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Die Zentrale Markthalle

Stickkunst in der Zentralen Markthalle. Foto: Dagny Riegel
Als wir das Restaurant verlassen, schneit es natürlich nicht mehr. Schließlich scheint heute ja 3-Wetter-Tag oder etwas ähnliches zu sein. Beste Voraussetzungen also, um einem Markt mit Dach und Wänden einen Besuch abzustatten: der Zentralen Markthalle. Sie wurde lange Zeit renoviert, und das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Wie im Baujahr 1890 bestimmen bunte Ziegeln, Stein und Terrakotta zusammen mit der Eisenkonstruktion den 150 Meter langen Bau am Vámház krt. Durch die vielen Fenster im oberen Bereich wirkt die Galerie-Ebene schön hell; zumal jetzt unvermittelt die Sonne scheint. Allerdings braucht man sich nicht übermäßig lange in der ersten Etage aufzuhalten.
Die Stände ähneln sich unheimlich und sind recht touristisch bestückt. Es gibt überall die gleichen Stickereien, Porzellanfiguren und Holzwaren, allesamt reich und bunt beblümt. Ich kaufe für 1000 Forint eines der unzähligen Schachspiele aus Holz – ohne Blumen. Angefangen von solchen kleinen Reise-Spielen reicht die Palette bis hin zu großen, säuberlich verarbeiteten Brettern.
Das Lebensmittelangebot im unteren Teil der Markthalle ist allerdings wirklich beeindruckend. Ungarische Salami, Paprika, Obst und Gemüse sind appetitlich vor den Augen der Kunden in den Marktgässchen ausgebreitet. Die Stände an sich sind in ihrer plastikfreien Holzverkleidung auch schön anzusehen.
Zentrale Markthalle, Fövám krt. 1-3
