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Vietnam - alte Kultur und neue Aufgeschlossenheit
Alte Kultur und neue Aufgeschlossenheit:
Fluss der Wohlgerüche, Wolkenpass und Berg der duftenden Spuren, Purpurstadt, Duftpagode und Palast der Höchsten Harmonie: Namen voller Poesie begleiten eine Reise durch Vietnam.
Tatsächlich verbirgt sich hinter den zahlreichen Sehenswürdigkeiten des südostasiatischen Landes ein reicher Schatz von Mythen und Legenden. Vietnam, dessen Name sich mit einem furchtbaren Krieg verbindet, ist heute wieder ein Land zum Staunen - und zum Genießen.
Nach langer Zeit der Abschottung erschließt sich dem Besucher eine 4000 Jahre alte, faszinierende Kultur inmitten der farbig-tropischen Landschaft. Die Wunden des Krieges, der drei Jahrzehnte gewütet hat, vernarben zunehmend. Und Vietnam präsentiert sich heute in einer Aufgeschlossenheit, die noch vor wenigen Jahren undenkbar schien.
Das sanfte Lächeln Asiens begegnet dem Besucher auf jedem Schritt. Es lädt ein, ein Land zu entdecken, das trotz des wachsenden Interesses von Reisenden in aller Welt immer noch vom Tourismus wenig berührt erscheint. Die Gastfreundschaft der Menschen ist allgegenwärtig. Auf bunten Märken offenbart sich ein Stück des authentischen typischen Alltags der Vietnamesen, und wer dem asiatischen Essen gegenüber grundsätzlich aufgeschlossen ist, findet in Vietnam eine ausgezeichnete Küche mit eigenem Charakter – trotz der unverkennbaren Einflüsse der einstigen französischen Kolonialherren.
Die Kolonialzeit lebt auch ein bisschen noch in der Sprache fort: Trifft man auf ältere Vietnamesen, kann man sich häufig mit Französisch verständigen. Mit Englisch kommt man eher im Süden des Landes durch. Vietnamesisch selbst ist – wie die meisten asiatischen Sprachen – für Europäer relativ schwer zu erlernen.
Abwechslungsreiche Landschaften, von Flüssen, Küste und Gebirge geprägt, stehen ebenso im Mittelpunkt einer Vietnamreise wie die Begegnung mit den eindrucksvollen Zeugen von Geschichte und alter Kultur. Die reizvolle Altstadt von Hanoi und die ehemalige Kaiserstadt Hue, die Hafenstadt Da Nang, auch das Zentrum der bedeutenden Cham-Kultur, die Ferienorte Nha Trang an der Küste und Da Lat im zentralen Hochland, schließlich Ho-Chi-Minh-City (das ehemalige Saigon), das lebhafte Zentrum im Süden – das sind die Hauptstationen einer klassischen Vietnamreise.
Prachtvolle Pagoden, Tempel und Paläste gehören – trotz mancher Beschädigung - zu den eindrucksvollsten Motiven. Einer der Höhepunkte jeder Vietnamreise ist zum Beispiel die Duftpagode Chua Huong bei Hanoi. Erreichbar nur mit einem Boot, findet sich hier eine ganze Ansammlung von malerischen Gebäuden, die in Höhlen und auf Felsvorsprüngen des „Bergs der duftenden Spuren“ errichtet worden waren.
Unweit von Hanoi findet sich auch ein landschaftliches Highlight: die berühmte Ha-Long-Bucht mit ihren tausenden von bizarr geformten Kalkinseln, die aus smaragdgründem Wasser heraus ragen. Daneben lohnt sich auch ein Ausflug zu der „Trockenen Ha Long Bucht“, die eine einzigartige Grottenlandschaft präsentiert. Die wunderschönen Strände von Nha Trang im südlichen Teil des – wiedervereinigten – Landes und das Bergland um Da Lat gehören zu den weiteren bedeutenden Beispielen der Landschaftsvielfalt.
Auch wenn er etwas beklemmend erscheinen mag: Der Besuch eines legendären Relikts aus dem Vietnamkrieg stellt einen zwar krassen, aber dennoch interessanten Kontrast zum Landschafts- und Kulturerlebnis im Rahmen einer Vietnamreise dar: Bei Saigon können Teile eines rund 200 Kilometer langen, mehrstöckigen Tunnelsystems der Vietcong besichtigt werden. Es war schon in den 40er Jahren im Widerstand gegen die Franzosen gegraben und später gegen die USA ausgebaut worden. (kiwi)
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