URLAUB IN DER TÜRKEI - NATUR

Reisedauer: 7 - 10 Nächte
Anreise:  
Rückreise: 
Personen:
    Kinder:
      Abflughafen: 
      Reiseziel: 
      HLX
      Weiter

      Erlebnis Natur - die Türkei bietet mehr als Sand und Strand

      Der Manavgat Wasserfall bei Side

      Der Manavgat Wasserfall bei Side. Fotos: Kultur- und Tourismusministerium Ankara

      Die Türkei als lohnendes Urlaubsziel für Wanderer und andere Naturfreunde? Vielen deutschen Zeitgenossen mag dies (noch) ungewöhnlich erscheinen.


      Wer in die Türkei reist, den zieht es meist ans Wasser. Kein Wunder, denn das orientalische Land wird von vier Meeren umgeben. Tourismushochburgen wie Antalya, Alanya oder Side bieten alles, was das Herz des typischen Strandurlaubers begehrt - und dies zu zivilen Preisen. Zudem gelten die türkischen Strände inzwischen als sauber (an vielen Stränden und Marinas weht die "Blaue Flagge") und die Badesaison ist lang.


      Neben den bekannten Badeorten ziehen am ehesten noch die kulturellen Schätze der Türkei ausländische Besucher an. Und nicht zu vergessen: der Wellness- und Thermaltourismus befindet sich spürbar im Aufwind. Ein Natururlaub in der Türkei ist hingegen eher ein Phänomen des türkischen Binnentourismus - und aus deutscher Sicht bestenfalls ein Geheimtipp. Allerdings: Westeuropäer, die gründliche Informationen über die "Naturschätze" der Türkei erhalten, sind erfahrungsgemäß rasch überzeugt. Schließlich findet man in dem orientalischen Land alles, was Naturfreunde schätzen: Naturparks mit ausreichend Campingplätzen und Hotels, jede Menge Wälder, Berge, Hochebenen, Höhlen und sogar Wüsten, eine vielfältige Flora und hübsche traditionelle Bergdörfer. Vieles ist obendrein tatsächlich "wanderbar".


      Was liegt also näher, als den nächsten Strandurlaub am türkischen Mittelmeer mit ein paar Ausflügen in die "grüne Türkei" zu kombinieren? Oder gar als "reiner" Wander- oder Kletterurlauber in das orientalische Land zu reisen? Die folgenden Zeilen sollen dazu einige Anregungen bieten.

      Naturlandschaften in der Türkei - ein Überblick

      Über ein Viertel der Türkei ist bewaldet. Ein Drittel der Gesamtfläche wird landwirtschaftlich genutzt. Die Natur zeigt sich sehr abwechslungsreich, denn die Regionen unterscheiden sich stark in der Vegetation. Hügelig zeigt sich die Marmararegion, mit Büschen und Wäldern. Der fruchtbare Ackerboden geht weiter östlich in Steppe über. Auch die Ägäis wird landwirtschaftlich intensiv genutzt, an der Küste prägen Zypressen, Ölbäume und Weinreben die Landschaft. Am Schwarzen Meer herrscht ein kontinentales, feuchtes Klima, dort findet man große Wälder. Auf dem sehr fruchtbaren Boden werden Tee, Tabak, Mais und Haselnüsse angebaut. Zentralanatolien ist zum Großteil eine Steppenlandschaft, die mancherorts wüstenähnliche Züge annimmt. Vor allem Weizen, Gerste und Obst werden hier angebaut. Am Mittelmeer herrscht mediterranes Klima, wo Zitrusfrüchte, Bananen, Tomaten, Erdnüsse und Baumwolle produziert werden. In Südostanatolien, wo die Flüsse Euphrat und Tigris verlaufen, produziert man Weizen, Gerste, Wein, Oliven und Pistazien.
       
      Die Flora der Türkei gilt als die vielfältigste und abwechslungsreichste im Nahen Osten. In den Hochebenen findet man wilde Blumen. Die Steppen werden von Sträuchern, Nadelwäldern und Schwarzkiefern geprägt.
       
      Die Türkei hat eine Vielzahl von Landstrichen zu Naturparks erklärt. Campingmöglichkeiten und Hotels sind meist ausreichend vorhanden. Der Naturpark Gelibolu (Gallipoli), die Halbinsel im Westen Anatoliens bei Çanakkale, ist den Gefallenen des 1. Weltkrieges gewidmet. Der Park erinnert auf 33.000 ha Größe an die gefallenen britischen, australischen, neuseeländischen, französischen und türkischen Soldaten. Der Köprülü Kanyon liegt nördlich von Antalya. Dabei handelt es sich um eine tiefe Bergschlucht, über die eine eindrucksvolle Brücke führt.
       
      23 Areale wurden bisher zu Naturschutzgebieten erklärt. In Çığlıkara bei Antalya gibt es 400 verschiedene, teils endemische Pflanzen und monumentale Bäume. Der Kurşunlu-Wasserfall, ebenfalls in der Region Antalya, beeindruckt durch eine Bilderbuchlandschaft. Man hat hier sogar die Möglichkeit, hinter den Wasserfall zu gehen.

      Von Abstiegen, Almauftrieben und Gipfelstürmen

      Geübte Kletterer: Esel auf der Bozburun-Halbinsel

      Geübte Kletterer: Esel auf der Bozburun-Halbinsel

      Besucher der Türkei erwartet ein wahres Höhlenparadies – fast 40.000 Höhlen zählt das Land, die meisten im Taurusgebirge. Bei Güdül, nahe Ankara, wurden sie in der byzantinischen Zeit als Kirchen genutzt, was heute noch zu erkennen ist. Die İnsuyu-Höhle bei Burdur am Mittelmeer ist leicht zugänglich und beherbergt neun Seen, deren Wasser Heilkräfte zugewiesen werden.

       

      Viele Dörfer am Rande der Berge haben sich ihre folkloristischen Bräuche bewahrt. Im Frühjahr wird das Vieh auf die bis zu 3.000 Meter hoch gelegenen Almen getrieben, im Herbst kehren die Herden in die Dörfer zurück. Die sattgrünen Wiesen erstrecken sich kilometerlang vor wundervoller Bergkulisse. Klare Gebirgsbäche rauschen an Berghütten vorbei. Für Ausländer noch ein Geheimtipp - die Einheimischen schätzen die Almen schon lange. Viele Türken fahren in die Berge, um im Hochsommer etwas Abkühlung zu erfahren. Am dritten Samstag im Juli findet auf der Hochalm von Sisdağ am Schwarzen Meer ein großes Volksfest statt. Es ist beeindruckend, auf der 1.850 Meter hohen, weitläufigen Ebene die traditionell gekleideten Leute zu beobachten.

       

      Die Türkischen Berge sind nicht nur für Klettertouren verschiedener Schwierigkeitsgrade, sondern auch zum Bergwandern und Camping gut geeignet. Oft befinden sich am Fuße der Berge Wälder und klare Quellen. Zudem ist die Bevölkerung dieser Regionen außerordentlich gastfreundlich und hilfsbereit.

       

      Für bergsteigerische Aktivitäten ist auch die Gegend von Van, Bitlis und Hakkari in Ostanatolien interessant. Hier gibt es zwei Viertausender: Süphan (4.059 m) und Resko (4.168 m). Die Bergketten bieten mit ihren Schluchten, Hochalmen und Gletschern einen phantastischen Anblick. Weiter westlich erstrecken sich das Bolkar-Gebirge und die Ala-Berge mit dem 3.726 Meter hohem Demirkazık bei Niğde, welche für professionelles Felsenklettern besonders gut geeignet sind.

      Tipp

      Wer zur Sommerzeit vor der Frage steht: "Urlaub am Meer oder im Grünen?", braucht also nicht zwischen Hurghada und dem Schwarzwald zu wählen. In der Türkei lässt sich ein Strandurlaub prima durch Ausflüge ins Grüne ergänzen. Beispielsweise in der Region Antalya (siehe hier).


       
      © 2011 Travelimpulse GmbH    Sitemap | Impressum | AGBs der Urlaub-im-web.de |  AGBs unserer Reiseveranstalter