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Hochgefühle garantiert - Urlaub auf der valencianischen Hochebene

Das Hochland von Valencia. Foto: Tourspain

Der Name Valencia steht nicht nur für Badeurlaub oder Städtetourismus, sondern auch für Urlaub auf dem Land, Urlaub im gebirgigen Hinterland, in den Schluchten, Tälern und auf den Bergen der Region. Jeder, der schon einmal bei klarer Sicht bei einem Landeanflug aus die Region Valencia der Luft gesehen hat, weiß wie zerklüfftet das Land ist.

Im Gegensatz zu der blühenden Landschaft der valencianischen Küstenregion ist die Hochebene an Vegetation zwar ärmer, aber deswegen nicht weniger reizvoll.

Tour über die valencianischen Hochebene

Unsere Tour beginnt in Liria, einer Kleinstadt etwa 30 Autominuten von der Innenstadt Valencias entfernt. Liria liegt Fluss Turia, der hier aus den Bergen kommend in Richtung Osten, in Richtung Meer fliesst. Der Ort war bereits vor 750 Jahren weithin bekannt, da König Jaime II hier eine bedeutende Burg errichten ließ. Bevor die Tour beginnt, sollte man sich noch unbedingt das Rathaus aus dem 16. Jahrhundert ansehen. Auch die Kirche Iglesia e la Sangre, ein Meisterstück valencianischen Gotik und Nationaldenkmal, ist sehenswert.

Die Tour führt uns in Richtung Westen, immer bergauf, vorbei an der Ortschaft Doniño. Nach etwa 20 Fahrminuten lohnt sich ein erster Stopp im Dorf Casinos. Die Süssigkeiten und Zuckermandeln gelten als eine der besten der gesamten Provinz.

Chulilla und Chelva

Die Landstraße führt weiter bis zum Dorf Losa del Obispo. Von dort verlässt man die Hauptstraße und fährt auf schmalen Straßen weiter in Richtung Süden. Vorbei an zahlreichen Weinfeldern gelangt man bis Chulilla, einem der schönsten und idyllischsten Dörfer dieser Gegend. Schon von weitem wirkt der an einem Hang liegende Ort so als ob die Zeit still gestanden hätte. Keine Neubauten sind zu sehen, einzig der Autoverkehr erinnert daran, dass man sich im 21. Jahrhundert befindet.

Die Fahrt geht zurück nach Norden bis Losa del Obispo und von dort weiter nach Westen bis Chelva, einem der größten Orte des valencianischen Hochlandes.

Mittelpunkt der Stadt ist die Kirche Virgen de los Angeles, um die sich schmale Gassen, Bürgerhäuser und stille Plätze gruppieren.

Oberhalb des Ortes findet man das römische Aquädukt Pena Cortada. Es versorgt nicht nur den Ort, sondern auch die Landwirtschaft mit dem benötigten Wasser.

Einige Kilometer in Richtung Südwesten liegt der Stausees Benageber. Hier finden Wassersportler und Aktivurlauber ein reiches Betätigungsfeld und auch Naturfreunde kommen in der wilden und weitgehenden unberührten Landschaft voll auf ihre Kosten. Der See staut seit 60 Jahren das Wasser des Río Turia, des Flusses, der ursprünglich durch die Stadt Valencia floss, der aber seit 1973 um die Stadt herum geleitet wird.

Ademuz

Weiter nördlich gelangt man in die Region Ricón de Ademuz.

Zwar gibt es einige interessante Orte, aber das Dorf Ademuz wirkt auf auswärtige Besucher besonders romantisch und friedlich. Die historische Bausubstanz und schmale, steile kleine Straßen und versteckte Ecken versetzen den Gast mental in vergangene Zeiten zurück.

Desweiteren finden sich einige historische Fincas, eine Dorfkirche und die Ruinen einer arabischen Burg.

Von Ademus aus geht die Reise weiter in Richtung Süden. Das Gebiet ist vor allem wegen seiner landwirtschaftlichen Schönheit, seinen steil aufragenden Bergen, wilden Schluchten und ungezähmten Bergflüssen mit ihren kleinen Wasserfällen bekannt. Auch die weitgehend unberührte Natur der Region mit ihren Pinienwäldern trägt zu den Reizen der Landschaft in nicht unerheblichen Maße bei.

Requena, Utiel und das Tal von Ayora

Die beiden größten Städte der Region sind Requena und Utiel. Beide sind reich an historischen Sehenswürdigkeiten.

In Requena steht vor allem der Palast des Cid und das Haus der heiligen Theresa im Focus den Besucherinteresses. Auch Teile der Stadtmauer, ein Huldigungsturm, die Residenz des Landvogts und das Gebäude des ehemaligen Inquisitionsgericht sollten bei einem Rundgang durch Requena besichtigt werden. Wer sich neben Kultur und Kunst auch für gutes Essen interessiert, der sollte Anfang Februar die Messe der hausgemachten Qualitätswurstwaren in Requena besuchen. Und wer im Herbst in der Region Valencia ist: Das Weinfest von Requena ist absolut sehens- und erlebenswert. Es wird seit 1947 gefeiert und soll das älteste Weinfest Spaniens sein. Dies ist kein Wunder ist doch der Weinbau und Weinverkauf ein wichtiger Erwerbszweig für die Bevölkerung. Der Name der Weinanbauregion ist Utiel-Requena, und so wundert es nicht, dass auch in der Nachbarstadt Utiel die Produktion und der Handel mit Wein eine wichtige Einnahmequelle sind.

Die Stadt Utiel ist für seinen 100 Jahre alten Stierkampfplatz und die Kirche Santa María de la Ansunción bekannt, die dem gotisch-isabellinischen Stil entspricht und im 16.Jahrhundert wiederaufgebaut wurde.

Tal von Ayora

Folgt man den Landstraßen weiter in den südlichen Teil des Hochlandes kommt man zum Tal von Ayora. Hier ist vor allem die wilde Landschaft, die sich zwischen den Bergen erstreckt eindrucksvoll.

Desweiteren sind Dörfer, wie Confrentes, das mit seiner Burg auf einem erloschenen Vulkan liegt oder Jarafuel, die Stadt der Brunnen sehenswert.

Eine Besichtigung der Höhle Don Juan ist für Besucher, die sich für Archäologie interessieren ein Muss, schließlich kann sie mit schönen Höhlenmalereien punkten. Aber auch die Grotten im tieferen Höhleninneren mit ihren Stalagtiten und Stalagmiten sind sehenswert und von beeindruckender Schönheit.

Enguera und Alzira

Zentrum der Gegend ist Enguera, eine schöne Stadt, die eine Kirche aus dem 16.Jahrhundert im Herrera-Stil, sowie ein Kunst- und Geschichtsmuseum beherbergt. Über weitere idyllische Dörfer lässt sich die Höhle La Arana erreichen, in der man auch Felsenmalereien gefunden hat. Etwa auf der gleichen Höhe, jedoch ein Stück näher am Meer, liegt Alzira, das eine Vielzahl von interessanten Bauten aus dem 14. und 16. Jahrhundert aufweist. In der Umgebung beeindrucken vor allem die beiden Täler Murta und Aigües Vives mit ihren hübschen Wäldern und Orangenhainen.

Mehr zu Valencia:

www.landvalencia.com


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