GAUCHOURLAUB IN URUGUAY
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Urlaub in Uruguay: Genießen wie die Kolonialherren
Hola, Buenos Dias! Grüßt der Gaucho, lässig auf seinem kreolischem Pferd sitzend, in der Rechten ein Seil, an dem er eine kleine Gruppe Pferde führt. Willkommen in Uruguay.
Die Estancia San Pedro de Timote befindet sich etwa 2 Autostunden nördlich von Montevideo, der Hauptstadt Uruguay. Das Anwesen liegt malerisch inmitten einer malerischen Hügellandschaft. Wären da nicht einige Autos, die vor dem Hauptgebäude parken, man würde meinen, die Zeit wurde im vorletzten Jahrhundert angehalten.
Die Leute an der Rezeption sind freundlich und man merkt dass diese Freundlichkeit auch ehrlich ist. Nach dem Einchecken wird der Urlauber zum Gästezimmer geführt. Über den Innenhof gelangt man zu den weitläufigen Anbauten. An gepflegten herrlichen Gärten und Blumenbeeten entlang, betritt der Gast die alten Gebäude.
In den Salons und Gesellschaftsräumen entdeckt man immer noch das alte Mobiliar von einst. Die Bilder an den Wänden und viele Fotos zeugen von der Geschichte der Estancia. Alle diese Dinge lassen einem das Leben der Kolonialherren nachempfinden.
Neben dem Herrenhaus, das vom spanischen Kolonialstil geprägt ist befinden sich die Gebäude der Angestellten, ebenso die obligatorische Pferdekoppel. Es sind knapp 100 Pferde, alle von dieser kreolischen Rasse in den verschiedensten Farben, die man hier zu Gesicht bekommt. Hinter dem Hauptgebäude erstreckt sich ein enormes Waldstück. Hier wachsen auch einige Ombu’s, jene bizarren Bäume die man nur in diesem Winkel der Erde findet. Ansonsten besteht der Wald hauptsächlich aus riesigen Eukalyptusbäumen, die in der heißen Jahreszeit etwas Kühle spenden.
Die heute noch 2600 Hektar große Farm ist die älteste in Uruguay. Sie lässt sich mit dem Auge nicht überblicken und ist am besten auf dem Rücken eines Pferdes zu erkunden.
Für das leibliche Wohl der Gäste wird in einem der Nebenhäuser gesorgt. Nachmittags um 5 Uhr ist Teatime ein seltsam anmutender Brauch in diesem Teil der Welt. Hausgemachte Kuchen in unglaublicher Vielfalt lassen den aufkommenden Hunger schnell wieder verschwinden. Danach bleibt noch genügend Zeit zum Relaxen am Pool. Jetzt steht die Sonne schon tiefer und es ist nicht mehr ganz so heiß. Bis zur Cena, dem Abendessen sind es noch einige Stunden.
In Uruguay beginnt die Cena nicht vor halb 10. Die Palette der Vorspeisen ist vielfältig und alles aus dem „eigenem Garten“. Salate, Gemüse oder hausgemachte Pasteten lassen Gourmands auf Ihre Kosten kommen. Der Hauptgang besteht in Regel aus Fleisch. Ob vom Rind, von der Ziege, vom Lamm oder Schwein, nirgendwo auf der Welt wird bessere Qualität geboten. Der würzige Duft des Holzkohlegrill macht Appetit. Ein Fleischspieß, würzige Rinderbratwürste, Schweinerippen oder ein Filetstück vom Rind, für jeden ist etwas dabei.
Unbedingt probieren sollte man auch Pamplona, eine uruguayische Spezialität. Rinderfilet gefüllt mit Käse und Paprika, wird im Naturdarm gegrillt und schmeckt köstlich.
Kosten sollte man auch den Rotwein, der in hervorragender Qualität angeboten wir. Der Tannat, von einem spanischen Einwanderer eingeführt ist eine Sorte, die heute nur noch in Uruguay angebaut wird.
Auch wenn man schon satt ist, wird man um die Nachspeisen nicht herumkommen. Flan, Pudding oder Eiscreme mit Früchten sind nur ein kleiner Auszug aus dem Repertoire.
Nicht nur die Küche, die freundlichen Menschen, die Vielfalt der Aktivitäten, sowie die Ruhe auf dem Land lassen den Aufenthalt auf einer Estancia zum unvergesslichen Erlebnis werden.


