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Urlaub in Venezuela - Abenteuer "El Dorado"

Venezuela - Traumstrände der Isla Margarita

Venezuela - Traumstrände der Isla Margarita. Fotos: Werner Stoss

von Werner G. Stoss


Träumen Sie nicht auch – wenn Sie wieder mal so richtig schlapp von Ihrer Arbeit nach Hause kommen – von einem Urlaub in einem Paradies? Urlaub-im-Web stellt Ihnen ein solches mit vielen Superlativen vor: Auf Sie warten die feinsandigsten Traumstrände am kristallklaren Meer, die längste Seilbahn der Welt, der höchste Wasserfall mitten im Urwald und die schönsten Frauen der Welt (bei den „Miss Universum“-Wahlen der letzten 10 Jahre lagen die Töchter dieses Landes immer auf einem der ersten Plätze).


Sie können einen Abstecher in eine der heißesten Gegenden des Globus unternehmen und die längste Beton-Brücke aus Beton-Fertigteilen der Welt befahren. Wo dieses Traumland liegt? Sie finden es im Brockhaus zwischen den Stichworten „Veneziano“ und „Venia legendi“ und auf dem Globus zwischen Kolumbien und Brasilien: Es ist die Republik VENEZUELA.


Venezuela - Relaxen an Traumstränden

Venezuela - Relaxen an Traumstränden

Nach einem Zwischenstopp in Madrid um Mitternacht erreichen wir nach weiteren neun Stunden Flug den südamerikanischen Kontinent. Wohltuende Wärme von 26° empfängt uns. Ein Genuss gegen die nasse Februarkälte in Deutschland. Ein kleinerer Jet soll uns mitten in den Dschungel an eine Flusslagune bringen, von der aus wir den höchsten Wasserfall der Welt besichtigen wollen.

 

Schon der Flug über die dicht geschlossenen Wipfel der Urwaldriesen, die aus der Höhe wie aneinander gereihte Broccoliköpfe aussehen, ist atemberaubend. Und als gar der Captain das herrliches Flugwetter ausnutzt und steil in de Canyon eintaucht, ist unsere Begeisterung kaum noch zu bremsen. Romantische Rundhütten im Dschungeldorf Canaima mitten im Canaima-Nationalpark, der von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt worden ist, sind für die kommenden Tage unser Zuhause.


Die höchsten Wasserfälle der Welt: Salto Angel

Die höchsten Wasserfälle der Welt: Salto Angel

Auf dem Programm stehen eine Bootsfahrt durch die Stromschnellen in Richtung Orinoco und - als Höhepunkt der Flug zum höchsten bekannten Wasserfall der Welt, dem „Salto Angel“, mit einer Fallhöhe von 979 m am Rande des Rio Chírún. Überwältigende Naturerlebnisse, die durch kleine Unbequemlichkeiten, wie Dschungelmärsche neben für Boote unpassierbaren Stromschnellen, sind eher abenteuerlich als lästig. Außerdem entschädigen ein reichhaltiges Picknick auf einer strahlend weißen Sandbank und ein kühles Bad in der Lagune für alle Strapazen.
Auf dem Rückweg überfliegen wir den Orinoco, dessen Delta einst Kolumbus entdeckte, und das ihn nahezu euphorisch an seinen König schreiben ließ: „Ich sage, dass dieser Fluss, wenn er nicht vom Paradiese kommt, so von einem weiten, bisher unbekannten Land im Süden. Doch ich bin vielmehr davon überzeugt, dass dort das irdische Paradies liegt…“


Nach Kolumbus kamen andere, die Klasse der Konquistadoren, die weniger den Garten Eden, als vielmehr das El Dorado suchten, in dem sie glaubten, ihre Gier nach Gold und Edelsteinen befriedigen zu können. Ein neuer Run auf die Bodenschätze des Landes setzte zu Beginn unseres Jahrhunderts ein. Aus dem El Dorado wurde ein Öl-Dorado, diesmal erfolgreich.

Ein Land voller Kontraste

Karnevalsumzug am Swimmingpool

Karnevalsumzug am Swimmingpool

Träume vom Garen Eden und vom sagenhaften El Dorado sind heute auch in Venezuela weitgehend einer nüchternen Betrachtungsweise gewichen. Doch Paradiesisches können Sie auf den zweiten Blick immer noch finden: An den Stränden der karibischen Küste, in den Weiten der Savanne und auf den Flüssen, die sich durch die dichte Vegetation des tropischen Dschungels winden, unter den Gipfeln schneebedeckter Fünftausender und auch den farbenfrohen Festen der Venezolaner.


So erleben wir den Karneval in der Hafenstadt Cumaná: Vom „Schmutzigen Donnerstag“ 18 Uhr bis um Mitternacht des Fastnacht-Dienstag halten uns die heißen Samba-Rhythmen in Schwung.

In der Hauptstadt Caracas leben über 40 % der gesamten Landesbevölkerung. Das Häusermeer ist durchzogen von üppigen, grünstrotzenden Parks und eleganten Fußgängerzonen. Übrigens: Immigranten aus allen Ländern und Provinzen haben aus Caracas eine Drehscheibe der internationalen Kochkünste gemacht. Am exquisitesten finden wir die französisch-kreolische Küche, die superfrische Zutaten mit französischer Raffinesse in idealer Weise verbindet. Das Nachtleben ist turbulent und chaotisch: Es wird abgefeiert, als ob der letzte Tag der Erde angebrochen sei.…

Sehenswürdigkeiten ohne Ende

Koloniale Bauten. Fotos: Werner Stoss

Koloniale Bauten.

Was gibt’s noch zu sehen? Die ganzen Schönheiten der Landschaft eröffnen sich Ihnen, wenn Sie mit dem Mietwagen unterwegs sind. Mit Rechtsverkehr und ganz guten Richtungsschildern stellen sich Ihnen wenig Schwierigkeiten in den Weg.


Wenn Sie in die deutsche Vergangenheit des Landes reisen wollen, besuchen Sie die Stadt Colonia Tovar. Diese Ortschaft wurde vor 140 Jahren von Deutschen aus dem Kaiserstuhl gegründet und war bis vor ungefähr 70 Jahren noch ohne feste Straßenanbindung an die Außenwelt, so dass sich bis heute die alte alemannische Mundart erhalten hat.


Wir logieren im „Hotel Freiburg“ und sind vom Kaiserstühler Dialekt der Inhaber begeistert. Auch lohnt sich ein Abstecher nach der vom deutschen Forscher Humboldt entdeckten Höhle von Guacharo. Dort nisten – einmalig auf der Welt - blinde Vögel, die nur nachts auf Nahrungssuche ausfliegen und sich nach Art der Fledermäuse per Ultraschall orientieren.


Wanderdünen

Wanderdünen

Auf dem Weg zum Ölförderungsgebiet der Maracaibo-See (mit der weltweit längsten Brücke aus Beton-Fertigteilen) treffen Sie auf Naturschutzgebiete, aus deren Lagunen rosafarbene Wolken von Flamingos aufsteigen, giftrote Ibisse durchs Wasser stelzen und Pelikane mit Fregattvögeln sich um die besten Beutefische zanken.


Im Pitier-Nationalpark bei Coro kreuzen riesige Wanderdünen Ihre Straße, die unentwegt von Planierraupen freigehalten wird. Wenn die Maschinen das nicht mehr schaffen und der feine Sand die Straße meterhoch verschüttet, wird einfach eine neue Straße daneben gebaut.


Und dann der Anstieg in die eisige Welt der Füntausender-Gipfel der Sierra Nevada bei Mérida: Dort liftet sich die höchste Seilbahn der Welt schnell vom warmen Tal in die eisigen Höhen der Fünftausender.


Ein interessanter Ausklang einer jeden Reise ist wohl das Shopping auf der zollfreien Insel Margarita: Designer-Klamotten zu wirklichen Spottpreisen. Aber auch Sportartikel sind äußerst preiswert. Wir erstehen ein venezolanisches Kostüm für 60 €, einen schicken Hosenanzug für lediglich 50 € und die angesagten Designer-Sportschuhe für schlappe 40 €.

Ein absoluter Insider-Tipp: Windsurfen vor der Halbinsel Parauaná

Unberührtem einsame Strände

Unberührtem einsame Strände

 

Neben dem Toprevier El Yaque gilt in Surferkreisen das verschlafene Fischerdorf ADICORA als absoluter Hit. Das in der Nähe von Pueblo Noevo gelegene 2.000-Selen-Dorf, dessen freundliche Einwohner vom Fischfang leben, weist von Dezember-April allerbeste Windbedingungen auf.

Melden Sie sich bei Carlos, der 5 Zimmer vermietet und für Sie „Thai-Food“ kocht und Sie in die letzten Tricks des Kitesurfen einweist. (Infos über www.visit-venezuela.com)


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