa de la Malvarrosa und Playa Cabañal-Arenas. Es fehlt nicht an Strand- oder Tapabars, Pizzerien, Surfbrettverleihern und anderen Diensleistern, aber wer möchte, der ist auch nach kurzem Fußmarsch in der Innenstadt von Valencia.
Die Strände im südlichen Teil der Stadt gelten als deutlich ruhiger. Es sind Playa Pinedo, Playa de El Saler und Playa de La Devesa.
Der Albufera-See
Zu einem richtigen Urlaub am Meer gehört auch der Besuch in einem echten Fischerort. Das Fischerdorf La Palmar liegt südlich der Großstadt Valencia und des Albufera-Sees. La Palmar bietet echtes Fischerflair, allerdings liegt das Dorf nicht direkt am Meer, sondern am genannten See, vom Mittelmeer nur duch eine schmale Nehrung getrennt.
Der Albufera-See ist übrigens der größte natürliche See der iberischen Halbinsel. Vogel- und andere Tierfreunde kommen hier auf ihre Kosten, aber auch Freunde einer facettenreiche Flora.
Unweit von La Palmar liegen die Badeorte Perellonet und Les Palmeretes. Sie sind zwar bei Spaniern recht beliebt, zeichnen sich aber nicht durch besondere Schönheit aus. Die lieblose Bebauung reicht bis an den Strand, für eine Uferpromenade hat es nicht gereicht.
Sueca und Cullera
Einige Kilometer weiter, ein Stück von der Küste entfernt liegt Sueca, die Reishauptstadt Spaniens, eine Stadt die ganz im Zeichen des Reisanbaus steht. Sehenswert ist das jährliche Paellafest im September, an dem über vierzig Meisterköche aus ganz Europa teilnehmen und bei dem die Profis ihre Paellas über offenem Feuer zubereiten müssen: eine echte Herausforderung.
Der beliebteste Urlaubsort an diesem Küstenabschnitt ist Cullera, kein Wunder können doch nur wenige Orte an der Küste mit einem so schönen feinen Sandstrand aufwarten.
Die Stadt Cullera mit etwa 25.000 Einwohnern liegt an der sogenannten Bucht der Orangenbäume. Das Gebiet ist fruchtbar und verfügt über genügend Wasser, dafür sorgt der Fluss Júcar, der das ganze Jahr über ausreichend Wasser führt. Die Region war aus dem Grund auch bereits in der Steinzeit bediedelt. Interessante Fundstücke sind im archäologischen Museum La Cueva del Volcán del Faro zu besichtigen. Cullera verfügt zudem über einer ganzen Reihe weiterer Museen, Kirchen und anderen Sehenswürdigkeiten. So kommt bei einem Urlaub in Cullera auch die Kultur nicht zu kurz.
Gandia, Calp und Benidorm
Etwa 70 Kilometer südlich von Valencia liegt Gandia. Die Stadt mit ihren 75.000 Einwohnern ist ein beliebter Badeort. Die bekanntesten Strände sind Playa D´Ahuir, Playa Nord, Venecia und Rafalcaid.
Weiter die Küste hinunter, südlich des Cap de la Nao liegt Calp (das frühere Calpe). Hier machen viele Spanier Urlaub, aber nicht nur.
Calp hat zwei sehr bekannte Strände: Platja Arenal Bol und Platja La Fossa. So mancher Urlauber läuft aber lieber ein kleines Stück und sucht sich einen ruhigeren Platz in einen der vielen kleinen Buchten an diesem Küstenabschnitt.
Einige Kilometer nördlich von Alicante stösst man auf Benidorm, einen der bekanntesten Urlaubsorte Spaniens. Die beiden bekanntesten Strände der Urlaubshochburg sind der Playa de Poniente und der Playa de Levante. Beide sind etwa 2,5 Kilometer lang und zeichnen sich durch feinen Sandstrand und eine gut ausgebaut touristische Infrastruktur aus. Sie sind durch den Balcón del Mediterráneo voneinander getrennt, auf den man über eine Freitreppe gelangt. Wer mit seinen Kindern unterwegs ist: In Benidorm finden sich einige bekannte Auaparks.
Der südlichste größere Urlaubsort der autonomen Region Valencia ist Torrevieja, eine der größen künstlich erschaffenen Urlaubsorte an der spanischen Mittelmeerküste. Vor 45 Jahren lebten in Torrevieja fast ausschließlich Fischer und Salinenarbeiter, heute finden sich hier zahlreiche Freizeitparks, mit Palmen bestandene Promenaden, Rad- und Reitwege, Restaurants aller Art, Marinas und Wassersportdienstleister und natürlich große und kleine Hotels. Natürlich fehlen auch Strände nicht, was wäre schließlich ein Urlaub am Mittelmeer ohne Baden im Meer und Relaxen im Sand?
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