URLAUB IN TUNESIEN - MONASTIR
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Monastir - Urlaub zwischen Strand und Kultur
Für Badeurlauber liegen die Vorteile Monastirs klar auf der Hand: Die Küstenstadt am südlichen Golf von Hammamet besitzt zusammen mit dem Vorort Skanes nicht nur traumhafte Sandstrände, sondern auch zahlreiche Wassersportmöglichkeiten. Zudem kann Monastir mit historischen Sehenswürdigkeiten punkten, die man bei einem gemütlichen Stadtbummel entdecken kann. Und als ob das noch nicht alles wäre, spricht auch Monastirs Lage für einen Urlaub in der Hafenstadt. Bis Sousse sind es nur 20 Kilometer und auch Ausflugsziele im Norden und Süden Tunesiens sind von Monastir aus einfach zu erreichen.
Badeurlauber kommen an den Stränden von Skanes am besten auf ihre Kosten. Die sind in dem kleinen Vorort von Monastir besonders schön. Allerdings sind sie nicht nur etwas für Ruhesuchende, sondern auch für Aktivurlauber. Die Wassersportmöglichkeiten sind vielfältig. Rund um die vorgelagerten Inseln finden Taucher und Schnorchler interessante Gebiete. Wer es lieber trocken mag, kann auf den „Flamingo Golf Course" oder dem "Palm Links Golf Course" ein paar Bälle schlagen. Die 18-Loch-Golfplätze eignen sich für Golfer aller Klassen. Der "Palm Links Golf Course" besitzt zudem eine Golfschule.
Genau wie die Strände kann sich auch Monastirs Innenstadt sehen lassen. Die bewegte Stadtgeschichte zeigt sich heute noch vielerorts. Monastir war eine der ersten arabischen Siedlungen in Ifriquiya. Doch vor den Arabern, hinterließen hier bereits die Punier und Römer ihre Spuren. Davon kann man sich im islamischen Museum überzeugen, das unter anderem römische Gold- und Silbermünzen aus dem zehnten und elften Jahrhundert, seltene Papyrusrollen, ein Astrolabium (Gerät zur Winkelmessung am Himmel, das in der Seefahrt auch als Navigator diente) aus dem 10. Jahrhundert und Keramik aus der Fatimiden- und Abassidenzeit zeigt.
Der Besuch des islamischen Museum lässt sich perfekt mit einer Besichtigung des Ribats aus dem 8. Jahrhundert verknüpfen, das direkt nebenan steht. Das Wehrkloster diente in der Anfangszeit des Islams der Abwehr christlicher Angreifer. Heute lockt es vor allem neugierige Urlauber an, die gerne vom Nador (Aussichtsturm) den Blick über Monastir schweifen lassen. Auch die IMF-Studios vor dem Ribat schätzen das jahrhundertealte Bauwerk – allerdings nicht wegen der Aussicht, sondern als Filmkulisse. Ein weiteres Bauwerk aus den Anfängen des Islams ist die Moschee, die im neunten Jahrhundert errichtet wurde.
Das Mausoleum der Familie Bourguiba, in dem der ehemalige Präsident Habib Bourguiba seine letzte Ruhe gefunden hat, gehört zu den Prachtbauten Monastirs. Der in Monastir geborene Bourguiba verhalf seiner Heimatstadt in seiner Regierungszeit mit Finanzspritzen für allerlei Bauprojekte. Auch das pompöse Mausoleum mit seiner goldenen Kuppel und den zwei hohen Türmen hat Monastir um eine Sehenswürdigkeit reicher gemacht.
Weniger prunkvoll, aber dafür umso lebendiger geht es in der Medina von Monastir zu. Zwar wurde auch diese kräftig aufgeputzt, doch in vielen Gassen ist der typische Charme tunesischer Altstädte noch zu spüren. Auch das Warenangebot in den Souks kann sich sehen lassen. Wer im Urlaub gerne die leckere tunesische Küche kosten möchte, der ist im Viertel Chraga genau richtig, in dem sich zahlreiche Cafés und Restaurants aneinanderreihen.
Text: Daniela Hesse



