EINE REISE MIT DEM TRANSCANTABRICO DURCHS GRÜNE SPANIEN

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Montag - ein Kurzbesuch in Santiago de Compostela

Zurecht stolz - die Compostela, der Nachweis der Pilgerreise

Zurecht stolz - die Compostela, der Nachweis der Pilgerreise. Fotos. Hans-Joachim Franzen

Am nächsten Tag war es zunächst neblig und regnerisch, was uns aber auf der Fahrt nach Santiago de Compostela nicht weiter störte. Zwar war es auch dort zunächst bedeckt und feucht, aber nach und nach wurde es heller und später kam sogar die Sonne zum Vorschein.

Als erster Punkt stand in Santiago eine Besichtigung eines der ältesten Hotels der Welt mit seinen romantischen Innenhöfen auf dem Programm.

Der Parador von Santiago, das ehemalige Hostal dos Reis Católicos am Rande des Platzes vor der Kathedrale (Plaza do Obradoiro), ist mehr als 510 Jahre alt und beherbergte bereits in seinen frühen Jahren Pilger aus ganz Europa. Man mag sich nicht vorstellen, mit was für Strapazen und Gefahren eine Pilgerreise vor einem halben Jahrtausend verbunden war. Umso froher war man sicherlich über das Erreichen des Zielortes.

 

Santiago de Compostela mit der berühmten Kathedrale

Santiago de Compostela mit der berühmten Kathedrale

Auch heute noch ist die Freude nach wochenlangen Wanderungen in Santiago anzukommen groß, die Haupterklärung für die gelöste Stimmung in der ganzen Stadt.

Während man früher zu Fuß oder mit dem Pferd unterwegs war, ist es heute auch möglich, den Pilgerpfad mit dem Fahrrad zurück zu legen. Wir trafen beispielsweise vor der Kathedrale zwei Damen, die die Strecke von St.Malo bis Santiago de Compostela mit ihren Fahrrädern in fünf Wochen zurückgelegt hatten und sichtlich Stolz auf ihre Leistung waren.

Nach einer Stadtführung stand ab 14.00 Uhr ein Mittagessen im Parador auf dem Programm. Das Ambiente war beeindruckend. Unsere stilvoll eingedeckte Tafel stand in einem historischen Saal mit Parkett, wertvoller Holzvertäfelung und Ölgemälden. Leider konnten die servierten Speisen nicht so ganz mithalten, waren teilweise nur lauwarm (Suppe) oder etwas zäh (Jakobsmuscheln).


Kathedrale

Kathedrale

In der Altstadt
In der Altstadt
Saal im Parador
Saal im Parador
Kinder vor der Kathedrale - Stehen sie so richtig?
Stehen sie so richtig?

Von Ferrol bis Viveiro

Das Team des El Transcantabrico

Das Team des El Transcantabrico

Nach dem Lunch folgte eine etwa einstündige Busfahrt nach Ferrol, einer wenig attraktiven Hafenstadt, die allerdings der Ausgangspunkt der Zugreise mit dem Transcantabrico ist, wenn man im Westen starten möchte. Wir wurden von der gesamten Crew auf dem Bahnsteig freundlich begrüßt. Nach Cavaempfang im Zug und Besichtigung der Luxussuiten (Suite Privilege) belegten wir unsere Suiten und genossen die anschließende Fahrt mit dem Transcantabrica durch das nordwestliche Galicien, vorbei an malerischen kleinen Höfen, dichten Wäldern, mäßig hohen Bergen sowie Wiesen mit und ohne Kühe und Schafe. Angenehm, der Zug ist recht langsam unterwegs, meist werden nur 50 Kilometer/Stunde erreicht, nur in Ausnahmefällen auch mal 70.

Der Transcantabrico in Viveiro

Der Transcantabrico in Viveiro

Nach geschätzten zwei Stunden stoppten wir im Hafenstädtchen Viveiro und marschierten in die Stadt hinein. Die ersten 200-300 Meter waren wenig attraktiv, schmale Bürgersteige entlang einer vielbefahrenen Straße, dann aber kamen wir auf eine gepflegte Uferpromenade, die sich entlang des Rio Landro erstreckte. Leider war es dunkel und regnerisch, so dass die schöne Häuserfront der Stadt nicht so richtig zur Geltung kam.

Danach bogen wir in die Altstadt, besuchten die romanische Kirche Igrexa de Santa María del Campo aus dem 12.Jahrhundert sowie das Convento das Concepcionistas und bummelten dann entlang verschlungener Gassen zurück zur Promenade.

Nach dem Altstadtspaziergang brachte uns ein Bus zum Restaurant des Hotels Val do Naseiro, das etwa vier Kilometer südlich von Viveiro liegt. Hier wurden wir freundlich empfangen und bedient. Auch die Leistung des Küchenteams war tadellos: Es gab Venusmuscheln im Weißwein-Gemüsefond, Seeteufel- und Jakobsmuschelspieß, Filetsteak mit Pilzen und danach dünne Pfannkuchen mit Vanilleeis. Komplettiert wurde das Menü mit Kaffee und einheimischen Likören.

Anschließend fuhren wir zurück zum Bahnhof und verbrachten unsere erste Nacht im Transcantabrico.

 

Dienstag - von Viviero bis Ribadeo, Luarca und Oviedo ...


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