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Trujillo - Maurenburg und Konquistatorenheimat
Trujillo ist eine beeindruckende Stadt, jeder der in der Extremadura Urlaub macht sollte sie besuchen. Die Stadt gehört zwar nicht zum Weltkulturerbe, - warum eigentlich nicht? - kann aber mit einer Reihe von Highlights glänzen. Schon von weitem, wenn man zum Beispiel aus Richtung Osten anreist, sieht man sie auf einem kleinen Berg thronen, man hat unmittelbar den Eindruck ins Mittelalter oder besser in die Zeit der Konquistadoren zurückversetzt zu sein.
Dies ist nur möglich, weil die Stadtbevölkerung seit 500 Jahren nicht gewachsen ist und dadurch kein Ring von Neubauten den Blick auf die Stadt versperrt.
Umgekehrt hat man von oben auch wiederum einen tollen Blick in die Landschaft der Extremadura.
Um auf die Konquistadoren zurück zukommen: Da in der Extremadura nur der älteste Sohn erbte und da Trujillo auf dem Web zu den Häfen Portugals lag. So machten sich nach der Entdeckung Amerikas viele jüngere Einwohner des Ortes auf den Weg nach Amerika. Sie wollten neue Welten entdecken und erobern und natürlich wollten Sie vor allem reich werden.
Die berühmtesten Entdecker stammten aus der Familie Pizarro: Francisco Pizarro eroberte das Inkareich, aber auch Hernando, Juan und Gonzalo Pizarro machten sich einen Namen. Insgesamt stammten 46 bekannte Konquistadoren aus Trujillo.
Trujillo ist eine alte Stadt. Sichtbarstes Zeich ist die maurische Festung aus dem 10. Jahrhundert. Ein ungemein schlicht wirkendes Bauwerk. Alle Verzierungen, Schnörkel und Erker fehlen. Diese Burg hat zur Verteidigung gedient und dies erfolgreich, ansonsten würde sie so nicht mehr stehen. Interessant sind die allein stehenden Türme vor der eigentlichen Burgmauer. Diese waren nur durch eine Holzbrücke mit der Burg verbunden. So konnten die Verteidiger von dem Turm aus, der natürlich nicht höher war als die übrige Burg, die Angreifer von allen Seiten her ins Visier nehmen. So konnte die Mauer gut geschützt werden, da die Feinde an der Mauer gut vor der Seite unter Beschuss genommen werden konnten. Falls die Feinde zu zahlreich waren, konnten die Türme aufgegeben und die Brücken zerstört werden. Aber die Verteidiger hatten den Feinden auf jeden Fall schwere Verluste zugeführt.
Heute hat man vor hier oben nur einen guten Blick über eine friedliche Landschaft.
Trujillo ist eine besuchenswerte Stadt, allerdings keine Stadt zum Shoppen. Es finden sich einige Hotels in der Stadt, besonders günstig liegt das NH-Hotel am Plaza Mayor, ein ehemaliger Palast im Renaissance Stil, erbaut im 16. Jahrhundert mit einer Fassade des berühmten Steinmetz Francisco de las Casa.
Auch einige nette Restaurants finden sich im Ort, meist im eher einfachen Ambiente, aber mit guter Küche und freundlichem Service. Ein Beispiel dafür ist das Restaurant Mesón Hueso unweit der Plaza Mayor.




