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Urlaub im Yosemite Nationalpark - Natur pur
Bei einem Urlaub an der Westküste ist ein Besuch in mindestens einem der vielen Nationalparks ein absolutes Muss. Einer der beliebtesten ist der Yosemite Nationalpark(wird "jo-sä-mi-tie" gesprochen). Nur wenige Fahrstunden entfernt von San Francisco zeigt sich hier die Natur von ihrer schönsten Seite. Obwohl der Park über 300 Hektar groß ist, konzentriert sich die Masse der Besucher vor allem auf das atemberaubend schöne Yosemite Valley, das von spektakulären, steil ansteigenden Granitfelsen eingerahmt wird.
Die berühmtesten Felsen sind der El Capitan, an dem Kletterer aus aller Welt ihr Glück versuchen, und der nahezu senkrechte Half Dome. Doch nicht nur Profi-Bergsteiger finden in Yosemite ihnen angemessene Herausforderungen, auch Otto Normalwanderer finden in dem riesigen Areal die richtige Route. Im Nationalpark ist man überdies vorbereitet auf Besucher, die jede überflüssige Kraftanstrengung vermeiden wollen. Yosemite Village bietet Fast Food, Einkaufsmöglichkeiten, Unterkünfte und dient als Ausgangspunkt für Besichtigungstouren. Ein Shuttlebus fährt die interessantesten Punkte im Tal an und die sind so zahlreich, dass man ohne weiteres einen ganzen Tag beschäftigt ist. Im Tal liegt auch der Mirror Lake, der „Spiegelsee“. In ihm spiegelt sich die umgebende traumhafte Kulisse, was den Anblick gleich doppelt schön macht. Im Spätsommer trocknet der See meist aus, doch im Frühling füllt er sich jedes Jahr erneut mit Schmelzwasser.
Berge, Mammutbäume, Wasserfälle - Urlaub für Naturliebhaber
Die steilen Felswände des Yosemite Valley, die für sich schon aufregend genug sind, bieten ideale Voraussetzungen für mehrere grandiose Wasserfälle. Am höchsten sind die Yosemite Falls, die über drei Stufen gut 740 Meter in die Tiefe stürzen. Ein Besuch lohnt sich dort vor allem im Frühjahr, wenn genügend Schmelzwasser abfließt. Das gilt auch für die Bridalveil Falls, die ohne größeren Aufwand erreicht werden können. Wer im Spätsommer oder Herbst in Yosemite Urlaub macht, und die zuerst genannten Wasserfälle ausgetrocknet vorfindet, kann zu den Vernal Falls oder den Nevada Falls ausweichen. Beide befinden sich in der Nähe des Half Dome und erfordern eine kleine Wanderung von circa zwei bis drei Kilometern. Einen hervorragenden Blick auf die beiden Wasserfälle genießt man auch vom Glacier Point. Die Aussicht von hier auf das Tal gilt als die schönste des Nationalparks. Zum Aussichtspunkt kann man entweder wandern, oder über die Glacier Point Road gelangen, die jedoch schneebedingt meist nur von Anfang Juni bis November befahrbar ist. Da das nicht die einzige Straße ist, die wegen widriger Wetterbedingungen geschlossen sein kann, lohnt es, sich schon im Vorfeld über eventuelle Straßensperren zu informieren (siehe www.nps.gov/yose/parknews/index.htm).
Wer im Frühjahr oder Spätherbst anreist, muss damit rechnen, dass die Straßen zwar offen, aber nur mit Schneeketten befahrbar sind. Das gilt vor allem für die Tioga Pass Road, die zu den Bergwiesen der Tuolumne Meadows und dem Aussichtspunkt Olmsted Point führt. Von dort hat man einen schönen Blick auf den Half Dome und den Tenaya Lake. Die entsprechende Jahreszeit vorausgesetzt, ist auch der Highway 41 über Wawona geöffnet, von dem man zum Mariposa Grove gelangt. Hier stehen die imposantesten Mammutbäume des gesamten Yosemite Parks.
Tierische Autoknacker auf Futtersuche
Vor den Toren des Nationalparks gibt es wesentlich mehr Übernachtungsmöglichkeiten als im Park selber. Als Ausgangspunkte für Ausflüge nach Yosemite bieten sich die Orte Mariposa und Groveland im Westen, Oakhurst im Süden und Lee Vining im Osten an. Wer direkt im Park übernachten will, sollte frühzeitig planen und reservieren. Insbesondere in den Sommermonaten, wenn die Besucher in Massen das Tal stürmen, sind Hotels, Selbstversorgerhäuschen und Campingplätze restlos ausgebucht. Die nobelste Unterkunft im Tal bieten das Ahwahnee Hotel und die Yosemite Lodge. Ähnlich bequem ist das Wawona Hotel in Wawona. Ansonsten gibt es noch etliche Hütten mit und ohne Bad sowie Campingplätze.
Bei einem Camping-Urlaub in Yosemite sollte man sich, was die Lagerung von Lebensmittels angeht, unbedingt an die Anweisungen der Park Ranger halten und „bärensichere“ Container benutzen. Die hier lebenden Schwarzbären betätigen sich oft mehrmals die Woche als Autoknacker, sobald sie in einem Wagen Essbares wittern. Seine Lebensmittelvorräte im Zelt zu horten, ist, wie man sich lebhaft vorstellen kann, erst recht eine schlechte Idee. Wahrscheinlich bekommt man bei seinem Besuch jedoch keine Bären zu Gesicht, aber bei der großen Anzahl der hier lebenden Tiere, vom Kolibri bis zum Hirsch, bekommt man auch so genug aufregende Dinge zu sehen. Davon mal ganz abgesehen, stiehlt die tolle Landschaft sowieso allem anderen die Schau.
Weitere Informationen:
Umfassende Informationen über den Park gibt es unter www.nps.gov/yose/
*Fotos mit freundlicher Unterstützung der California Travel & Tourism Commission



