URLAUB IN THAILAND - NORDOSTEN

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Urlaub im Nordosten Thailands - Natur pur im Isan

Khmer-Architektur im Nordosten

Khmer-Architektur im Nordosten. Foto: Fremdenverkehrsamt Thailand

Nur wenige wagen das Abenteuer und verbringen ihren Urlaub im Nordosten Thailands. Die Region, die die Thailänder Isan nennen, ist bisher kaum touristisch erschlossen. Dennoch gibt es auch im Nordosten Thailands jede Menge zu sehen. Dazu zählt die wunderbare Landschaft, die sich in Form von bewaldeten Gebirgen, karger Buschvegetation und fruchtbaren Flussbecken zeigt. Auch der Mekong fließt hier und markiert die Grenze zu Laos. Entlang des Stroms findet man idyllische kleine Ortschaften und einige Strände.

Neben der Natur sind es die historischen Zeugnisse früher Kulturen – vor allem der Khmer – die den Urlaub in Thailands Nordosten so interessant machen. Denn das Khmer-Reich erstreckte sich vom 9. bis 13. Jahrhundert auch im Isan. Daher finden sich hier viele historische Anlagen aus jener Zeit. Am besten bereist man den Isan mit Minibus oder Mietwagen, auch einige Bahnstrecken und Flughäfen sind vorhanden. Das Klima im Nordosten ist tropisch, zu bestimmten Zeiten ist es kühler und regnet häufiger.

Udon Thani - Urlaub im alten Thailand

Udon Thani, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, liegt im Norden des Isans auf einer Hochebene. Im Westen umschließen hohe Berge die Stadt, in der sich in den 60er und 70er Jahren ein wichtiger US-Luftwaffenstützpunkt befand. Das führte dazu, dass sich Udon Thani zu einer wichtigen Industrie und Handelsstadt entwickelte. Für Urlauber interessant sind der Orchideengarten Udon Saeng Tawan und der Nong-Prachak Park. Von Udon Thani sollte man einen Ausflug ins 50 Kilometer östlich gelegene Dorf Ban Chiang einplanen. Ausgrabungen in Ban Chiang brachten erstaunliche Funde zu Tage, die von einer zivilisierten Kultur zeugen – und dass etwa 3.5000 Jahre vor Christus. Unter den Fundstücken sind Tonscherben, Vasen, Skelettknochen und Waffen aus Eisen und Bronze. Die Fundstücke können im Historischen Museum von Ban Chiang besichtigt werden.

Khon Kaen - Urlaub in der heimlichen Hauptstadt des Isans

Am Ufer des Mekong

Am Ufer des Mekong. Foto: Gnu/Oliver Spalt

Khon Kaen ist die größte Stadt in Thailands Nordosten. Sie liegt etwa 450 Kilometer von Bangkok entfernt. Mit der Hauptstadt verbindet sie eine Bahnstrecke, über die man Khon Kaen gut erreicht. Auch über den modernen Flughafen ist die Anreise möglich. In Khon Kaen befindet sich die größte Universität des Isans. Zahlreiche Geschäfte, Restaurants und Hotels aller Preisklassen bieten alles, was man für einen gelungenen Urlaub braucht. Wer die Stadt im April besucht, kann an dem stimmungsvollen Dok Khun Siang Khaen Fest teilnehmen. Im Dezember werden auf der Seidenmesse feine Seidenstoffe präsentiert, für die der Isan berühmt ist. Ein Spaziergang am schönen See Bung Kaen Nakhon lohnt sich zu jeder Jahreszeit, dort kann man auch Bootstouren unternehmen. Wer sich für die prähistorischen Funde aus Ban Chiang und dem Kaen Nakhon See interessiert, sollte das Khon Kaen Nationalmuseum besuchen.

 

In der Umgebung von Khon Kaen befinden sich zudem einige spannende Ausflugsziele. Die Natur genießt man bei einer Wanderung am Berg Pha Nok Khao und im Phu Kao-Phu Phan Kham Nationalpark, in dem es auch interessante Felszeichnungen zu sehen gibt. Der Phu-Wiang Nationalpark bietet Dinosaurierfans mit riesigen Figuren der Urtiere und Hintergrundwissen die perfekte Unterhaltung. Spannung verspricht auch ein Besuch im Kobradorf Ban Khoksanga, wo Kunststücke mit Pythons und Kobras vorgeführt werden.

Loei - Urlaub im Mekong-Becken

Die Provinz Loei liegt im fruchtbaren Mekong-Becken und beeindruckt mit ihrer schönen Landschaft, die man am besten in den zahlreichen Nationalparks erkundet. An erster Stelle steht der Phu Kradong Nationalpark, der sich auf einem hügeligen Sandsteinplateau erstreckt und zu Wandertouren durch dichten Regenwald und Bambuswälder einlädt. Auch Wasserfälle passiert man bei einer Wanderung. Das Phu Luang Wildlife Sanctuary bietet einen Einblick in die Tierwelt Thailands. Sambare, Elefanten, Leoparden, Tiger und Bären leben in dem feuchten Dschungelgebiet. Ein Ausflug zum Phu Rua Nationalpark lohnt sich wegen des tollen Blicks auf Laos. Bei einem Abstecher in die Provinzhauptstadt Loei sollte man einen Marktbesuch einplanen und den chinesischen Schrein Chao Pho Kut Pong besuchen.

Nakhon Phanom - Erholung am Ufer des Mekong

Der Chedi von Nakhon Phanom

Der Chedi von Nakhon Phanom. Foto: FVA Thailand

Nakhon Phanom liegt im Nordosten des Isans an der Grenze zu Laos, die durch den mächtigen Mekong markiert wird. Der ist an dieser Stelle ganze zwei Kilometer breit, auf der anderen Uferseite liegt die laotische Stadt Tha Khaek. Hinter Tha Khaek erheben sich hohe Berge, die man bei Wanderausflügen erkunden kann. Auch ein Besuch der Stadt lohnt sich, hier stehen zahlreiche Gebäude in französischer Kolonialarchitektur. Ausflüge und Visa organisieren die Reisebüros in Nakhon Phanom.

 

Der Urlaub in Nakhon Phanom lohnt sich besonders im Oktober, wenn zum Ende der Regenzeit ein rauschendes Fest veranstaltet wird. Dann strömen alle zum Mekong und lassen Opfergaben und Lichter den Fluss hinuntergleiten. Das ganze Jahr über kann man am Fluss wunderbar die Fischspezialitäten des Mekong-Tals probieren. Wer sich für Tempel interessiert, sollte den Wat Srithep mit seinen wunderschönen Wandmalereien besuchen. Ein beliebtes Ausflugsziel ist der Schrein Phra That Phanom, der über einen prächtigen, ganze 52 Meter hohen Chedi verfügt.

Nong Khai - Urlaub zwischen Thailand und Laos

Dank der 1994 zwischen Laos und Thailand gebauten Freundschaftsbrücke, blüht der Handel in der Grenzstadt Nong Khai. Davon kann man sich bei einem Spaziergang entlang des Mekongs überzeugen. Auch der Besuch des Sadet-Markets lohnt sich, hier kann man Obst, Gemüse, Kleidung und Elektro-Artikel erstehen. Wie überall in Thailand stehen auch kleine Garküchen bereit, um hungrige Marktbesucher mit regionalen Spezialitäten zu verwöhnen. Wer Urlaub in Nong Khai macht, dem sei auch das Restaurantschiff „Nagarina“ empfohlen, das täglich um 17 Uhr zum Sonnenuntergangsdinner auf dem Mekong lädt. Im Oktober geht es bei den alljährlich stattfindenden Bootsrennen weniger gemütlich zu. Dafür ist der Unterhaltungsfaktor bei den Rennen auf dem Mekong umso größer.

 

Kulturinteressierte sollten in Nong Khai die Tempel Wat Nam Mong und Wat Hin Mak gesehen haben. Dort kann man unter anderem prächtige Buddha-Statuen bestaunen. Sehr interessant ist der Skulpturenpark Wat Khaek – auch bekannt als Sala Kaew Ku. In diesem Park schuf der 1997 verstorbene vietnamesische Mönch Luang Pu Bunleua Surirat zahlreiche Buddha-Skulpturen. Viele wirken sehr skurril, zum Beispiel die Statue, die Buddha meditierend unter einer siebenköpfigen Kobra zeigt. Andere beeindrucken vor allem durch ihre Größe. So misst eine Statue ganze 25 Meter. Der Skulpturenpark liegt etwa 3 Kilometer südöstlich von Nong Khai. Von Nong Khai lohnt sich auch ein Abstecher nach Laos. In Vientiane gibt es nicht nur französisch-laotische Architektur zu bewundern, sondern auch Baguettes, Croissants und dazu leckeren laotischen Kaffee.

 

Text: Daniela Hesse


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