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Key West - Toleranz, Party und viel Sonne ganz im Süden der USA

Key West - Relaxen unter Palmen

Key West - Relaxen unter Palmen. Foto: Désirée Schubert

Kaum ein Urlaubsort in Florida hat so einen guten Namen wie Key West. Der Urlaubsort, der aus zahlreichen Hollywoodfilmen bekannt ist, wie zum Beispiel der James Bond „Lizenz zum Töten“, ist für seine zauberhaften Sonnenuntergänge und seine traumhafte Urlaubskulisse berühmt .

Key West ist der südlichste Ort der USA und da er so weit abseits liegt, weitab der großen Zentren, konnte sich hier ein eigener, recht lockerer Lebensstil entwickeln. Und so leben hier zahlreiche Lebenskünstler, unter anderem Schriftsteller, Maler und Musiker. Diese Art Publikum zog und zieht wie selbstverständlich zudem Homosexuelle aus allen Teilen der Staaten an, die hier recht frei ihr Lebensgefühl ausleben und zeigen dürfen. Aber auch zahlreiche jungen Menschen aus dem ganzen Land lieben die lockere Atmosphäre und die vielen Partys und Events in Key West.

Bevor Spanier die Inseln entdeckten, lebten in Key West die Calusa-Indianer, die möglicherweise sogar Kannibalen waren. Nicht viel besser behandelten nachfolgende Generationen ihre Mitmenschen. Die Inselbewohnern lockten vorbeifahrende Schiffe mit falschen Signalfeuern auf die Riffe, um die Wracks anschließend auszuplündern oder sie wurden gleich Piraten. Sehr viele Schiffe wurden allerdings auch von widrigen Winden und bösartigen Strömungen auf die Riffe und Sandbänke rund um Key West getrieben. Das Plündern von Wracks war lange Zeit die Haupteinnahmequelle der Inselbevölkerung: eine sehr lukrative.

Heute lebt man vom Tourismus und das ebenfalls recht gut. Seitdem Key West ans Straßennetz angeschlossen wurde, ist die Stadt mit ihren 25.000 Einwohnern der südlichste Festlandspunkt der USA und wird durch seine gute Erreichbarkeit oft angesteuert.

 

Key West wurde nicht erst in den letzten Jahren gerne von Künstlern angesteuert.

Bereits Ernest Hemingway lebte hier und das mehr als dreizehn Jahre lang. Es machte nicht nur die Bars der Stadt unsicher und flirtete, sondern schrieb auch, fischte oder kümmerte sich um seinen Sohn. Allen Literaturfreunde sei das Hemingway Museum in der Witehead Street ans Herz gelegt. Aber auch andere Literaten wohnten in der Stadt, in der Duncan Street Nr.1431 beispielsweise lebte 34 Jahre lang der Dramatiker Tennessee Williams und in der White Street die Lyrikerin Elisabeth Bishop.

Außerdem findet sich in ein Key West ein Shipwreck Museum. Hier werden spektakuläre Fundstücke von verschiedenen Wracks ausgestellt.

Auch ein weiteres Museum zieht zahlreiche Besucher an: das Ripley's Museum. Seit wenigen Jahren ist der Ort für skurrile und außergewöhnliche Ausstellungsstücke wieder geöffnet - nachdem das damalige Gebäude verkauft wurde, schlossen auch die Museumstüren - und befindet sich zentral in 108 Duval Street. Neben verschiedenartigsten Ausstellungsstücken aus der ganzen Welt findet sich auch ein wenig Lokalkolorit wieder. Zu bewundern ist unter anderem der Wasserski des ehemaligen Key West Bürgermeisters Sonny McCoy, der im Jahre 1978 auf seinen Wasserski nonstop von Key West nach Havanna, Kuba fuhr.

Wer sich für die Natur interessiert, der kommt im Aquarium in der Witehead Street auf seine Kosten und

Schmetterlingsfreunde, und wer ist das nicht, werden vom Butterfly House begeistert sein. Hier finden sich viele Arten tropischer Schmetterlingen in allen erdenklichen Farben und Formen.

Key West wird in vielerlei Hinsicht von der Karibik geprägt, auch beim Essen und Trinken. Auf den Märkten und in den Lebensmittelgeschäften findet man vielerlei Produkte, wie man sie auch in der Karibik findet: Fisch, Meeresfrüchte, Obst, Gemüse, karibischer Rum und exotische Gewürze. In den Restaurants stehen oft karibische Spezialitäten auf der Speisekarte.


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