URLAUB IN DER TÜRKEI - ESSEN UND TRINKEN

Reisedauer: 7 - 10 Nächte
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      HLX
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      Gesund und vielfältig - die kulinarische Seite der Türkei

      Gemischte türkische Vorspeisen

      Gemischte Vorspeisen. Fotos: Kultur- und Tourismusministerium Ankara

      Die Küche der Türkei gilt als ausgesprochen gesund und vielfältig.

      Zur Perfektion gebracht wurde das kulinarische Erbe des Landes zur Zeit des Osmanischen Reiches. Im Sultanspalast in Istanbul waren zeitweise hunderte Köche tätig. Jeder Koch"virtuose" arbeitete auf einem speziellen Gebiet und ließ die kulinarischen Kenntnisse und Traditionen seiner Herkunftsregion mit einfließen - etwa aus Griechenland, aus dem südlichen Balkan oder den arabischen Ländern. Viele Gerichte wurden so vervollkommnet und traten in der Folge ihren kulinarischen Siegeszug im Land am Bosporus an.

      Gemüse - Beilage, Vorspeise oder Hauptgericht

      Eine zentrale Rolle in der türkischen Küche spielt die Aubergine - z. B. in Form von Cremes, mit allerlei Zutaten gefüllt, auf dem Grill zubereitet, in der Pfanne gebrutzelt oder als Eintopf serviert. Auch Artischocken, Favabohnen, Gurken, Kürbisse, Lauch, Okra, Rote Beete, Spinat, Zucchini und Zwiebeln sind meist präsent. Und natürlich Knoblauch - jedoch weniger, als man als Mitteleuropäer meinen möchte. Paprika und Tomaten sind kulinarische Importe aus Übersee, die man kreativ in die traditionelle Küche integriert hat. Auch Hülsenfrüchte zählen zu den Eckpfeilern der Küche am Bosporus: Erbsen, Bohnen, und Linsen werden vor allem für Suppengerichte und Eintöpfe verwendet. Auffällig ist die Sortenvielfalt bei den allgegenwärtigen Oliven.


      Grundsätzlich gilt: Viele Gerichte in der Türkei sind Gemüse"kreationen" von erstaunlicher Variationsbreite. Insbesondere die traditionellen Vorspeisen (mezeler) wissen durch Vielfalt zu glänzen.

      Fleisch - traditionell weniger beliebt

      Leckere Fleischspieße

      Leckere Fleischspieße

      Fleisch spielt in der türkischen Küche traditionell eine eher bescheidene Rolle. Lamm, Hammel, Huhn und Rind sind am weitesten verbreitet und werden meist vom Grill gereicht.

      Da die Türkei an vier Meere grenzt (das Marmara-Meer, das ägäische Meer, das Mittelmeer und das Schwarze Meer), gibt es natürlich zahlreiche Fischgerichte. Auch vielerlei Meeresfrüchte werden kulinarisch "verarbeitet". Wer in einer türkischen  Küstenstadt Urlaub macht, sollte unbedingt nach regionalen Fischspezialitäten Ausschau halten. Eine echte Gaumenfreude findet man am Schwarzen Meer: Hamsi (Sardinen). Die Tierchen werden in vielfältigster Form serviert.

      Milde Küche

      Die meisten türkischen Gerichte sind mild und respektieren die geschmacklichen Eigenheiten der jeweiligen Zutaten. Als Gewürze kommen frische Kräuter zum Einsatz, Honig ist ein wichtiger "Süßstoff". Unter den wichtigsten Gewürzmitteln rangieren Dill, Minze und Petersilie ganz vorne; aber auch Lorbeer, Oregano, Salbei oder Thymian sind von großer Bedeutung. Ein echter Eckstein der türkischen Gewürzkultur sind geölte Paprikaflocken, die man über Fleischgerichte streut. Auf vielen Gerichten sind sie - in Joghurt oder zerlassener Butter - das krönende "I-Tüpfelchen".

      Süßes zum Nachtisch

      Anzer-Honig von der Schwarzmeerküste

      Anzer-Honig von der Schwarzmeerküste

      Auch die allzu menschliche "Naschsucht" vieler Zeitgenossen wird in der türkischen Küche berücksichtigt - und dies nicht zu knapp. Wer sich auf kulinarische Entdeckungsreise begibt, kann also durchaus ein paar Pfündchen zulegen ...

      Lokum, der köstliche türkische Honig, ist eine Spezialität aus Aroma, Reismehl und Zucker. Auf den Teller kommt er in Würfelform und von Puderzucker umhüllt. Ein ausgespochen breites Angebot gibt es bei Blätterteiggebäck, Plätzchen oder Puddingdesserts. Viele süße Freuden kommen schon mit verführerischen Namen daher. So gibt es Süßspeisen, die "Lippen der Schönen" oder "Damennabel" heißen. Das Mara!-Eis schließlich gilt zumindest in der Türkei selbst als das "köstlichste Eis der Welt". Bei seiner Herstellung kommt neben Zucker und Ziegenmilch auch Sahlep zum Einsatz, die fein zermahlene Wurzelknolle einer Orchideenart.

      Flüssige Gaumenfreuden

      Türkischer Mokka

      Türkischer Mokka

      Çay ist ein schwarzer Tee und das türkische Nationalgetränk. Viele Einheimische trinken ihn rund um die Uhr. Auch Joghurt war ursprünglich eine exklusive Spezialität der Türken, oder genauer gesagt: ihrer Vorfahren, der Uighuren. Mit der türkischen Völkerwanderung gen Westen gelangte der Joghurt schließlich nach Europa. Der auch in Deutschland bekannte Trinkjoghurt Ayran wird gewürzt und mit Wasser aufgeschlagen genossen. Bei heißen Sommertemperaturen ist er äußertst erfrischend. "Rakõ", ein Anisschnaps, wird i. d. R. mit Wasser verdünnt beim Abendessen zu sich genommen. Kahve, der türkische Mokka, hingegen schließt fast jede Mahlzeit ab. Auch die Weine der Türkei verdienen Beachtung. Einige der Rebensäfte besitzen eine ausgesprochen gute Qualität. Dies nimmt auch nicht Wunder, denn archäologische Funde legen nahe, dass Anatolien als Heimat der Weintraube betrachtet werden kann.


       
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