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Rocky Mountains und Nationalparks
Der Nordwesten der Vereinigten Staaten, der zu einem großen Teil von den Rocky Mountains eingenommen wird, ist durch die Weite seiner Landschaften geprägt. In dieser Weite verlieren sich die wenigen Städte und Naturwunder, zu denen das Gebiet des Yellowstone Parks ebenso gehört, wie die Vulkane der Cascaden. Schier endlos ziehen sich die Straßen durch urtümliche Landschaften und machen das Fahren zu einem fast hypnotischem Erlebnis.
Inmitten dieser Region, in der Nordwestecke des Staates Wyoming, liegt der Yellowstone National Park, mit seinen Geysiren, bunten Sinterterassen und kochenden Mineralwasserseen. Dieser riesige Nationalpark bietet zudem Platz für viele wilde Tiere wie Büffel und Bären.
Neuerdings interessieren sich Biologen und Bio-Techniker ganz besonders für die Lebewesen, die unter extremen Bedingungen in den heißen Quellen leben und teilweise für die bunten Farben der heißen Quellen und Sinter verantwortlich sind. Auch den Ökologen dient der Park als riesiges natürliches Labor: Als Mitte der 80er Jahre Waldbrände große Gebiete des Parks zerstörten, kam es zu hitzigen Diskussionen darüber, ob der Mensch eingreifen sollte. Es wurde entschieden, nicht einzugreifen, und erstaunt stellte man fest, wie schnell sich die Natur nach den Bränden von selbst regenerierte! Und obwohl der Park jährlich von zig-Tausenden von Touristen besucht wird, findet man nur wenig abseits der touristischen Zentren erhabene Einsamkeit.
Im Westen, schon nahe der Küste, liegt die Bergkette der Cascaden. Ihre Gipfel bilden mächtige Stratovulkane, von denen einer, der Mount Saint Helens, im Jahre 1980 explosionsartig ausbrach und weite Landstriche verwüstete. Diese Vulkankette zieht sich von Kanada aus bis zum Mount Shasta in Kalifornien. In dem Gebiet um den Mount Saint Helens, das nach dem Ausbruch zum Nationalpark erklärt wurde, liegen noch heute die wie Streichhölzer geknickten Bäume. Die feine weißliche Asche läßt den Berg und seine Umgebung wie einer Schneelandschaft erscheinen. Im Krater hat sich ein mächtiger Lavapfropfen über dem Schlot gebildet, an dem noch immer heiße Dämpfe aufsteigen. Das Gebiet ist durch Wanderwege gut erschlossen, aber das direkte Betreten des Kraters ist verboten, denn die steilen Kraterwände sind auch fast 20 Jahre nach dem Ausbruch noch immer so instabil, dass praktisch permanent Steinschlag herrscht.
