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Urlaub im Joshua Tree Nationalpark - wo die Wüste lebt
Bei einem Urlaub im Joshua Tree Nationalpark kann man gleich zwei verschiedene Wüsten genauer erkunden – die tiefer gelegene heiße Colorado-Wüste und die etwas kühlere Mojave Wüste, in der auch die namensgebenden Joshua Bäume zu finden sind. Eigentlich handelt es sich bei den Bäumen um Liliengewächse, doch die botanische Zugehörigkeit sieht man den oft mehreren Meter hohen Pflanzen nicht gerade an.
Besonders interessant ist die Übergangszone, in der sich Merkmale beider Wüsten vereinen. Die verschiedenen Oasen im Park ermöglichen Fächerpalmen das Gedeihen in der Ödnis. Die beste Zeit für einen Urlaub ist im Frühjahr oder Herbst, wenn die Temperaturen tagsüber nicht unerträglich heiß werden. Wenn es im Winter genügend Niederschläge gegeben hat, tragen die bizarren Joshua Bäume im Frühling Blüten und die Wüste färbt sich bunt.
Die beeindruckende Landschaft des Joshua Tree Nationalparks lässt sich am besten auf zu Fuß erkunden. Ein beliebtes Ziel von Wanderungen ist zum Beispiel die Fortynine Palms Oasis. Die Wanderung dorthin ist relativ leicht zu bewältigen und wer etwas Glück hat, kann an der Oase viele Tiere beobachten. Um einiges anstrengender ist der circa sechs Kilometer lange Weg zur Lost Palm Oasis. Für seine Mühen wird der Wanderer mit dem größten Fächerpalmenbestand des Parks entschädigt. Sehenswert ist auch die Cottonwood Springs Oase, an der noch Tonscherben und andere Überbleibsel von den Indianer, die hier einst lebten, verstreut liegen.
Von der Oase führen verschiedene Wanderwege zu interessanten Punkten in der näheren Umgebung, zum Beispiel zu dem meist trocknen Wasserfall Cottonwood Wash an dem man mit etwas Glück Dickhornschafe beobachten kann. Von hier führt auch ein Weg zum Mastodon Peak, ein Gipfel von dem man eine ausgezeichnete Aussicht hat. Ganz in seiner Nähe befinden sich zwei ehemalige Goldminen. Das Betreten verlassener Goldminen, von denen es im Joshua Tree Park gleich mehrere gibt, sollte man sich jedoch aus Gründen der Sicherheit generell verkneifen.
Reiseziel für Wanderer, Kletterer und Camper
Außer Wanderern zieht der Nationalpark auch Kletterfans an, die ihr Können an den glatt geschliffenen Felsformationen testen. Besonders beliebt sind bei ihnen die Jumbo Rocks. Ein Gebiet des Parks, das besonders viele Findlinge und Felsen aufweist, wird auch „Wonderland of Rocks“ genannt – das Wunderland der Felsen. Wer sich besonders für die geologischen Besonderheiten der Gegend interessiert, kann ein paar der Highlights auch mit dem Auto auf der Geology Tour Road abfahren. Für die Fahrt über die unbefestigte Straße empfiehlt sich allerdings ein Wagen mit Vierradantrieb.
Von Palms Springs aus lässt sich der Park in gut einer Stunde mit dem Auto erreichen. Ein guter Ausgangspunkt für Tagestouren ist der Ort Twentynine Palms, der direkt an der Grenze zum Park liegt und Übernachtungsmöglichkeiten und einige Lokale bietet. Campingurlauber haben die Wahl zwischen neun verschiedenen Campingplätzen. Die meisten davon sind kostenlos, aber ohne Wasserversorgung. Für solche Unannehmlichkeiten entschädigt einen jedoch die faszinierende Landschaft des Joshua Tree National Parks. Wenn man morgens den Kopf aus dem Zelteingang steckt und die vom Morgenrot angestrahlten Felsen und die gezackte Silhouette der Joshua Bäume sieht, ist das ein Urlaub erster Klasse.


