URLAUB IN TUNESIEN - HAMMAMET
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Hammamet - "Mekka" für Strandurlauber und mehr
Der Badeort Hammamet liegt an der Nordostküste Tunesiens (etwa 65 km von der Hauptstadt Tunis entfernt), hat rund 63 000 Einwohner (2004) und ist die Metropole der Halbinsel Cap Bon. Dass Hammamet heute zu den beliebtesten Badeorten des nordafrikanischen Landes zählt, hat vielfältige Gründe. Zu den wichtigsten zählen sicher das angenehm milde Klima, die kilometerlangen Sandstrände, die interessante landschaftliche Einbettung, viele erstklassige Hotels und ein breites Angebot für Aktivurlauber. Der Touristenort bietet demnach beste Bedingungen für einen klassischen Tunesien-Urlaub.
Hammamet - Urlaub für Aktive
Hammamet spricht also keinesfalls nur Gäste an, die im Urlaub ausschließlich Ruhe und Erholung suchen. Insbesondere die topmoderne Touristenstadt Yasmine-Hammamet (12 km südlich von Hammamet gelegen) überzeugt nicht nur durch erstklassige Hotels und Strandabschnitte, sondern auch durch ein breites Angebot für sportliche Urlauber.
Besonders hervorstechend sind - neben dem neuen Yachthafen - zwei Golfplätze, die gemeinsam so etwas wie Tunesiens "Golf-Mekka" darstellen: Der "Hammamet Golf Course Yasmine" und der "Hammamet Golf Course Citrus". Erstgenannter ist ein anspruchsvoller Platz (viele Doglegs und Wasser) mit einer 18-Loch Bahn. Für Anfänger steht zudem eine 9-Loch Bahn zur Verfügung. Der "Hammamet Golf Course Citrus" bietet ebenfalls Bahnen für Anfänger (9-Loch) und Fortgeschrittene (zwei 18-Loch Bahnen). Angelegt ist der "Hammamet Citrus" um sechs Seen und - Nomen est Omen - inmitten von Oliven- und Zitrushainen.
Auch Tauchfreunde finden vor Ort, was ihr Herz begehrt. Die Tauchbasen der Hotels "Le Sultan" (Odysea Diving School) und "Club Venus" (Venus Diving Center Hamamet) betreiben Tauchschulen und verleihen die nötige Tauchausrüstung.
Gäste schließlich, für die "Aktiv im Urlaub" auch heißt, sich am touristischen Nachtleben zu beteiligen, haben in Hammamet unzählige Restaurants, Cafes, Discos, Nachtclubs und Spielcasinos zur Auswahl. In Yasmine-Hammamet ist die 1500 m lange Uferpromenade besuchenswert, an der sich zahlreiche Cafés und Beach-Clubs aneinander reihen.
Historisches zu Hammamet
In der Antike befand sich auf dem Territorium des heutigen Hammamet eine Römeransiedlung, die den Namen Pupput trug. Von ihr zeugen heute nur noch Ruinen.
Die heißen Quellen, die man rund um die Stadt findet, speisten in der Antike viele römische Bäder. Hammamets Name ist vom arabischen Begriff "Hamman" (=Bad) abgeleitet. Heute ist z. B. das öffentliche türkische Bad (Hammam) in der Medina von Yasmine-Hammamet sehr populär. Die neu errichtete "Medina" des Touristenstadt ist übrigens eine Kopie der alten Medina von Tunis.
Die Gründung der eigentlichen Ortschaft Hammamet erfolgte wahrscheinlich im 15. Jahrhundert. Der Ort wurde partiell von Piraten als Stützpunkt genutzt. In der Folgezeit stand er kurz unter spanischer Kontrolle. Die touristische "Urbarmachung" Hammamets setzte recht früh ein. Zwischen den Weltkriegen machten einige weltbekannte Künstler und Schriftsteller vor Ort Urlaub (z. B. Paul Klee und Oskar Wilde). Als dann der "moderne" Tourismus zu boomen begann, wurden viele Hotels bewusst im traditionellem maurischen Baustil konzipiert. Hammament besitzt daher - im Kontrast zu manch anderem tunesischen Touistenort - nur wenige hässliche "Betonklötze".
Sightseeing-Tour durch die Medina
Das "Herz" Hammamets ist die unmittelbar an der Küste gelegene Medina. Die kleine Altstadt wurde im 15. Jahrhundert erbaut und ist gänzlich von Steinmauern umschlossen. Der zentrale Platz der Medina befindet sich am Haupttor. Unweit davon kommt man zu den lebhaften Souks, auf denen man sich mit den unvermeidlichen Souvenirs eindecken kann. Das traditionelle Stickereigewerbe der Region besitzt einen guten Ruf. Übrigens: Auch wenn vor Ort oft anderes behauptet wird: Hammamets kleine und überschaubare Altstadt kann man auch als ortsfremder Urlauber problemlos ohne Touristenführer erkunden!
Die Medina beherbergt zwei Moscheen. Die große Moschee stammt aus dem 15. Jahrhundert. Wesentlich jüngeren Datums ist die Sidi-Gailani-Moschee (Baujahr 1798). Außerhalb der Festungsmauern, unmittelbar am Meer, liegt der interessante moslemische Friedhof.
Der Weg zum modernen Hammamet führt über einen Platz nordwestlich der Medina. Hier warten Busse, Taxen und die Touristenbahn. In der Neustadt ist der kleine pittoreske Fischerhafen sehenswert. An der Uferpromenade laden Cafes die Flanierer zur Rast ein. Das moderne Einkaufszentrum existiert seit 1979. Geneigte Besucher finden hier u. a. Boutiquen, Lokale, Reisecenter und die Post.
Das "Centre Culturel International"
Nicht weit vom Hotel Continental entfernt liegt die ehemalige Villa des rumänischen Dollar-Milionärs George Sebastian. Der deutsche Feldmarschall Rommel richtete hier im II. Weltkrieg sein Hauptquartier ein (1943). Seit 1959 ist der tunesische Staat Eigentümer der wunderschönen Villa und machte daraus das "Centre Culturel International de Hammamet". Bereits die herrliche, weitläufige Gartenanlage des Anwesens ist unbedingt sehenswert. Ein echter Besuchermagnet ist das Kulturfestival "Festival International de Hammamet" mit seinen zahlreichen Theater-, Musik- und Folklorevorstellungen. Es findet alljährlich im Sommer statt.
Hammamet als Ausgangspunkt für Ausflüge
Eine kleine Zeitreise in die Frühgeschichte Hammamets bietet die Ausgrabungsstätte der antiken Vorgängersiedlung Pupput. Mit Ruinen-Stätten wie Dougga oder Sbeitla kann Pupput zwar kaum mithalten, aber immerhin gibt es verhältnismässig gut erhaltene Mosaikböden sowie die Überreste einiger Thermen zu sehen.
Hammamet lässt sich im Übrigen gut als Ausgangsbasis für Touren nach Tunis, Sousse oder Kairouan nutzen. Ein Ausflug in das nahegelegene Nabeul lohnt sich vor allem während des dortigen Freitagsmarktes. Die Fahrt lässt sich preiswert mit dem Taxi oder der Touristenbahn organisieren. In der Nähe von Hammamet sind ferner der Marktort Sidi Djedid und die Berbersiedlung Takrouna einen Besuch wert.



