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Preiswert Urlaub machen
Urlaub muss nicht teuer sein! Durch ein paar Überlegungen im Vorfeld und einigen Tricks vor Ort bleibt der Urlaub preiswert und günstig.
Flug und Fahrt
Wer frühzeitig nach einem Flieger sucht, der hat natürlich die besten Karten. Aber nicht jeder hat Lust, seinen Urlaub bereits sechs Monate vorher zu planen. Dank der vielen Billigflieger bekommt man heutzutage fast immer einen preiswerten Flug, dabei muss man nur ein wenig Talent und Ausdauer bei der Suche und Recherche beweisen.
Urlaubszeitraum
Der wichtigste Punkt ist: Die Hochsaison vermeiden! Wer außerhalb der Monate Juli und August seinen Urlaub plant, der spart automatisch an die 50 %. Juni und September sind fast immer sehr angenehme Monate, um preiswert nach Südeuropa zu fahren, da es im Hochsommer sehr heiß werden kann! Wer seinen Urlaub ein wenig aktiver gestalten möchte, der wird auch im April und Anfang Oktober schöne Spätsommertage erleben.
Unterkunft
Hotelzimmer kosten in der Hochsaison gut das Doppelte von dem, was man zum Beispiel im April oder Mai zahlen würde. Genauso verhält es sich mit sämtlichen Freizeitangeboten wie Tretboot oder Motorroller leihen. Preiswert sind nach wie vor Campingplätze oder Jugenherbergen. Wer allerdings keine Lust auf Zelten hat und von seiner Unterkunft auch mehr Privatsphäre erwartet, der sollte sich einfach mal nach Bungalows auf Campingplätzen erkundigen. Am Gardasee zahlt man zum Beispiel außerhalb der Hochsaison nur um die 30 Euro für einen Zwei-Mann-Bungalow direkt am See, um die 43 Euro, wenn vier Personen Platz finden sollen.
In den meisten Fällen sind Hotels und Pensionen außerhalb der Hauptsaison nicht ausgebucht. Es reicht, sich nach der Ankunft im Urlaubsland etwas zu suchen. Mit ein bisschen Geschick und charmantem Auftreten lässt sich oftmals ein Sonderpreis aushandeln.
Anzahl der Reisenden
Wer alleine reist, zahlt drauf! Ein Einzelzimmer kostet mehr als ein Doppelzimmer zu zweit, um vom Mitfahrerrabatt zu profitieren, braucht man eine Reisebegleitung. Reist man sogar zu dritt, stellen viele Ferienhäusern und Hotels preiswert ein drittes Bett zur Verfügung, so dass es nicht notwendig ist, für vier Personen zu buchen. Außerdem ist man in Gesellschaft erfindungsreicher und lustiger ist es sowieso.
Verpflegung
Preiswert ist und bleibt die Selbstverpflegung. Viele Bungalows und die meisten Ferienwohnungen haben Küchen oder zumindestens eine Kochgelegenheit und überall in der Nähe sollte ein Supermarkt zu finden sein.
Weiterhin sollte man sich für tagsüber am besten ein Lunchpaket zusammenstellen und genug zu trinken mit auf den Weg nehmen. Oftmals sind es die kleinen unüberschaubaren Zwischenausgaben, die sich am Ende bermerkbar machen und bei denen man sich dann fragt, wo das ganze Geld geblieben ist.
Urlaub soll Erholung sein, daher haben die wenigstens Lust, selbst zu kochen. Auch essen gehen kann preiswert sein. Am besten meidet man die vom Reiseführer empfohlenen Restaurants und begibt sich allein auf die Suche oder fragt Einheimische. Nationalgerichte sind preiswert und man zahlt fast immer weniger als für westlich angepasstes Essen. Für Italien bedeutet das also Pizza, für England Fish and Chips, für Spanien Paella und so weiter.
Sonstige Tipps
Öffentliche Verkehrmittel sind zwar manchmal langsamer und ungemütlicher, dafür aber preiswert. In manchen Ländern gibt es spezielle Busse nur für Touristen, man sollte aber nach den sogenannten Local Busses suchen, um den Einheimischenpreis zu zahlen.
Studenten sollten unbedingt nach Studi-Ermäßigungen fragen, selbst wenn sie keinen internationalen Studentenausweis besitzen. Die meisten Ticketverkäufer geben sich mit dem ganz normalen Uni-Ausweis zufrieden (Hauptsache, irgendwo steht Universität drauf). Und die bereits arbeitende Reisebegleitung sollte es wie folgt versuchen: „Ich studiere auch noch, aber habe meinen Ausweis vergessen....“.
In manchen Ländern ist auch das Alter ausschlaggebend, ob Student oder nicht, bis 25 gibt es einen Rabatt. Besonders kulant sind die Südeuropäer, denen kann man sich und seine zwei Freunde manchmal schon als Kleingruppe verkaufen.
Und zu guter Letzt: Handeln, handeln, handeln – in den Ländern, in denen es üblich ist. Was als preiswert angeboten wird, muss es noch lange nicht sein. In vielen Kulturen gehört das Handeln zum täglichen Leben. Wer es nicht gewohnt ist: üben, üben, üben!!!
Text: Ulrike Kraenz
