ITALIEN - URLAUB IN TRENTINO-SÜDTIROL
Suchen und buchen - Aktuelle Angebote Südtirol
Torbole - Urlaub in einem Surferparadies
Die Häuser am Hafen sind kaum weniger bunt als die zahlreichen Segel der Surfer, die in der Bucht kreuzen. Torbole gehört zu den schönsten Surferparadiesen Europas. Das liegt am Südwind "Ora", der meist pünktlich gegen 13 Uhr aufkommt und den Surfern beste Windverhältnisse schafft. Nicht-Surfer können sich an der beieindruckenden Naturkulisse erfreuen. Zu ihren Füßen liegt der Gardasee, zu ihren Rechten erheben sich in Richtung Riva riesige Felsen und zu ihrer Linken thront das hohe, kaum besiedelte Monte-Baldo-Bergmassiv.
Torbole selbst liegt unter gewaltigen, steilen Felsabschnitten, die zu Wanderungen und Klettertouren einladen. Am Piazza Vittorio Veneto erinnert eine Gedenktafel über einem Brunnen an den eintägigen, aber begeisterten Aufenthalt des deutschen Dichters Johann Wolfgang Goethe am 12. September 1786 und an die Verehrung, die er hier als Pionier des Tourismus genießt. Goethe soll hier seine "Iphigenie" überarbeitet haben. Der kleine Ort besitzt zwar ein paar anmutige Gassen, aber einladend wirkt er nicht. Dafür ist das einstige Fischerdorf in den letzten Jahren infolge des Surferzustroms zu schnell gewachsen.
Wer sich dennoch die Zeit nimmt den Ort anzuschauen, findet auch schöne und interessante Ecken. Der malerischste Winkel liegt an der Casa Beust, zwischen Surferstrand und Seepromenade. Die Casa Beust war bis in die 70er Jahre ein beliebter Künstlertreffpunkt. Heute verabreden sich hier gern die Surfer, bevor sie sich mit ihren Brettern in die Wellen stürzen. Schräg gegenüber liegt am Hafen das gelbe ehemalige Zollhäuschen "El Casel" aus dem 18. Jahrhundert, das bis zum Ende des Ersten Weltkrieges in Betrieb war.
Bergauf geht es zur Kirche Sant´Andrea, von deren Vorplatz man einen schönen Blick auf die Dächer Torboles und das farbige Treiben auf dem See hat. Sehenswert ist im Innern der Kirche das Altarbild "Martyrium des Heiligen" von Giambettibo Cignaroli.
Weiter bergauf, der Panoramastraße entlang, gelangt man zu dem ruhigen und urigen Dorf Nago. Der Spaziergang lohnt sich, um auf einer Felsenhöhe die Ruinen von Castel Pénede, einer Burg aus dem 12. Jahrhundert, zu besichtigen. Am Ortseingang sind mächtige Gletschermühlen (Marmitte dei Giganti) zu sehen. Das sind ausgeschürfte Felslöcher, die durch Gletscherablagerungen in der Eiszeit entstanden sind.


