URLAUB IN APULIEN - TRANI
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Trani - eine ruhige und sehenswerte Hafenstadt nördlich von Bari
Trani ist eine süditalienische Hafenstadt mit gut 50.000 Einwohnern, die etwa 45 Kilometer nördlich der apulischen Hauptstadt Bari liegt.
Die Stadt lebte Jahrhunderte sehr gut vom Handel mit den Ländern des östlichen Mittelmeers, hat aber in der Hinsicht schon länger an Bedeutung verloren. Trotzdem sicherte sich die Stadt auch später einen gewissen Wohlstand. Auf der einen Seite durch die Fischerei und auf der anderen durch die Landwirtschaft.
Vor allem der Anbau von Olivenbäumen rechnet sich bis heute, da die Qualität und der Ruf des Olivenöls der Region sehr gut sind. Dabei wird seit einigen Jahren verstärkt auf biologisches Olivenöl gesetzt.
Die Bauern, die ihren Betrieb auf Öko-Olivenöl umstellen wollen, müssen eine dreijährige Übergangsphase überstehen; zwischen den Bäumen wird ein Jahr Lupinien, ein Jahr Gras angebaut und damit der Boden entgiftet. Im letzten Jahr wird mittels Mist der Boden entgiftet. Danach kann der Betrieb biologisches Öl produzieren.
Im Winter werden die Olivenbäume so geschnitten, dass viel Licht zwischen die Zweige fällt und Schädlinge keine Chance haben.
Die Olivenbäume sieht man bereits lange vor Trani, zusammen mit Mandelbäumen, vereinzelten Weinbergen und einigen Getreidefeldern.
Trani selber ist eine angenehme ruhige Stadt. Das liegt auch daran, dass Trani eine Stadt ist, die sich einer unaufgeregten, unamerikanischen, umweltbewußten Lebensweise verpflichtet hat, was zum Beispiel in der Mitgliedschaft der Cittàslow-Vereinigung deutlich wird. Die Vereinigung hat sich u.a. den oben genannten Ziele verschrieben und gewinnt in ganz Europa, ähnlich wie die Slowfood-Bewegung, immer mehr an Bedeutung.
Und so präsentiert sich Trani den Besuchern auf angenehm friedliche Art und Weise. Der erste Spaziergang durch die Stadt wird über kurz oder lang am Meer enden. Vormittag sieht man die Fischer beim sortieren des Fanges, beim Netze flicken oder anderen Arbeiten. Einzelne Touristen schauen Ihnen zu, Bewohner gehen ihren Besorgungen nach oder trinken einen Espresso in einem der Hafenlokale.
Bereits vom Hafen aus ist die Kathedrale San Nicola Pellegrino zu sehen und so steuern fast alle Urlauber automatisch die größte Sehenswürdigkeit des Ortes an. Die gut 900 Jahre alte Kathedrale ist eine der seltenen Doppelkirche, d.h. unterhalb der Hauptkirche befindet noch eine zweite.
Nur einen Steinwurf entfernt liegt das Castello Svevo, eine beeindruckende Festung, die Friedrich der Zweite errichten ließ und auch oft bewohnte.
In Trani finden sich noch weitere Denkmäler aus seiner langen Vergangenheit, beispielsweise der Torre Dell'Orologio in der Altstadt. Zahlreiche Cafes und Restaurants sorgen für das leibliche Wohl und angenehmer Weise liegen die Preise deutlich unter den anderer Küstenorte.



