ITALIEN - URLAUB IM PIEMONT
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Urlaub im grünen Turin
Wer Turin nur nur in Verbindung mit der Automarke FIAT kennt, der wird beim Gedanken an die Stadt wahrscheinlich gleich eine triste Industriestadt vor Augen haben. Doch nichts könnte realitätsferner sein, als diese Annahme. Denn die idyllische Lage Turins am Po und umschlossen von Alpengipfeln machen die Großstadt zu einem grünen Paradies.
Auf einer Fläche von über 16 Millionen Quadratmetern erstrecken sich ausgedehnte Parks und wunderschöne Gärten, die zu belebenden Spaziergängen in der Natur des Piemont einladen. Nicht zu vergessen seien auch die 70 Kilometer Parklandschaft entlang des Pos und seiner drei Zuflüsse. Hier kann man spazieren, wandern, Radfahren oder einfach nur faul im Gras liegen und den Anblick der zauberhaften Landschaft genießen.
Turin ist als Radfahrerparadies bekannt. Wer hier Urlaub macht, den erwarten allein in der Stadt 60 Kilometer Radweg. In der ganzen Provinz sind es weitere 600 Kilometer, die entlang des Pos oder über die Hügel des Piemont führen. Radfahrer können sich vor ihrem Urlaub über interessante Streckenabschnitte informieren. Wer gerne Downhill und Mountainbike fährt, findet ebenfalls interessante Routen vor.
Wer Urlaub im grünen Turin macht, kommt am Parco del Valentino nicht vorbei. Der schöne Park liegt direkt am Po zwischen den Brücken Ponte Umberto und Ponte Principessa Isabella. Er erstreckt sich auf einer Fläche von 550.000 Quadratmetern. Gemütliche Lokale und die Nachbildung eines mittelalterlichen Dorfes locken zur Erkundung des Parks, doch auch das Schlösschen Castello del Valentino mit seinem botanischen Garten darf bei keinem Besuch im Valentino-Park fehlen.
Nur zehn Kilometer südwestlich von Turin befindet sich das Jagdschloss von Stupinigi. Das heutige UNESCO-Weltkulturerbe wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts von dem berühmten Architekten Filippo Juvarra erbaut. Jahrzehntelang fungierte es als Jagdsitz der Herzöge von Savoyen, heute ist es ein Museum und für Besucher geöffnet. Neben dem Schloss ist vor allem der weitflächige Schlosspark sehenswert. Er lässt sich zu Fuß oder per Pferd erkunden.
Der Regionalpark La Mandria war früher ebenfalls ein königliches Jagdrevier und beherbergt noch heute den Palazzo Reale von Venaria. Der Regionalpark wurde 1978 mit einer Fläche von 6.500 Hektar angelegt. Er umfasst Wiesen, Felder und Waldgebiete und ist das Zuhause von unzähligen Tier- und Vogelarten. Unter anderem fühlen sich hier Raubvögel, Kraniche, Reiher, Fischadler, Sumpfschildkröten und Wildschweine wohl.
Eine neue Attraktion unter den Turiner Parks ist der Parco d'Arte Vivente (Park der lebenden Kunst). An der Stelle eines ehemaligen Industriegebiets erstrecken sich nun auf 24.000 Quadratmetern ebene Wiesen und weitläufige Flächen. Für Abwechslung sorgen Wanderausstellungen internationaler Künstler, die dem Park immer wieder ein neues Gesicht verleihen.
Text: Daniela Hesse



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