ITALIEN - URLAUB IN UMBRIEN
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Trevi - Urlaub in einer alten umbrischen Siedlung
Trevi war zunächst eine umbrische Siedlung und wurde dann römisches Munizipium. Ursprünglich befand sich der Ort in der Ebene, an der Stelle des heutigen Pietrarossa an einer Kreuzung der Via Flaminia. Zur Zeit der Langobarden war Trevi eine Vogtei des Herzogtums von Spoleto, die von Adeligen verwaltet wurde. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde der Ort freie Komune. Erst 1398 wurde ihm unter Papst Bonnifaz IX. nach mehreren kriegerischen Übergriffen eine unabhängige Verwaltung zuerkannt.
Mitte des 16. Jahrhunderts wurde Trevi endgültig Teil des Kirchenstaates. Im Jahre 1470 entstand hier die erste Druckerei Umbriens, die gleichzeitig die vierte in ganz Italien war. Papst Pius VI. verlieh Trevi im Jahre 1784 den Stadttitel und 1860 wurde die Stadt Teil des Königreichs Italien.
Die Piazza Garibaldi hieß ursprünglich Piazza del Lago (Seenplatz), weil hier bis zum 18. Jahrhundert das aus den Bergen ablaufende Wasser für Verteidigunszwecke aufgefangen wurde.Das Teatro Clitunno, 1874 vom dem Architekten Domenico Mollaioli erbaut, besitzt einen Bühnenvorhang des Malers Domenico Bruschi (1877), der den Besuch des Kaisers Caligula im Clitunno-Tempel darstellt. Auf einer Häuserfassade ist ein einfarbiges Sgraffito, daß die Geschichte Dianas und Aktaions zum Inhalt hat, zu sehen. Auf der Piazza Mazzini befindet sich das Rathaus aus dem 13. Jahrhundert, das zwischen 1500 und l700 mehrfach restauriert worden ist. Hier sei auf den Portikus (15. Jahrhundert), den Balkon (17. Jahrhundert) und die Renaissancefenster hingewiesen.
Die Torre Comunale aus dem 13. Jahrhundert wurde durch Kriege und Erdbeben mehrfach zerstört und infolgedessen in mehren Phasen restauriert. Der Schlag der großen Glocke (1522) reproduziert den Distichon Convoco: "signo, noto, debello, concino, ploro/Arma, dies horas, nubila, laeta, rogos" ("ich sammle die Truppen, ich zähle die Tage, ich schlage die Stunden, ich halte die Unwetter fern, ich feiere die Feste, ich beweine die Verstorbenen").

