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Naturparks in Tirol - "Wellness" unter freiem Himmel

Nationalpark Hohe Tauern in Tirol. Foto: Nationalpark/Lammerhuber

Unberührte Natur ist heutzutage eine Seltenheit. Der Großteil des Lebensraumes ist der Technik zum Opfer gefallen, der Mensch macht sich breit. Er drängt Tiere und Pflanzen immer weiter zurück, viele Arten sind vom Aussterben bedroht. Naturschutzgebiete sollen die Artenvielfalt durch Erhaltung von natürlichen Lebensräumen sichern. Der Mensch als ein Teil der Natur ist willkommen in diesen besonderen Bereichen, aber er muss sich darauf besinnen, hier nicht im Mittelpunkt zu stehen.

Die Schatzkammer Österreichs: der Nationalpark Hohe Tauern

Rund um den Großglockner erstreckt sich das größte Schutzgebiet der Alpen und umfasst Teile der Bundesländer Tirol, Kärnten und Salzburg. Auf einer Fläche von 18.000 km2 bietet der Nationalpark Hohe Tauern vielen bedrohten Tierarten Schutz. Hier tummeln sich Steinadler, Murmeltiere, Bartgeier, Kolkraben und viele andere nunmehr seltene Tiere. Die Wiedereinbürgerung des Bartgeiers in den Alpen war das erfolgreichste Artenschutzprojekt des Nationalparks, das aus dem EU-Naturschutzförderungsprogramm LIFE unterstützt wurde. Die Artenvielfalt ist der Schatz des Nationalparks und bezieht sich natürlich nicht nur auf die Tierwelt. Auch viele seltene Pflanzen gedeihen im Naturschutzgebiet und machen es zu einem wahren Naturjuwel. Immer mehr Menschen schätzen dieses unvergleichliche Naturangebot und möchten die Welt der Steinadler und Steinböcke erkunden. Mit Themenwegen und Schaupfaden in allen Tälern des Nationalparks wurde das Wanderangebot in den vergangenen Jahren wesentlich bereichert. Zahlreiche Aktionen und Termine ziehen viele begeisterte Gäste an, dazu gehört auch das Nationalpark-Haus in Matrei mit der ständigen Ausstellung "Tauernwelten“. Auch das "Haus des Wassers" in St. Jakob und das Glocknerhaus in Kals faszinieren Besucher aus aller Welt.

Nähere Infos: Nationalpark Hohe Tauern, Tel. +43.4875.51610, npht(at)tirol.gv.at, www.hohetauern.at.

Natur erkennen und genießen: der Naturpark Kaunergrat

Zwischen heißen, trockenen Südhängen und arktischen Gletschergipfeln liegen Blumenwiesen, tiefe Schluchten, urige Bergwälder und ruhige Moore, die Almen dazwischen sorgen für ein idyllisches Gesamtbild. Der Naturpark Kaunergrat im Pitztal und Kaunertal bietet einen interessanten und einmaligen Mix aus Natur, Landwirtschaft und Kulturlandschaft. Seine Vielfalt wird den Besuchern in zahlreichen Veranstaltungen rund ums Thema Leben im Naturpark näher gebracht. Jeden Dienstag werden Entdeckungsreisen durch die außergewöhnlichen Lebensräume des Piller Moors, der Fleißer Sonnenhänge und der Arzler Pitzeklamm unternommen. Mittwochs gibt es geführte Wanderungen auf den Kaunergrat, wo die gemütlichen Almen zu einer erfrischenden Rast einladen. An den Freitagen der Sommermonate stehen das "Waldkonzert im Kaunertal" und die "Gondelfahrt in den Sternenhimmel" auf dem Programm. Ein kompetentes Team aus Bergsportführern, Natur- und Landschaftskundlern und anderen Experten bereiten jede Menge interessante Führungen vor, bei denen viel Neues Aufschluss über die reiche Tier- und Pflanzenwelt im Naturpark Kaunergrat gibt.

Nähere Infos:
Naturpark Kaunergrat, Tel. +43.5449.6304, info(at)naturpark-kaunergrat.at, www.naturpark-kaunergrat.at.

 

Behutsames Vortasten: Alpenpark Karwendel

Alpen-Steinbock im Karwendel. Foto: Tirol Werbung

Das Karwendel ist eine felsige Gegend zwischen Inn und Isar, Achensee und Seefelder Senke und ist mit 920 km2 der größte Naturpark der gesamten Alpen. Eine einzigartige alpine Urlandschaft mit dem Kleinen und Großen Ahornboden, dem Tortal mit imposanten Wandfluchten und dem Vomperloch, dem "Gran Canyon" Tirols, schafft eine herrliche Atmosphäre. Das Karwendel war immer schon ein Ort der Ruhe und Einsamkeit, den man sich heute mittels eines ausgebauten Wegnetzes erwandern kann. Hütten gibt es genug, jede einzelne mit unverwechselbarem Charme.

Nähere Infos:
Alpenpark Karwendel, Tel. +43.664.5587364, info(at)karwendel.org, www.karwendel.org.

Steinige Begleiter: Naturpark Zillertaler Alpen

Schroffe Felswände und dunkle Grate steigen bis zu 3.500 m und schließen ausgedehnte Gletscher – im Zillertal "Kees" genannt – und Firnbecken ein. Am besten sind die gletschergeformten Täler und ihren Randmoränen von der Berliner Hütte aus zu erkennen. Der Naturpark erstreckt sich von ca. 1000 m Meereshöhe bis hinauf ins ewige Eis über alle Höhenstufen der inneren Alpen. Das Hochgebirge erfordert hier von Tieren und Pflanzen besondere Anpassungen. Weiter im Tal, unter besseren Lebensbedingungen, entfaltet sich eine prächtige und farbenfrohe Pflanzenwelt, die Heimat von seltenen Tierarten ist. Bis Ende September werden Themenwanderungen im Naturpark angeboten, die Einblicke in die Geologie, die Gletscher, die Tier- und Pflanzenwelt sowie die Landwirtschaft geben. In Ginzling eröffnet Anfang Juli die Ausstellung "Stein.Geschichten", welche Aufschluss gibt über die berühmten Zillertaler Mineralien und die Bedeutung aufzeigt, die die Steine für die Menschen dort haben. Zu sehen gibt es Karfunkelsteine, Kristalle, Bachkugeln, Grenzsteine sowie "Stoamandln", jene Wegmarkierungen aus übereinander gestapelten Steinen. (Geöffnet bis Ende September, ebenso wieder Juli-September 2006).

Nähere Infos:
Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen, Tel. +43.5285.63601, naturpark.zillertal(at)alpenverein.at, www.naturpark-zillertal.at.

Ein Fest für die Sinne: die Lechauen

Die Lechauen im Außerfern sind eine naturkundlich besonders wertvolle Fläche. Mit ihren Wacholderbäumen, alten Tamariskenbeständen und seinem Vogelreichtum ist diese inneralpine Flusslandschaft einzigartig. Um die vielfältige Flora und die bedrohten Arten dort zu schützen, wurden die Lechauen 2004 zu einem Natura 2000-Gebiet erklärt. Der unverbaute Lech bietet vielen Tieren einen ursprünglichen Lebensraum und beeindruckt durch seine wilde Schönheit. Viele Veranstaltungen, hauptsächlich Themenwanderungen und Vorträge, bringen den Gästen den Lebensraum Lechauen näher.

Nähere Infos:
LIFE Infostelle, Tel. +43.676.885087941, life(at)tirol.gv.at, www.tiroler-lech.at.


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