URLAUB IN TUNESIEN - SOUSSE

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Sousse - Urlaub zwischen Traumstränden und 3.000 Jahren Geschichte

Der Ribat von Sousse

Der Ribat von Sousse. Fotos: Fremdenverkehrsamt Tunesien

Die tunesische Stadt Sousse am südlichen Golf von Hammamet lockt mit ihren traumhaften Sandstränden und tollen Wassersportmöglichkeiten Menschen aus aller Welt zum Urlaub in Tunesien. Doch es sind nicht die prächtigen Strände allein, die für einen Urlaub in Sousse sprechen, sondern auch die 3.000 Jahre alte Geschichte, auf die Tunesiens viertgrößte Stadt zurückblickt. Die Spuren vergangener Bewohner kann man bei einem Stadtrundgang entdecken, für noch mehr Abwechslung sorgen Ausflüge ins tunesische Hinterland.

 

130 Kilometer von der heutigen Hauptstadt Tunis entfernt gründeten die Phönizier im neunten Jahrhundert vor Christus die Stadt Sousse als Handelsposten. Besonders viele Bauwerke, die auch heute noch das Stadtbild von Sousse maßbeglich sprägen, entstanden im 9. Jahrhunder nach Christus während der Zeit der Aghlabiden. Dazu gehört die Große Moschee, die mit ihren dicken Mauern einer Festung gleicht. Da ist es nicht verwunderlich, dass ihre Ecktürme in Kriegszeiten als Beobachtungsposten dienten. Nichtmuslimen ist nur der Zutritt zum Innenhof gestattet. Dafür kann man hier eine Galerie mit in Stein gemeißelten Koransuren bestaunen. Eine Besonderheit der Großen Moschee von Sousse ist das gedrungene Minarett. Aus Rücksicht auf das nebenan stehende Ribat – eine Art Klosterfestung – verzichtete man auf den Bau eines pompösen Minaretts.

 

Blick auf die Moschee und den Hafen

Blick auf die Moschee und den Hafen

Wie die Moschee wurde das Ribat im neunten Jahrhundert erbaut und besonders in den Anfangszeiten des Islams zur Abwehr gegen christliche Angriffe genutzt. Strenggläubige Rittermönche – die Almoraviden (arabisch: el-murabutin) lebten damals hinter den dicken Mauern des Ribats. Das Ribat misst etwa 38 mal 38 Meter und besitzt sechs Ecktürme sowie einen 27 Meter hohen Wachturm. Wer das Ribat heute im Urlaub besichtigt, sollte den Aufstieg zur Turmspitze auf sich nehmen und den Blick über Stadt und Hafen genießen. Darüber hinaus kann man im Ribat Vorratsräume, Stallungen, Wohn- und Gebetsräume besichtigen.

 

Wer sich für die Geschichte von Sousse interessiert, dem empfiehlt sich außerdem ein Besuch der Kasbah, die seit dem 9. Jahrhundert auf einem Hügel über der Stadt thront. Der 30 Meter hohe Turm Khalef el Fatah ist das Wahrzeichen der Stadt und diente in früheren Zeiten als Signalturm für Schifffahrer. Heute nutzen Urlauber und Einheimische den Turm vor allem wegen des atemberaubenden Blicks auf Tunis. Kulturinteressierte können im Anschluss das archäologische Museum besuchen, das sich im Erdgeschoss der Kasbah befindet. Es beherbergt römische Mosaike aus der frühchristlichen Zeit sowie Grabfunde aus den Katakomben von Sousse.

 

Für Urlauber, die auf der Suche nach einem Souvenir sind, ist ein Bummel durch die Medina (Altstadt) unvermeidlich. Sie wird von einer 2,25 Kilometer langen Steinmauer umgeben, von der noch fünf Tore erhalten sind. Über die Rue de Paris und die Rue d’Angleterre gelangt man in die belebten Gassen der Souks. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt: Kleidung, Lederwaren, Teppiche und Gewürze, deren Gerüche den Souks ihren charakteristischen Duft verleihen. Zwischen den Läden gibt es viele Werkstätten, durch deren offene Vorderseiten man einen Blick auf die Arbeiten von Schustern, Schreinern und Graveuren erhaschen kann. Auch für die hübsch verzierten Haustüren der meist schlichten Wohnhäuser sollte man ein Auge haben.

 

Text: Daniela Hesse


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